Montag, 15. Dezember 2014

Marokkanisches Schmorgemüse auf Couscous mit getrockneten Marillen und Cashews

Als frischgebackene Mama hab ich eines relativ rasch gelernt: Abendessen kochen unter der Woche - wenn der Gatte in der Arbeit ist - muss schnell gehen. Ich bin also ständig dabei mir Sachen auszudenken, die wenig Zeit brauchen, wo wenig Geschirr im Spiel ist, und das nicht leicht anbrennen kann. Und manchmal passiert es dann (so wie diese Woche), dass eines dieser schnell-schnell Gerichte so gut schmeckt, dass ich es am Wochenende nochmal mache um es für euch in den Blog zu zaubern.
Und zwar braucht man für dieses Gericht nicht mal eine Herdplatte und keinen Kochtopf, alles total easy und schnell: Schmorgemüse, marokkanisch gewürzt mit Couscous, den ich mit Cashews und getrockneten Marillen verfeinert habe.
Man kann das übrigens auch mediterran abwandeln oder indisch oder was auch immer, indem man einfach die Gewürze austauscht. Statt den Ras el-Hanout einfach Oregano und Thymian verwenden und schon ist es ein mediterranes Schmorgemüse.


Was man für 3-4 Portionen braucht...

2 Zwiebeln, in grobe Stücke geschnitten
1 Hokaido-Kürbis, in grobe Stücke geschnitten
1 Fenchelknolle, in grobe Stücke geschnitten
3 Karotten, in Ringe geschnitten
150 g Räuchertofu, in grobe Stücke geschnitten
3 EL Olivenöl
2 TL Ras el-Hanout (ich hab meins von Babette's)
4 EL Olivenöl
2 TL Balsamico
2 TL braunen Zucker
Salz
1 Dose geschälte Cocktailtomaten

Das Backrohr auf 250 Grad vorheizen.
Alle Zutaten bis auf die Tomaten in eine Auflaufform geben und gut durchmischen, bis das gesamte Gemüse und Tofu gut mit Öl, Essig, Zucker, Salz und Gewürzen bedeckt ist. (Man kann zum marinieren auch alles in ein Tupper mit Deckel geben und kräftig durchschütteln. Dort lässt sich das auch gut aufbewahren, falls man schon für das Abendessen vorarbeitet).  Im Backrohr ca. 30 Minuten schmoren. Danach die Auflaufform raus nehmen, die geschälten Tomaten drüber geben, etwas durchmischen und nochmal für ca. 15 bis 20 Minuten im Ofen schmoren.

1 Tasse Couscous + 2 Tassen Wasser
8 getrocknete Marillen, in kleine Stücke geschnitten
1 kleine Hand Cashews, gehackt
3 EL Petersilie (im Winter nehm ich oft TK)
1 TL Salz

In einer Schüssel den Couscous, Marillen, Cashews, Salz und Petersilie gut vermischen. Das Wasser zum kochen bringen und damit den Couscous übergießen. Mit einem Teller zudecken und 10 Minuten ziehen lassen.


"For the Cherry on Top" mit Olivenöl beträufeln und ein paar Cashews bestreuen.

Montag, 8. Dezember 2014

Winterlicher Quinoa-Salat mit Maroni, Balsamico-Kohlsprossen, gegrillter Avocado und Orangen-Vinaigrette

Quinoa hab ich schon immer sehr gern gegessen und jetzt als stillende Mama ist das lustig-runde Korn geradezu unverzichtbar. Es enthält alle neun essentiellen Aminosäuren und ist somit eine hervorragende Eiweißquelle. Zudem enthält Quinoa viel Eisen, Magnesium und Calzium, und das beste ist, es schmeckt gut!
Da ja unverkennbar Winter ist, geb ich in meinen Quinoa-Salat winterliche Zutaten: Die Kohlsprossen schmore ich mit Balsamico im Ofen, Karotten in feine Schleifchen gehobelt und Maronistückchen sowie gegrillte Avocado on Top.


Was man dafür braucht...

1 Tasse Quinoa (Tricolore)
1 Tasse Erbsen
300 g Kohlsprossen, halbiert
1 Zwiebel, in grobe Stücke geschnitten
2 Karotten, in Schleifchen gehobelt
2 Avocado, in grobe Spalten geschnitten
1 Hand voll Maroni, grob gehackt + ein paar extra für die Deko
100g Räuchertofu, in kleine Stücke geschnitten
Olivenöl
2 EL Balsamico
Salz, Pfeffer

Für die Vinaigrette...

Saft 1 Orange
1 TL Zucker
1-2 EL Balsamico
1 TL Senf (Sarepta)
3 EL Olivenöl
1 Knoblauchzehe, gepresst
3 EL Petersilie, gehackt (TK im Winter auch ok)
Salz, Pfeffer

Das Backrohr auf 200° vorheizen. Den Quinoa nach Packungsanleitung kochen. Kurz bevor er gar ist, die Erbsen dazu geben.
Die Kohlsprossen und den Zwiebel in einer Auflafform mit dem Balsamico, 2-3 EL Olivenöl und Salz marinieren, und dann im Backrohr ca. 30 Minuten schmoren, bis die Kohlsprossen weich sind. Die Karotten, Maroni und Räuchertofu in einer Schüssel geben. Den gegarten Quinoa und Erbsen, sowie die Kohlsprossen und Zwiebel auch in die Schüssel geben. Alles gut durchmischen.

Für das Dressing alle Zutaten in einer Schüssel gut verquirlen, am besten mit einem Pürierstab. Das Dressing über den Salat geben und gut durchmischen.
Die Avocadospalten mit Salz und Pfeffer bestreuen und in einer heißen Grillpfanne mit etwas Olivenöl kurz auf beiden glatten Seiten grillen. Pro Portion 2-3 Spalten auf den Salat legen.


"For the Cherry on Top" mit einer Maroni garnieren und Olivenöl beträufeln.

Montag, 1. Dezember 2014

Tart Tatin vom Wurzelgemüse mit Dillcreme

Es ist nun drei Monate her, dass ich mein letztes Rezept gepostet hab und das aus gutem Grund. Wer meine FB-Seite verfolgt weiß, dass ich Anfang September Mama geworden bin und ich genieße die Zeit mit meinem Kind und meine neue Aufgabe in vollen Zügen. 


Mein kleiner Arthur liebt es, wenn ich ihn im Arm halte, alleine im Bettchen liegen macht ihm gar keinen Spaß. Darum hatte ich in den letzten Wochen kaum mal zwei Hände frei, was das kochen durchaus erschweren kann.
Aber langsam entdeckt mein Baby die Umwelt, wird selbstständiger und ich bin total aus dem Häuschen, dass ich mich wieder kreativ in der Küche betätigen kann. Ich versuche jetzt jede Woche zumindest ein Rezept online zu stellen, ich hoffe das gelingt mir. Ideen hab ich in den letzten Wochen weiß Gott genug angesammelt.

Den Anfang mache ich mit einer pikanten Tart Tatin. Meine süße Variante mit Birnen hab ich euch ja schon mal präsentiert, aber diesmal wirds würzig! Und zwar mit geschmortem Wurzelgemüse, süß-sauer abgerundet, perfektioniert mit einer Zwiebel-Knoblauch-Mandelcreme und unter der Blätterteighaube gebacken. Dazu gibts einen einfachen Dill-Dip, das frische i-Tüpfelchen auf meiner weihnachtlichen Tart.


Was man dafür braucht...

4 Karotten (lila, gelb, orange), in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 Petersilwurzel, geschält und in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
2 Kartoffeln, geschält und in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 große Zwiebel, geviertelt
3 Knoblauchzehen, ungeschält
3 EL Olivenöl
2 EL Mandelmus + 1 EL Wasser
2 EL brauner Zucker + 1 EL Wasser
2 EL Apfelessig
1 TL getrockneter Rosmarin
1 Rolle Blätterteig
Salz, Pfeffer

1 Packung veganer Sauerrahm (am besten schmeckt der von Soyananda)
1 kleines Sojajoghurt Natur
Dill
Salz, Pfeffer

Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
Das Gemüse in eine Schüssel geben, Olivenöl und Salz dazu und dann alles gut durchmischen, dass das Gemüse überall mit Olivenöl benetzt ist. Dann das Gemüse nebeneinander (nicht übereinander) auf das Backblech geben und im Backrohr für ca. 40 Minuten backen.
Anschließend den Knoblauch aus der Schale in eine Schüssel drücken, geschmorter Zwiebel, Mandelmus und Wasser dazu geben, salzen und pfeffer und dann fein pürieren (am besten mit dem Pürierstab).

Eine Tartform vorbereiten.
Den Zucker und EL Wasser in einer kleinen Pfanne karamellisiern und mit dem Essig ablöschen. Achtung, aufpassen, dass nix spritzt, das ist extrem heiß.
Den Karamell in die Tartform gießen und schnell verteilen, den Rosmarin und Salz darüber streuen. Das Gemüse auf den Karamell in die Form schichten. Darauf komm die würzige Mandelcreme. Und nun alles mit dem Blätterteig abdecken, überstehende Ränder einfach in die Form rein stecken. In den Teig mit einer Gabel ein paar kleine Löcher stechen.
Nochmal ca. 25 Minuten bei 200 Grad backen. Wenn die Tart fertig ist, kann man sie auf einen Teller stürzen. Davor eventuell nochmal mit einem Messer die Ränder von der Form lösen, dass nix picken bleibt.
Für die Dill-Creme den Sauerrahm, Sojajoghurt, Dill, Salz und Pfeffer verrühren.


"For the Cherry on Top" auf jedes Tart-Stück einen Klecks Dill-Creme geben und warm servieren.

Mittwoch, 27. August 2014

Schoko-Zucchini Zopf

So mein heutiges Motto lautet: Wartest du noch oder bäckst du schon?
Mein Baby ist nämlich schon überfällig, dem gefällts im Bauch von der Mama. Aber mal ehrlich, bei dem Wetter würd ich auch nicht raus kommen wollen.
Jeeedenfalls töte ich meine Langeweile mit backen. Im Gemüsekisterl war eine Zucchini drin und da hab ich doch gleich einen Schoko-Zucchini Kuchen daraus gemacht. Pure Saftigkeit das Backwerk!


Was man dafür braucht...

270 g Zucchini, fein geraspelt
80 ml Öl (Sonnenblumen oder Raps)
180 g brauner Kristallzucker
2 TL Vanillezucker (oder eine Schote)
7 EL Sojajoghurt natur
1 Leinsamen-"Ei" (1 EL Leinsamenschrot + 3 EL Wasser kurz aufquellen lassen)

120 g Mehl
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
60 g Kakaopulver
1 Prise Salz
1/2 TL Zimtpulver

1/2 Tafel Edelbitterschokolade, in kleine Stücke gehackt

Das Backrohr auf 180 Grad vorheizen und eine Kuchenform (Zopf oder Kasten) einfetten und mehlen.
Die Zucchini, Öl, Zucker, Vanillezucker, Joghurt und Leinsamenei in einer Schüssel verrühren.
Die trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Natron, Kakaopulver, Salz und Zimt) in einer Schüssel vermischen und dann zu den feuchten Zutaten geben. Mit einem Mixer alles gut durchrühren und zum Schluss die Schokostückchen unterheben.

Den Teig in die Kuchenform füllen und ca. 50-55 Minuten im Backrohr backen, wenn man einen Zopf macht. In der Kastenform würde es noch 10-15 Minuten länger dauern.

"For the Cherry on Top" mit Staubzucker bestreuen und in meinem Fall mit wehenförderndem Tee servieren, hihi.

Dienstag, 19. August 2014

Kürbis-Gewürzeintopf mit heurigen Erdäpfeln, Wachtelbohnen und geröstetem Roggenbrot

Es herbstelt schon wieder meine Lieben und jedes Jahr aufs neue freue ich mich unglaublich wenn meine liebste Jahreszeit sich bemerkbar macht. Wenn man aufwacht und die Sonne rein scheint, die Temperaturen allerdings doch ein Jäckchen zulassen, das ist meine Welt meine Lieben, ich sags euch.
Zudem befinde ich, dass diese Witterung wohl ein perfektes Geburtswetter darstellen würde und ich freue mich jetzt umso mehr, wenn mein Butzi bald auf die Welt kommt. Aber in der Zwischenzeit wird gekocht! Diesmal ein Gericht, das für mich geschmacklich genau zwischen Sommer und Herbst liegt: Ein Kürbiseintopf mit Gewürzen wie Nelken, Muskat, Ingwer und Zimt sowie spritziger Zitrone als Reminiszenz an den scheidenden Sommer.


Was man für einen großen Topf braucht (ca. 8 Portionen)...

1 Karotte, in sehr kleine Stücke geschnitten (3x3 mm)
1 Stück Sellerie (etwas so viel wie die Karotte), in sehr kleine Stücke geschnitten (3x3 mm)
2 Zwiebeln, gehackt
2 EL Margarine
150 ml Weißwein
1 TL brauner Zucker
1 Hokaido-Kürbis, in mundgerechte Stücke geschnitten
5 mittelgroße Erdäpfel, in mundgerechte Stücke geschnitten
2 Dosen Wachtelbohnen, abgewaschen und abgetropft
700 ml Wasser
1 TL Quatre-éspice (Mischung aus Pfeffer, Ingwer, Muskat und Nelken)
1 gute Prise Zimt
2 Lorbeerblätter
1 Chili, fein gehackt
1 Zitrone (bio), Saft und Schale
1 gute Hand voll Petersilie, grob gehackt

2 Scheiben Roggenbrot pro Portion
Olivenöl

Die Karotten, Sellerie und Zwiebel in der Margarine in einem großen Topf bei guter mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten, bis alles schön Farbe genommen hat. Mit dem Weißwein aufgießen, Zucker dazu geben und das Gemüse darin schmoren, bis die ganze Flüssigkeit verdampft ist. Danach das Gemüse erneut ein paar Minuten (immer mal umrühren) anbraten, bis gute Schmor-Röstaromen entstanden sind.
Jetzt kommen die Erdäpfel, Kürbis und Bohnen dazu. Mit dem Wasser aufgießen und die Gewürze (Quatre-éspice, Zimt, Lorbeer, Chili und Salz) dazu geben. Deckel drauf und leicht köcheln lassen, bis der Kürbis und die Erdäpfeln durch sind. Immer mal umrühren, dass nix anbrennt.
Wenn alles gar ist, kommt der Zitronensaft, Zitronenschale und Petersilie dazu und nochmal mit Salz abschmecken.

Eine Grillpfanne mit Olivenöl gut erhitzen und die Roggenbrot-Scheiben auf beiden Seiten kurz und scharf angrillen.



"For the Cherry on Top" den Eintopf mit Petersilie, Chili und Kürbiskernöl garnieren und mit dem crossen Schwarzbrot servieren.

Sonntag, 3. August 2014

Süßkartoffel-Avocado Salat mit Zitronen-Senf Dressing

Sommerzeit ist Salatzeit meine Lieben! Und bei der kursierenden Hitze steht mir der Sinn nach kalten Gerichten, die mich trotzdem satt machen, das Baby muss ja schließlich immer noch wachsen! Da kommt ein reichhaltiger Sommersalat mit Süßkartoffeln und Avocados echt gut. Angerichtet mit einem spritzigen Zitrone-Senf Dressing, Sommer pur!

Die Süßkartoffeln werden im Backrohr weich gegart. Wenn ihr also zum Beispiel meine "Mexikanisch gefüllten Süßkartoffeln" macht, gebt doch einfach ein paar Süßkartoffeln mehr ins Backrohr. Dann lässt sich der Salat am nächsten Tag ratz fatz zubereiten.


Was man für eine große Portion braucht...

1-2 Süßkartoffeln
1 Avocado, in Stücke geschnitten
1 Hand voll Kirschtomaten, halbiert oder in Stücke geschnitten
1 Hand voll Kresse

Die Süßkartoffeln auf ein Backblech legen und für 45 bis 60 Minuten (je nach Größe der Kartoffel) im Backrohr bei 200° backen und anschließend auskühlen lassen. Danach in Stücke schneiden und mit den restlichen Zutaten in einer Schüssel zusammenmischen.

Für das Dressing...

Saft 1/2 Zitrone
3 EL Sonnenblumenöl
2 TL Senf (ich hab Sarepta Senf verwendet)
1/2 TL brauner Zucker (Staubzucker löst sich besser auf)
2 Spritzer Worcestshiresauce (Achtung, da sind oft Anchovis drin! Das Produkt von Sanchon ist vegan, gibts im Bioladen)
2 EL Wasser
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen oder dem Pürierstab zu einem cremigen Dressing vermixen. Geht natürlich auch in einem Standmixer oder Ähnlichem. Das Dressing über den Salat geben und gut durchmischen.


"For the Cherry on Top" mit etwas Kresse garnieren.

Dienstag, 8. Juli 2014

Sizilianische Pasta mit getrockneten Marillen, Mandeln und Minze

Huhuuuu meine Lieben, hach ist es schön mal wieder einen Post vorzubereiten. Im Hause "Cherry on Top" ist Ruhe eingekehrt, der Mutterschutz bekommt mir! Ich bereite das Kinderzimmer vor, gehe baden wenns schön ist, lese Bücher wenns regnet, mache jeden Tag ein Mittagsschläfchen und ich komm endlich wieder dazu mein Gehirnschmalz für neue Rezepte zu verwenden und diese niederzuschreiben.
So geschehen bei einer sizilianischen Pasta mit frischem Bio-Gemüse, Mandeln, Minze, Kapern und getrocknete Marillen. Getrocknete Marillen haben sich zu einem fixen Bestandteil in meiner Küche gemausert, denn sie sind wunderbare Eisenlieferanten und Eisen brauchen ich und mein Baby in der Schwangerschaft besonders viel. Gleichzeitig liefern getrocknete Marillen eine Menge an Vitamin C, das meinem Körper hilft das Eisen besser aufzunehmen. Win win, würde ich mal sagen! Und wenn das alles dann noch gepaart mit Spagetti kommt, was soll ich sagen, every Baby-Mama's Heaven! ♥

Ich hab gleich einen großen Topf gemacht und eine Menge für die erste Zeit nach der Geburt eingefroren. Die Mengenangaben reichen also wohl bestimmt für 8-10 Portionen. 


Was man für einen großen Topf Pastasauce braucht...

1 rote Zwiebel, grob gehackt
6 EL Olivenöl
1 Aubergine, geschält und in Würfel geschnitten
4 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
1 große Zucchini (oder 2 kleinere), in Würfel geschnitten
1 Fenchel, in kleine Stücke geschnitten
3 EL Balsamico
1 Kilo Tomatenpassata (oder geschälte Tomaten) + etwas Wasser
3 EL Kapern
8 getrocknete Marillen, in kleine Stücke geschnitten
3 EL Mandelsplitter
3 TL Oregano
Salz, Pfeffer
4 EL Minze, gehackt

Die Auberginenwürfel in ein Sieb geben, gut salzen und etwa 20 Minuten stehen lassen. Die Zwiebel in dem Olivenöl in einem Topf goldbraun anbraten. Danach das Salz von den Auberginenwürfel abwaschen, etwas trocken tupfen und in den Topf zu den Zwiebeln geben. Unter häufigem rühren ein paar Minuten anbraten, bis sie zusammenfallen und weich werden. Dann den Knoblauch dazu geben, nochmal 2 Minuten rösten und anschließend das restliche Gemüse, also Zucchini und Fenchel, dazu geben und ein paar Minuten mitbraten. Jetzt mit dem Balsamico ablöschen, kurz einreduzieren lassen und anschließend mit der Tomatenpassata und dem Wasser aufgießen. Kapern, Marillen, Mandelsplitter und Oregano kommen auch mit in dem Topf, gut salzen und pfeffern und für ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. 

Während die Sauce köchelt kann man sich um die Pasta kümmern, dann wird alles gleichzeitig fertig. Ein paar Minuten vor dem servieren kommt die Minze zur Sauce, nochmal abschmecken und mit ein paar EL Olivenöl verfeinern, wenn man möchte.

"For the Cherry on Top" mit frischer Minze und Mandelsplitter garnieren.

Donnerstag, 10. April 2014

Spargel-Lasagne mit Parikasauce und Dill

Der Frühling ist im Hause Cherry on Top eindeutig eingkehrt. Am Balkon sprießen schon Schnittlauch, Oregano und meine essbaren Blüten. Alles steht in vollem Saft.
Und während mein Bauch wächst und wächst, hab ich mir ein paar Wochen Auszeit von der Arbeit genommen. Und was mach ich in meiner freien Zeit? Richtig, kochen und essen! Wie zum Beispiel eine Spargel-Lasagne mit einem feinen Paprika-Dill Saucerl, verdammt lecker ist die geworden. Den Spargel hab ich für die Lasagne in kleinere Stücke geschnitten. Man könnte ihn auch ganz lassen und so in die Lasagne schichten, ich hab nur die Erfahrung gemacht, dass man die Lasagne so nicht in schöne Stücke schneiden kann.
Also los gehts mit dem Rezept...



Was man für eine 30x20 cm Auflaufform braucht...

500 g grüner Spargel, in ca. 5mm dicke Stücke geschnitten, die Spitzen ganz lassen
Olivenöl
250 g Lasagneblätter

Den Spargel in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten und danach in einer Schüssel beiseite stellen.

Für die Paprikasauce:
3 EL Olivenöl
3 Frühlingszwiebel, in Scheibchen geschnitten
1 TL brauner Zucker
4 rote Paprika, entkernt und in Stücke geschnitten
1 guter Schuss Weißwein
300 ml Suppe (oder Wasser mit Suppenwürfel)
Salz, Pfeffer
1 EL Dill

Das Öl in einer Pfanne mit erhitzen. Den Zucker und die Frühlingszwiebel darin scharf anbraten. Die Paprikastücke dazu geben, die Hitze etwas reduzieren und ca. 5 Minuten schmoren lassen, immer mal wieder umrühren. Mit dem Weißwein ablösche, kurz einreduzieren lassen und dann mit der Suppe aufgießen. Ca. 1. Minuten köcheln lassen, bis die Paprika schön weich ist, danach mit der Pürierstab durchpürieren, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und Dill würzen und beiseite stellen.

Für die Bechamelsauce:
50 g Margarine (Alsan)
4 EL Mehl
400 ml Sojamilch
100 ml Wasser
2 TL Hefeflocken
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Margarine in einer Pfanne schmelzen/erhitzen, das Mehl dazu geben und unter ständigem rühren eindicken lassen. Wenn die Masse beginnt Blasen zu werfen und etwas Farbe nimmt, kann man mit der Sojamilch und dem Wasser ablöschen. Die Hefeflocken dazu geben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Wenn die Bechamelsauce zu dick ist, kann man noch mit etwas Sojamilch oder Wasser strecken. Ist sie zu dünn, einfach noch einen TL Mehl dazu geben.

Für den Mandel-Guss:
150 ml Wasser
3 EL Mandelmus
2 TL Hefeflocken
Salz, Pfeffer

Das Wasser  in einem kleinen Topf erhitzen (muss nicht kochen), Mandelmus und Hefeflocken dazu geben und mit dem Schneebesen verquirlen. Würzen und etwas einreduzieren lassen, bis die Sauce andickt.

Das Backrohrauf 200 Grad vorheizen und dann wird alles in die Auflaufform geschichtet:
Zuerst kommt etwas von der Paprikasauce auf den Boden. Darauf eine Schicht Lasagngeblätter. Darauf kommt Bechamel-Sauce, dann Spargel, dann Paprikasauce und darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneblätter. Das wird so lange fortgesetzt, bis die Auflaufform voll ist. Abschließen tut man mit einer Schicht Lasagneblätter, auf die der Mandel-Guss verteilt wird.
Für ca. 35 Minuten im Backrohr bei 200 Grad backen. Vor dem anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.

"For the Cherry on Top" mit einem frischen, grünen Salat servieren. Als Dessert passt super das Ribisel-Sorbet von Spar Premium, super fruchtig ist das.

Montag, 24. März 2014

Rohgenuss - Michaela Russmann zeigt uns, wie man die Küche so richtig schön kalt lässt...

Meine liebe Freundin Michala Russmann - Rohkostgöttin und Mittags vor dem Hunger Retterin - hat wieder zugeschlagen: Nach ihrem von Buch "...aber  vegan" ist nun ihre neue Rohkost-Offenbarung "Rohgenuss - Wenn die Küche kalt bleibt" erschienen!


Das Kochbuch funktioniert nach Michi's altbeliebten Rezept: Man braucht ein Messer, ein Schneidbrett und Zutaten, die man in jedem Supermarkt bekommt. Einfacher gehts nicht. Und wer schon mal Michis Rohkostbrunch, einen ihrer Workshops oder ihren Mittagstisch in der Biowerkstatt besucht hat, weiss, dass einfach auch gut sein kann. 

Bei der Entstehung des Kochbuches war ich ja quasi Zeitzeugin, hüstel. Wenn ich zu Mittag meinen schwangeren Wanst wieder mal in der Biowerkstatt voll geschlagen hab, sah man die Michi in letzter Zeit immer mit irgendwelchen Zutaten oder einfach total hübsch aussehenden Gerichten (die man nicht probieren durfte) ins hintere Kämmerlein verschwinden. Denn wenn man mitten im Mittagsgeschäft nicht noch schnell ein paar Rezepte fürs neue Buch ablichten könnte, wär das Leben ja fad oder? Für die Michi scheint es jedenfalls so zu sein. :)

In dem Buch findest du zum Beispiel Rezepte für Salat-Knoblauchcremesüppchen, Lasagne nach grüner Art und wunderbare Schokowürfelchen, in die ich am liebsten gleich reinbeißen möchte.




Wenn du aus Wien bist und ein paar von Michis Kreationen kosten möchtest, dann komm doch am Donnerstag zur Buchpräsentation in die Biowerkstatt. Mich findet man bei diesem Event jedenfalls in der Nähe der besagten Schokowürfel, die ich mit ein wenig Ellbogentechnik zu verdeidigen werd wissen, hihi.

Die Fotos und den Film zu dem Buch wuden von Michis Göttergatten Jochen Russmann geschossen, eine tatkräftige Familie sind die Russmanns, das sag ich euch. Das Studio, in dem die Aufnahmen gemacht wurden, kann man bei der Buchpräsentation übrigens auch besichtigen.

Dienstag, 11. März 2014

Mexikanisch gefüllte Ofen-Süßkartoffel mit Ananas und Guacamole

Meine Lieben, ich entschuldige mich für meine lange Abwesenheit, aber - zu meiner Verteidigung - es gibt eine wirklich gute Entschuldigung: Ich habe - um bei der Sprache der Köche zu bleiben - einen Braten in der Röhre. Die damit einhergehede Übelkeit und plötzliche Abneigung gegen eigentlich zutiefst verehrte Lebensmittel haben es mir in der Kreativwerkstatt echt schwer gemacht. Aber jetzt gehts mit wieder gut und ich werde mich bemühen, euch wieder mit Rezepten zu versorgen, auch wenn mir das wohl nicht mehr so oft gelingen wird wie in der Vegangenheit. Die Ideen sprudeln jedenfalls wieder und das find ich grade sehr schön. 

Aber jetzt zu den Süßkartoffeln, die mir das gestrige Abendmahl so...nun ja...versüßt haben. Ich hab die das erste Mal einfach ins Backrohr geschmissen und mein Gott werden die weich und süß und gut und einfach mmmmhhhhh.....
Gefüllt hab ich die Ofenkartoffeln mit einem mexikanischen Ragout aus Zwiebel, Champignons, Ananas und Bohnen. Guacamole oben drauf. Perfekt!

Die Fotos hat mein Schatz übrigens mit meinem neuen tollen Objektiv gemacht, das ich von besagtem zu Weihnachten bekommen habe. Ein 50 mm Fixbrennweite Objektiv ist das.


Was man für 2 große Portionen braucht...

4 Süßkartoffeln (oder 2 große), gut waschen
3 EL Olivenöl
1 rote Zwiebel, grob gehackt
250 g braune Champignons, in Stücke geschnitten
1 EL Tomatenmark
ca. 3cm dickes Stück einer Ananas, geschält und in Stücke geschnitten (oder 1/2 Dose, abgetropft)
1 Dose Kidneybohnen, abgespült und gut abgetropft
1 TL Chili con Carne-Gewürz (ich find das von Schuhbeck voll gut)
1/2 TL Pimenton de la vera (geräuchertes Paprikapulver, mild)
75 ml Wasser
Salz
3 EL Petersilie, gehackt (+ etwas zum garnieren)
Saft 1/2 Zitrone
etwas Olivenöl zum beträufeln

1 reife Avocado
Saft 1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer

Die Süßkartoffeln auf ein Backblech legen und für 45 bis 60 Minuten (je nach Größe der Kartoffel) im Backrohr bei 200° backen.
In der Zwischenzeit hat man genug Zeit um die Guacamole und die Füllung zu machen:
Für die Guacamole die Avocado mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer zermantschen und abgedeckt kalt stellen.
Für die Füllung eine Pfanne mit dem Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin kräftig, mittelbraun anbraten. Die Champignons dazu geben und mitbraten, bis sie Wasser lassen. Jetzt kommt das Tomatenmark dazu, kurz mitrösten und anschließend die Ananasstückchen, Bohnen, Gewürze, Salz und Wasser dazu geben. Für mindestens 15 Minuten köcheln lassen (Temperatur reduziert) und immer mal umrühren. Zum Schluss mit der Petersilie und dem Zitronensaft abrunden.


Wenn die Süßkartoffeln durch sind, kann man sie aus dem Backrohr auf einen Teller legen (Achtung: superheiß), in der Mitte auseinander schneiden, aber nicht ganz durch. Dann kommen ein paar großzügige EL von der Füllung in die Mitte und darauf ein Klecks von der Guacamole. 


"For the Cherry on Top" mit Petersilie garnieren und Olivenöl beträufeln.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Erbsenquiche mit Balsamico-Champignons und getrockneten Marillen

Meine Quicheform hat sich letztens bei mir beschwert, dass ich sie so lange schon in der Ecke hab liegen lassen. Da hat sie mir schon ein bissl leid getan und ich hab sie prompt mit einer superleckeren Erbsenmasse mit Muskat, Petersilie und Limette gefüllt. Darauf hab ich in Balsamico karamellisierte Schwammerl und getrocknete Marillen gegeben. Einfach fantastisch!
Und ich gebs zu, ich hab diesmal einen fertigen Mürbteig genommen, einfach keine Zeit gehabt den selber zu machen. Zudem grinst einen das Vegan-Zeichen auf vielen Tante Fanny - Teigen seit kurzem an, das muss doch mit einem Einkauf belohnt werden. Und der Teig ist auch echt lecker.


Was man dafür braucht...
...für eine etwas kleinere Auflaufform (3-4 Portionen)

500 g Erbsen, TK
1 Zwiebel, gehackt
1 EL Margarine
1 EL Olivenöl
1 Prise brauner Zucker
100 ml Suppe (oder Wasser mit veganem Suppengewürz)
100 ml Sojamilch
2 EL geriebene Mandeln
2 TL Kapern
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
2 EL Petersilie
Saft 1/2 Limette

200 g Champignons, in Scheiben geschnitten
3 EL Olivenöl
5 getrochnete Marillen (Aprikosen), in sehr kleine Stücke geschnitten
2 EL Balsamico
2 EL Wasser
Salz, Pfeffer
1 TL vegane Worcestershiresauce

1 Packung veganer Mürbteig (zb. von Tante Fanny) oder selbstgemacht (hier mein Rezept).

Die Erbsen 2,3 Minuten in einem Topf kochen und abgießen. Topf wieder auf die Herdplatte und Zwiebel, Margarine, Öl, und Zucker goldbraun anrösten. Nun kommen die Erbsen dazu (2,3 EL zurück behalten), sowie die Suppe, Sojamilch, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und die geriebene Mandeln. Gut umrühren und ein paar Minuten köcheln lassen. Nun mit dem Pürierstab alles zu einer relativ homogenen Masse pürieren. Kapern und die zurückbehaltenen Erbsen unterrühren und mit dem Limettensaft abschmecken. Eventuell nochmal nachsalzen.

Das Backrohr auf 175° Umluft vorheizen.

Nun zu den Champignons:
Eine Pfanne auf den Herd stellen und das Öl erhitzen. Die Champignons darin scharf von allen Seiten anbraten. Die getrockneten Marillen dazu geben, kurz mitrösten und dann mit Balsamico und Wasser ablöschen, einreduzieren lassen. Salz, Pfeffer und Worcestershiresauce dazu geben.

Eine Auflaufform mit Olivenöl ausfetten und den Mürbteig schön in die Form legen, Ränder abschneiden. Jetzt kommt die Erbsenmasse in die Auflaufform und darüber werden die Champignons verteilt. Großzügig Olivenöl darüber träufeln und dann für ca. 25 Minuten im Ofen backen.


"For the Cherry on Top" mit Vogerlsalat und Zwetschkenchutney servieren.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Schnell eingelegte Gurken (oder anderes Gemüse)

Du suchst noch ein nettes Geschenk für die Schwiegermutter oder ein Mitbringsel zur Silvesterparty bei Freunden? Leg doch selber Gemüse ein, das geht super schnell, schmeckt fantastisch und kommt total gut an! Zugegeben sind Gurken momentan nicht gerade in Saison, das Rezept hab ich auch schon im Herbst zubereitet. Man kann genau so aber auch viele andere Gemüsesorten einlegen. Zum Beispiel Kürbis oder Kraut, die man aber vorher bissfest blanchieren muss. Zucchini oder bissfest vorgekochte Karotten und Pastinaken schmecken so eingelegt bestimmt auch wunderbar!


Was man dafür braucht...

1 großes Einmachglas (oder 2 kleinere)
1 Salatgurke, geschält, entkernt und in kleine Halbkreise geschnitten)
2 Dillzweige

Die Gurken und die Dillzweige in das Einmachglas geben.

Für den Sud...

2 TL Salz
3 EL brauner Zucker
1/2 Zwiebel, grob gehackt
2 TL Senf (Enstragon)
1 TL weiße Pfefferkörner
1/2 TL Pimentkörner
6 El Spargelessig (oder Apfelessig)
2 Lorbeerblätter
200 ml Wasser
2 EL Dill, gehackt


Alle Zutaten in einem Topf zusammenmischen und kurz aufkochen lassen, so dass sich Senf und Zucker im Sud auflösen. Wenn der Senf klumpt, kann man mit einem Schneebesen nachhelfen. Jetzt den heißen Sud über die Gurken gießen und das Glas verschließen.
Da das Gemüse duch diesen Vorgang nicht 100% konserviert wird, halten die Gurken jedenfalls 10 Tage im Kühlschrank. Solange wird man sie aber eh nicht haben, weil sie einfach zu gut schmecken!

"For the Cherry on Top" den Deckel des Einmachglases mit einem netten Stück Stoff bespannen.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Farfalle mit Radicchio und Walnüssen

Radicchio ist ein toller Wintersalat, aber daraus kann man nach italienischer Tradition nicht nur Salat machen, sondern auch sensationelle Pasta-Gerichte. Der fein-bittere Radiccio passt wunderbar zu Walnüssen und den süßlichen Schalotten, einfach herrlich. Zu einem Creme-Saucerl gebunden mit Mandelmus, schmackofatz!



Was man für zwei große Portionen braucht...

200 g Farfalle (oder andere vegane Pasta)
2 Schalotten, fein gehackt
2 TL brauner Zucker
3 EL Olivenöl
250 g Radicchio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200 ml Wasser
1 TL Kapern
1 Hand Walnüsse, grob gehackt
2 EL Balsamico
Salz, Pfeffer
1 EL Mandelmus
2 EL Petersilie
 
Das Nudelwasser aufsetzen, zum kochen bringen, salzen und die Farfalle darin al dente garen.
 
In der Zwischenzeit die Schalotten und den Zucker mit dem Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und goldbraun karamellisieren lassen. Die Radiccio-Stücke dazu geben, scharf anbraten, bis der Salat in sich zusammenfällt. Dann mit 200 ml Wasser aufgießen, ich hab das vom Nudelwasser abgeschöpft, das enthält etwas Särke und bindet die Sauce. Es kommen auch die Kapern, die Walnüsse, Salz, Pfeffer und Balsamico dazu. Ein paar Minuten einreduzieren lassen und dann mit dem Mandelmus abbinden. Das Mandelmus bindet die Sauce, wenn man die sie kurz aufköcheln lässt.
 
Die Nudeln abseihen und gleich in die Pfanne zur Sauce geben. Die frische Petersilie dazu geben, alles gut vermischen und sofort servieren.
 
"For the Cherry on Top" mit ein, zwei kleinen Radicchio-Blättern (von innen) und einer Walnuss garnieren.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Burgenländische Krautsuppe

Kohl und Kraut, Kohl und Kraut. Das ist es was der Winter hergibt. Aber meine Lieben, nicht nur Krautfleckerl kann man mit einem Kopf Weißkraut machen. Eine richtig deftige Krautsuppe mit Paprikavurst, Lorbeer und Kümmel entflammt alle unterkühlten Winterherzen! Und die Suppe ist noch dazu ganz einfach und schnell zu machen!


Was man dafür braucht...

1 EL Zwiebelschmalz (ich nehme das Wiener Kathrinchen von Hiel)
2 EL Sonnenblumenöl
3 TL brauner Zucker
3 kleine Zwiebel, halbiert und in Ringe geschnitten
100 g Paprikavurst (wie Chorizo von Wheaty), in kleine Stücke geschnitten
1 TL Tomatenmark
3 TL Paprikapulver, edelsüß
1,5 Liter Suppe
2 EL Apfelessig
1 kleiner Krautkopf, in Streifen geschnitten
2 Lorbeerblätter
1 TL Kümmel
Salz, Pfeffer
2 EL Petersilie, gehackt
 
Das Zwiebelschmalz, Sonnenblumenöl, Zucker und Zwiebel in einem Topf erhitzen und braun anrösten. Die Röstaromen brauchen wir, dass die Suppe dann auch nach was schmeckt. :) Dann kommt die Paprikavurst dazu, ein paar Minuten mitrösten. Anschließend das Tomatenmark und Paprikapulver dazu geben, 2 Minuten unter ständigem rühren mitrösten und dann mit der Suppe aufgießen. Apfelessig und Kraut dazu, sowie Lorbeer, Kümmel, Salz und Pfeffer. Alles nun mindestens eine halbe Stunde köcheln, bis das Kraut gar ist. Immer mal umrühren. Zum Schluss kommt die Petersilie dazu, nochmal gut umrühren und heiß servieren
 
 
"For the Cherry on Top" gibts einen Tip: Aufgewärmt am nächsten Tag schmeckts noch besser!

Dienstag, 3. Dezember 2013

Winterlicher Kohlsalat mit im Ofen geschmorten Topinambur und Preiselbeer-Knoblauch Dressing

Mein Gemüsekisterl ist derzeit jede Woche voll mit Kohl- und Krautgemüse. Ich muss jetzt schon erfinderisch werden, um das alles zu verwerten, aber gottseidank fällt mir das ja nicht schwer: Es gibt einen wunderbar weihnachtlichen Kohlsalat mit ofengeschmorten Topinambur, Karotten und einem Dressing aus Preiselbeeren (vom heimischen Wald) und geschmorten Knoblauch. Dieser Salat würde auch eine wunderbare Vorspeise für ein Weihnachtsessen hergeben.


Was man dafür braucht...

1 Kopf Kohl (Wirsing), in Streifen geschnitten
400 g Topinambur, geschält und in mundegerechte Stücke geschnitten
2 Karotten, in Mundegerechte Stücke geschnitten
1 Zwiebel, geschält und in Mundgerechte Stücke geschnitten
1 Knoblauchknolle, unten aufgeschnitten
3 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
Salz
1 Apfel, in kleine Stücke geschnitten
3 EL Petersilie, gehackt
4 EL geröstete Pinienkerne


Das Backrohr auf 200° vorheizen. In eine Auflaufform kommen der Topinambur, Karotten und die Zwiebel. Olivenöl und Apfelessig sowie Salz dazu geben und gut umrühren. Die Knoblauchknolle dazu in die Auflaufformstellen und nun alles für 30- 40 Minuten (je nach dem wie groß die Stücke sind) im Backrohr backen. Das Gemüse sollte schön geröstet aussehen. Zwischendurch immer mal umrühren.
 
In der Zwischenzeit einen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zu kochen bringen. Die Kohlstreifen darin für ca. 3 Minuten blanchieren. Danach abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.
 
Wenn das Gemüse schön angebräunt ist, kommt es aus dem Ofen. Den Knoblauch drückt man aus der Knolle (er ist jetzt schön weich und süßlich pikant) und er kommt in ein Schüsserl für das Dressing.
Das andere Gemüse kommt gemeinsam mit dem Kohl, den Apfelstückchen, der Petersilie und den Pinienkernen in eine Salatschüssel. Alles gut durchmischen.

Für das Dressing...

geschmorter Knoblauch
5 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
1 EL Preiselbeermarmelade
2 EL Suppe (oder Wasser)
Salz, Pfeffer
 
Wir haben schon das Schüsserl mit dem geschmorten Knoblauch. Dazu kommen die restlichen Zutaten und werden mit einem Pürierstab zu einem feinen Dressing püriert.

"For the Cherry on Top" mit einem Stück Brot und Vüsterl servieren. So hab ichs zumindest gemacht. :)

Freitag, 29. November 2013

Im Ofen geschmorte Süßkartoffeln und Pakchoi mit Dukkah

Meine Lieben, kennt ihr Dukkah? Wenn nicht, müsst ihr euch das unbedingt zulegen! Dukkah ist eine afrikanisch-orientalische Gewürzmischung mit Nüssen. Da sind Cashews und Haselnüsse drin, Erdnüsse, Mandeln, Sesam, Kreuzkümmel, Koriander, Paprika, Pfeffer und Salz. Wenn man das mit Macadamiaöl und Limettensaft vermischt: Wha Wha Whoom!! Passt auch zu winderlichen Gemüsesorten wie Pac Choi und Süßkartoffeln.


Was man für eine Portion braucht...

1 Süßkartoffel, in Stücke geschnitten
2-4 Pakchoi, der Länge nach halbiert
3 EL Olivenöl
Salz
1 EL Dukkah
2 EL Maccadmianuss-Öl
1 EL Limetten- oder Zitronensaft

Das Backrohr auf 250 Grad vorheizen. Die Süßkartoffelstücke in einem EL Olivenöl wälzen, salzen, auf ein Backblech legen und ins Backrohr schieben. Den Pakchoi waschen, abtrocknen, in den restlichen 2 EL Olivenöl wälzen, ebenfalls salzen und zu den Süßkartoffeln auf das Backblech legen (wenn die Süßkartoffeln schon ca. 20 Minuten im Rohr sind). Die Temperatur auf 180° reduzieren Nochmals weitere 10 Minuten schmoren.
In der Zwischenzeit das Maccadamiaöl mit dem Dukkah und Limettensaft vermischen.
Das Gemüse aus dem Rohr holen, auf einem Teller schön anrichten und das Dukkah-Öl darüber verteilen. 

"For the Cherry on Top" mit frischem Basilikum garnieren.

Dienstag, 26. November 2013

Russisches Menü Pt. IV - Bratäpfel mit Schokoladenkern und Keks-Häubchen

Was ist besser als ein Bratapfel? Antwort: Ein Bratapfel mit Schokoladenfüllung und Keks-Haube. Ja, Keks-Haube, ihr habt richtig gehört! Der schmeckt sohooo gut und ist der perfekte Abschluss meines russischen Dinners. Und dass es quasi auch fast nicht mehr weihnachtlicher geht als mit diesem Bratapfel brauch ich euch auch nicht erzählen. Unbedingt nachmachen, total einfach geht das...


Was man dafür braucht...

4 Äpfel
8 Stücke dunkle, vegane Schokolade
2 TL Margarine

3 EL gemahlene Mandeln
2 El gehackte Pistazien
2 EL brauner Zucker
1 Schuss Calvados
2 El Apfelmus
1 Spritzer Zitronensaft
1/2 TL Zimt
 
Die gemahlenen Mandeln und die gehackten Pistazien in einer Pfanne anrösten, bis die Mandeln etwas Farbe nehmen. Achtung, immer wieder umrühren, dass nix anbrennt. Dann kommt der Zucker dazu und umrühren, bis der Zucker karamellisiert. Mit Calvados ablöschen (aufpassen, dass der Karamell nicht spritzt, der ist extrem heiß und brennt sich in die Haut) und dann Apfelmus, Zitronensaft und Zimt dazu geben. Gut umrühren und von der Herdplatte nehmen.
 
Das Backrohr auf 170° vorheizen.
 
Die Äpfel mit der Spitze eines Sparschälers von ihrem Kerngehäuse befreien. In jedes Loch kommen 2 Stücke Schokolade. Darauf kommen etwa 2 EL von der Nuss-Masse, das Loch soll schön gefüllt und mit einem Häubchen abgedeckt werden. Die gefüllten Äpfel auf in eine Auflaufform geben.
 
Nun die Äpfel für 25 Minuten im Backrohr backen. Danach auf keine Dessertteller platzieren, mit Staubzucker bestreuen und heiß servieren.


"For the Cherry on Top" mit einer Kugel Maple-Pecan Eiscreme von Veganista servieren.

Donnerstag, 21. November 2013

My Big Fat Vegan Wedding - Outfit und Beauty

Meine Lieben, noch ist nicht Schluss mit meinem Hochzeitsspecial, ich hab noch einiges zu erzählen. Eine vegane Braut braucht schließlich ein veganes Brautkleid und bei Make-up und Haaren will man ohne Zweifel, dass nur Produkte verwendet werden, für die keinem Tier ein Haar gekrümmt wurde. Da ist Miss Cherry on Top sehr streng! Und der Bräutigam, jaja der braucht auch schöne Schuhe ohne Leder und einen Anzug ohne Seide und Wolle, weiß der aufgeklärte Mensch doch heutzutage, dass das ein Dirty Business ist mit den Kühen, Schäfchen und Raupen. Aber bevor ich euch weiter erläutere was wir alles nicht wollen, zeig ich euch doch mal was wir wollen! Veganes Hochzeitsoutfit? Kein Problem...

Fotos by Thomas Steibl

♥ Die Braut 

♥ Starten wir mal gleich mit dem Wichtigsten: Das Brautkleid!

Ich bin begeistert von der Mode aus den 1910er Jahren und wer schon mal Dowton Abbey gesehen hat, weiß wovon ich spreche. Wie Lady Mary wollt ich aussehen, ein Kleid, das man auch auch auf der Titanic getragen hätte. Erfüllt wurde mir dieser Wunsch von Lena Hoschek höchstpersönlich, die begabte Designerin macht nämlich auch made to order - Brautkleider in ihrem hübschen Atelier in Wien.
Alles beginnt mit einem Brainstorming, wie das Kleid auschauen soll, dann rauscht Frau Hoschek bepackt mit Ballen der schönsten Stoffe in den Raum um letztenendes ein Design zu zeichnen, anhand dessen das Kleid geschneidert werden soll. Nach einigen Anproben hat an dem Kleid jeder cm gestimmt, es war und ist mein absolutes Traumkleid.
Zum Material: Das Futter ist aus Baumwollmusselin, das Obermaterial ist bestickter Baumwolltüll, die Schleife an der Taille ist ein Baumwollband original aus 1910, erstanden bei Etsy.





♥ Es geht weiter mit Haare und Make-up: Meinen perfekten Vintage-Look hab ich den zwei Ladies von Miss V zu verdanken. Bine, eine begabte Visagistin und Lela, eine sehr kreative Friseurmeisterin verwenden nur vegane, tierversuchsfreie Produkte und verpassen dem verstaubten Veganer-Image mit denzentem Rouge den letzten Sargnagel. Die zwei Mädels habens echt drauf: Ich hatte dort das volle Programm: Probetermin um Make-up und Frisur auszuprobieren, Wimpernverlängern, Maniküre und allem pipapo. Am Tag der Hochzeit rauschen die zwei mit ihren Köfferchen auf Wunsch auch bei der Braut zu Hause an, ein Service den ich nur zu gern in Anspruch genommen habe. Denn nirgends lässt sich eine Braut lieber behübschen, als mit ihren Brautjunfern und der Brautmutter in den eigenen vier Wänden. Ein Spass war das! 
In den Haaren hatte ich übrigens noch ein kleines Gesteck aus echten Blumen. Unser Florist war Lorenz Pridt, Geschäft in der Josefstadt in Wien.



♥ Eine Braut braucht natürlich auch etwas Bling Bling, und ich wollte unbedingt etwas aus der Zeit, die es mit modisch doch so angetan hat. Für Vintage-Schmuck ist meine erste Adresse der Kunsthandel Pichler in der Marokkanergasse im 3. Wiener Gemeindebezirk. Der Kunsthandel, ein kleines, total liebes Geschäft, wird von der entzückenden Eva Pichler und ihrer Tochter Verena Pichler geführt. Ich weiss nicht, wie ich es beschreiben soll, aber immer wenn ich etwas bestimmtes Suche, geh ich zu den Damen von Pichler und die haben das!! So war es auch, als ich einen Artdeco-Schmuck, passend zu meinem Brautkleid gesucht habe. Da hatte Frau Pichler doch gleich etwas ganz tolles für mich. Schnell noch aufpoliert mit der Zahnbürste und der hübsche Silberschmuck erstrahlte in neuem Glanz! Ich leg euch den Kunsthandel Pichler wärmstens ans Herz. Den Damen muss man unbedingt einen Besuch abstatten, zu plaudern gibt es mit Eva und Verena Pichler jedenfalls immer genug... 



♥ Meine Brautschuhe hab ich auf Zalando bestellt. Von der Marke "Anna Field" gibt es dort oft schöne Pumps aus Kunstleder. Ich liebe meine bordeauxroten Pumps mit Schleifchen, sie haben perfekt zu meinem Kleid gepasst.



♥ Der Bräutigam 

♥ So wie mein Brautkleid, war auch der Anzug meines Mannes maßgeschneidert. Die Schneiderei Rotknopf macht stylishe Massanzüge zum erschwinglichen Preis. Man bekommt dort auch wunderschöne Baumwollstoffe zum Aussuchen, da wird der tierleidfreie Gentleman von heute definitiv fündig. Mein Mann hat sich dort einen dreiteiligen Anzug und das passende Hemd dazu schneidern lassen. Drei bis vier Sitzungen muss man einkalkulieren, bis der Traumanzug fertig ist. Die Krawatte ist aus Polyester und wurde kurzerhand auf Amazon bestellt. Den passenden braunen Gürtel aus Kunstleder haben wir bei Muso Koroni kekauft.


♥ Die Schuhe hat sich mein Schatz bei Noah - Italian Vegan Shoes gekauft. Die toffeebraunen Kunstleder-Anzugschuhe sind wunderschön verarbeitet. Da hat der Bräutigam das ein oder andere Kompliment abgestaubt, für dieses tolle Schuhwerk.


♥ Last but not least, braucht auch ein Bräutigam ein klein wenig Bling. Mein Schatz hat sich für Vintage-Manschettenknöpfe aus Tigerauge und Silber entschieden. Erstanden hat er die bei Vintage Cufflinks, ein Online-Versand für gebrauchte Manschettenknöpfe, mit Sitz in Berlin.


Also, was soll ich euch zum Abschluss sagen, vegan Heiraten ist nicht schwierig, auch ein passendes, tierleidfreies Outfit zu finden ist keine Hexerei.

And "For the Cherry on Top" gabs eine glückliche, zufriedene Braut und einen entspannten, gut gekleideten Bräutigam. 

Dienstag, 19. November 2013

Russisches Menü Pt. III - Steinpilz-Wareniki auf Borschtsch-Gemüse

Juhuuu, Teil III meines Russischen Menüs ist eine wunderbare Hauptspeise, featuring die Steinpilze, die mein Papa im Herbst vom Berg mitgebracht hat und für mich eingefroren hat. Die schmecken aufgetaut auch noch wunderbar! Ich hab die gemeinsam mit Walnüssen und anderem pipapo zu einer Füllung für Wareniki (russische Teigtäschchen) verarbeitet, schmeckt sensationell. Super herbstlich, russisch dazu, mein Borschtsch-Gemüse. Sabber...


Was man für die Steinpilz-Wareniki braucht...

Für die Steinpilz-Füllung:

1 Zwiebel
3 EL Sonnenblumenöl
200 g Steinpilze
1 Prise brauner Zucker
1 guter Schuss Apfelessig
Salz, Pfeffer
6-8 Walnusskerne (Walnusshälften)

Den Zwiebel und Zucker in dem Öl in einer Pfanne goldbraun anrösten. Die Steinpilze dazu geben und ein paar Minute Mitrosen, bis sie durch sind. Ich hab teifgefrorene Steinpilze genommen, die mein Papa im Herbst gefunden und eingefroren hat. Das funktioniert genauso, die brauchen hald ein bissi länger, bis sie durch sind.
Dann mit dem Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Jetzt den Inhalt der Pfanne gemeinsam mit Salz, Pfeffer und Walnusskerne in einer Küchenmaschine zu einer feinen Farce pürieren, in einem leistungsstarken Standmixer müsste das auch gehen. Die Farce kann man auch gut einen Tag vorher machen, ist sogar gut, wenn die einige Stunden anzieht.


Für den Teig:

300 g Weizenmehl (universal) + ein bissl Mehl extra
1/2 TL Salz
75 ml Sonnenblumenöl
150 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel verquirlen, bis der Teig halbwegs zusammenhält. Dann mit den Händen in der Schüssel noch weiterkneten, bis das ganze Mehl gebunden ist. Sollte der Teig recht trocken sein, kann man noch etwas Wasser dazu geben, sollte er recht kleben, einfach noch ein bissi Mehl dazu geben. Jetzt auf eine saubere Arbeitsfläche geben und den Teig mindestens 5 Minuten mit den Händen gut durchkneten, bis der Teig schön homogen und elastisch ist.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen.
Jetzt ein Stück vom Teig herunterschneiden und mit dem Nudelholz dünn ausrollen (ca. 1-2 mm). Nun mit einem Dessertring oder mit einem Glas (ca. 10 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Die Kreise werden nun mit einem TL von der Süßkartoffel-Masse gefüllt: Den Teigkreis in die Hand legen, die Süßkartoffel-Masse in die Mitte geben. Den Teig einschlagen und am Rand mit den Finger fest zusammendrücken und verschließen. Die Wareniki werden in Salzwasser gegart und zwar sind sie dann fertig, wenn sie beginnen aufzusteigen und an der Wasseroberfläche schwimmen. Wichtig ist, dass man immer nur ein paar Wareniki in das Wasser gibt, sie sollten genug Platz haben und nicht zusammenkleben. Am besten ist es also wenn man ein paar füllt, die ins Wasser gibt und einstweilen die nächste Runde füllt.

Für die Füllung:

1 Zwiebel
3 EL Sonnenblumenöl
200 g Steinpilze
1 Prise brauner Zucker
1 guter Schuss Apfelessig
Salz, Pfeffer
6-8 Walnusskerne (Walnusshälften)

Den Zwiebel und Zucker in dem Öl in einer Pfanne goldbraun anrösten. Die Steinpilze dazu geben und ein paar Minute Mitrosen, bis sie durch sind. Ich hab teifgefrorene Steinpilze genommen, die mein Papa im Herbst gefunden und eingefroren hat. Das funktioniert genauso, die brauchen hald ein bissi länger, bis sie durch sind.
Dann mit dem Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Jetzt den Inhalt der Pfanne gemeinsam mit Salz, Pfeffer und Walnusskerne in einer Küchenmaschine zu einer feinen Farce pürieren, in einem leistungsstarken Standmixer müsste das auch gehen. Die Farce kann man auch gut einen Tag vorher machen, ist sogar gut, wenn die einige Stunden anzieht.


Was man für das Borschtsch-Gemüse braucht...

1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 EL Margarine (Alsan)
2 TL brauner Zucker
2 rote Rüben, geschält und in Stücke geschnitten
4 Karotten, in Stücke geschnitten
120 g Knollensellerie, geschält und in Stücke geschnitten
15 cm Stück Lauch, in Ringe geschnitten
1 EL Tomatenmark
3 EL Apfelessig
1 Knoblauchzehe
400 ml Gemüsesuppe
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
2 TL Mandelmus
2 EL Petersilie, gehackt

Die Zwiebel gemeinsam mit dem Zucker und der Margarine in einer tiefen Pfanne oder einem Topf goldbraun anrösten. Dann kommen die roten Rüben, Karotten und Sellerie dazu. Ca. 5 Minuten unter ständigem rühren mitrösten und anschließend das Tomatenmark und den Lauch dazu geben. Weitere 3 Minuten anrösten, ständig rühren und dann mit dem Apfelessig ablöschen. Kurz einreduzieren lassen, dann Wasser, Knoblauch, Lorbeer, Salz und Pfeffer dazu geben. Ca. 20 Miunuten köcheln lassen, bis das Gemüse al dente gegart ist. Zum Schluss nochmal abschmecken und das Mandelmuss einrühren. Einmal aufkochen lassen, bis sich das Mandelmus vollständig aufgelöst hat und die Sauce etwas eingedickt ist. Zum Schluss die frische Petersilie dazu geben.
Das Gemüse in einem tiefen Teller gemeinsam mit den Wareniki schön anrichten.

"For the Cherry on Top" mit einem Petersilienblatt garnieren.

Donnerstag, 14. November 2013

Russisches Menü Pt. II - Krimsekt-Süppchen

Weiter geht mit dem zweiten Teil meines Russischen Menüs und zwar mit einem würzig, süß, säuerlichen Krimsekt-Süppchen. Eigentlich kann man für die Suppe sicher jeden Sekt nehmen, aber für ein Russisches Menü klingt doch Krimsekt-Süppchen herrlich oder?
Dazu serviert hab ich Baranki, das sind kleine Kringel aus Hefeteig (schauen aus wie klitzekleine Bagel), die ich im Russischen Spezialitätenladen meines Vertrauens erstanden habe. Siehe da, die Dinger sind sogar vegan. Unser Dinner-Gast hat die Hefekringel postwendend als Einlage in die Suppe gegeben, das hab ich ihr doch gleich nachgemacht. Schmeckt super!


Was man für 4 Teller braucht...

2 Zwiebel, grob gehackt
1 EL Margarine (Alsan)
2 TL brauner Zucker
1 guter TL Mehl
200 ml Krimsekt
800 ml Suppe
2 Lorbeerblätter
1 TL Majoran, getrocknet
Salz, Pfeffer
1 EL Sauerrahm (zB. von Soyananda)

Die Zwiebel, Margarine und Zucker in einem Topf goldbraun anrösten. Das Mehl dazu geben, unter ständigem rühren kurz mitrösten und dann mit dem Sekt ablöschen. Kurz einreduzieren lassen und dann mit der Suppe aufgießen. Lorbeer, Majoran, Salz und Pfeffer dazu geben und für etwa eine halbe Stunde köcheln lassen. Dann den Lorbeer raus geben und die Suppe mit einem Pürierstab gut durchpürieren. Den Sauerrahm mit einem Löffel unterrühren.
 
"For the Cherry on Top" mit einem Zweig Dill garnieren.