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Montag, 4. November 2013

Liptauer

Liptauer hab ich als Kind schon gern gegessen, solcher Aufstrichbrote bekommt man in Salzburg auf jeder Alm und in Wien bei jedem Heurigen. Und so einfach (und dem Original zum verwechseln ähnlich) geht meine vegane Variante vom Liptauer-Aufstrich auf Cashewbasis. Mein Schatz meinte, es sei der beste Liptauer, denn er je gegessen hat. ♥ Die Milch(-produkte) überlassen wir also getrost den Kälbchen, wo sie auch hingehören!
 

Was man dafür braucht...

160 g Cashews ( + 50-70 ml Wasser)
Saft 1 Zitrone
1,5 EL Paprikapulver edelsüß
1 Messersp. scharfes, geräuchertes Paprikapulver
1 TL Tomatenmark
1,5 TL Senf
1/2 TL Kümmel
Salz, Pfeffer

1/2 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 kleiner Paprika
1 Essiggurkerl
1 TL Kapern

Die Cashews in ausreichend Wasser über Nacht (oder mindestens 4 Stunden) einweichen. Danach abseihen und das Wasser auffangen. Die Cashews mit 50 ml des aufgefangenen Wassers, Zitronensaft, Paprikapulver Tomatenmark, Senf, Salz, Pfeffer und Kümmel in einer Küchenmaschine oder einem Blender fein pürieren, bis eine frischkäsige Konsistenz entsteht. Eventuell muss man noch ein wenig von dem Wasser dazu geben.
 
Die Zwiebel, Knoblauch, Paprika, Essiggurkerl und Kapern ganz fein hacken oder einfach in der Küchenmaschine fein schreddern und anschließend unter die Cashewmasse heben. Nochmal mit Salz und ev. Zitronensaft abschmecken.
 
"For the Cherry on Top" ein Liptauerbrot mit Gurkerl und Silberzwiebeln auf einem Brettl schön anrichten.





Mittwoch, 23. Oktober 2013

Warmer, paprizierter Erdäpfel-Krautsalat


Es gibt eigentlich kaum Tage, an denen ich nicht Lust auf einen gscheiten Erdäpflsalat hätte. Und Erdäpfl sind bei mir immer Grund für Variationen. So hab ich mir mit einem WEißkrautkopf, die es momentan ja in Hülle und Fülle gibt, gemeinsam mit super speckigen Kartoffeln einen deftigen, geräucherten Salat gemacht. Der Salat passt gut zu aller Art von Vürsterl oder auch nur mit einem Stück Brot. Dazu möcht ich den Wiener unter Euch das Walnuss-Sauerteigbrot von Joseph Brot ans Herz legen, meiner Meinung nach das best Brot in ganz Wien.


 Was man dafür braucht...

7-8 Erdäpfel (speckig)
1 kleiner Krautkopf, in kleine Stücke geschnitten
3 Zwiebel, grob gehackt
4 EL Olivenöl
2 TL brauner Zucker
1 Zucchini, geraspelt
2 Knoblauchzehen, gepresst
2 EL Zitronenthymian
4 EL Apfelessig
2 TL mildes, geräuchertes Paprikapulver (Pimenton de la vera)
Salz

Die Erdäpfel bissfest in Salzwasser garen. Danach schälen, in Scheiben schneiden und in eine große Salatschüssel geben.
In einer Pfanne das Öl mit dem Zucker erhitzen. Die Zwiebel darin goldbraun karamellisieren. Anschließend kommt das Kraut dazu. Ein paar Minuten mitrösten und dann die Zucchiniraspeln und den Knoblauch dazu geben. Ein paar Minuten alles gemeinsam anbraten und anschließend mit dem Apfelessig ablöschen. Das Kraut 10 bis 15 Minuten dünsten und anschließend zu den Kartoffeln in die Salatschüssel geben. Nun alles mit Salz, Zitronenthymian und Paprikapulver würzen.

"For the Cherry on Top" mit etwas Paprikapulver und Zitronenthymian bestreuen.

Freitag, 30. August 2013

Steirisches Chili mit Käferbohnen

Es herbstelt meine Lieben, aber wie! In meinem Gemüsekisterl hat der Kürbis schon Eingang gefunden, wie ich ihn vermisst habe! Das Ende der Spargelzeit ist ja wirklich nur damit zu verkraften, dass man nicht mehr lange auf die Kürbiszeit warten muss.
Als erstes Kürbisrezeopt dieser Saison möchte ich euch mit einem Chili (ja schon wieder) begeistern, das aus für die Steiermark typischen Zutaten gemacht ist: Kürbis, Kürbiskern und Käferbohnen. Schmeckt herrlich bodenständig!


Was man für einen riesen Topf braucht...

6 EL Rapsöl
2 EL brauner Zucker
5 Zwiebel, grob gehackt
5 Knoblauchzehen, in Scheibchen geschnitten
4 EL Tomatenmark

2 Zucchini, in Stücke geschnitten
1 mittelgroßer Kürbis, in Stücke geschnitten (ich hatte einen Pattinson)
2 Maiskolben, den Mais abgeschabt (oder 2 Dosen Mais)
3 Paprika, in Stücke geschnitten

5 Dosen Käferbohnen, abgetropft und abgespült
1,4 Liter Tomatenpolpa
700 ml Wasser

1 TL scharfes, geräuchertes Paprikapulver
3 TL mildes, geräuchertes Paprikapulver (zB Pimenton de la vera)
3 TL Chili-Gewürz (ich verwende das von Schuhbeck)
2 EL Kürbiskernmus
Saft 1/2 Zitrone
Salz

Das Rapsöl mit dem Zucker in einem großen Topf erhitzen. Die Zwiebel darin braun anrösten. Dann den Knoblauch und Tomatenmark dazu geben, unter ständigem rühren ca. 3 Minuten alles gemeinsam anrösten.
Jetzt kommen Zucchini, Kürbis, Mais und Paprika dazu. Gut umrühren, ca. 5 Minuten mitrösten. Anschließend kommen die Käferbohnen, Tomatenpolpa und Wasser, Paprikapulver, Chiligewürz und Kürbiskernmus dazu. Alles gut umrühren, salzen und zum köcheln bringen. Mindestens 45 Minuten köcheln. Vor dem servieren mit der Zitrone und Salz abschmecken.

 
 
"For the Cherry on Top" mit veganem Sauerrahm (zB von Soyananda), Kürbiskernen und Kürbiskernöl garnieren.

Freitag, 5. Juli 2013

Paprizierte "Haschee"-Hörnchen mit Rosmarin

Wer kennt sie nicht aus der Kindheit, die leckeren Haschee-Hörnchen! Die wollt ich jetzt mal wieder haben, aber ohne Muh und Oink, das kommt mir nicht in meine Hörnchen rein!
Das Gericht ist bestens geeignet für die kleinen Erdlinge unter uns, Kinder lieben das. Und gestressten Mamas und Papas haben auch was davon, zumal es sehr rasch zuzubereiten ist. Essen Kinder mit, dann würd ich den Tabasco erst zum Schluss auf die Erwachsenenportionen geben.


Was man für 4 Portionen braucht...

300 g Hörnchen
80 g Sojagranulat
250 ml Wasser
2 Zwiebeln, fein gehackt
6 EL Olivenöl
1 TL brauner Zucker
1 Zweig frischer Rosmarin
1,5 EL Tomatenmark
1 geh. TL Paprikapulver edeslüß
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
Tabasco

Das Sojagranulat in eine Schüssel mit dem Wasser geben und quellen lassen. Das Nudelwasser aufsetzten, salzen und die Pasta al dente garen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel in dem Olivenöl und Zucker g'scheit anrösten, das kann ruhig braun werden, anbrennen sollte es hald nicht. Der Rosmarinzweig kommt so wie er ist auch mit in die Pfanne und wird mitgeröstet. Jetzt kommt das Tomatenmark dazu und wird noch ein paar Minuten unter ständigem rühren mitgeröstet.
Das Sojagranulat hat das Wasser jetzt angezogen. Damit es nicht zu feucht ist, wird jetzt das Wasser  mit den Händen aus dem Granulate ein biss rausgedrückt und dann kommt das Granulat zu den Zwiebeln in die Pfanne. Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Tabasco nach Geschmack dazu, gut umrühren und noch ein paar Minuten g'scheit anrösten. Die Hörnchen müssten mittlerweile gar sein, die werden abgegossen und gleich zu dem "Haschee" in die Pfanne gegeben. Schnittlauch dazu, alles gut umrühren und nochmal mit Salz und Tabasco abschmecken.
 
"For the Cherry on Top" in einer großen Schale mit dem Rosmarinzweig oben auf anrichten. Etwas Olivenöl darüber träufeln und in die Mitte des Tisches stellen und jeder schöpft sich rauf! Ein Tomaten- oder Gurkensalat passt auch hervorragend dazu!

Dienstag, 4. Juni 2013

Paprika-"Henderl" mit Semmelknödel

Huch meine Lieben, die letzten Wochen war ich ganz schön eingedeckt mit Arbeit und Hochzeitsplanung. Aber da ich den besten Schatz der Welt hab, komm ich auch zu meinen Erhohlungs-Tagen, an denen ich bekocht und verwöhnt werde. So geschehen letztes Wochenende, als mir der Zukünftige ein Paprika-"Henderl" mit Semmelknödel kredenzt hat. Und ich darf sein Rezept sogar posten. Man sieht, im Hause "Cherry on Top" kann nicht nur die Chefin kochen, sondern auch der Chef!


Was man für 4 Portionen braucht...

12 Sojamedallions (Trockenprodukt)
3/4 Liter Suppe
3+2 EL Rapsöl
2 Zwiebel, fein gehackt
1-2 Zehen Knoblauch, gepresst
3-4 EL Paprikapulver, edelsüß
2 EL Tomatenmark
1/2 Suppe
Salz, Pfeffer
125 ml Sojarahm
2 EL Mehl
1 Messerspitze scharfes, geräuchertes Paprikapulver

Die Sojamedallions 10-15 Minuten in der Suppe kochen, so werden sie weich und weiter verarbeitbar. Die Medallions rausnehmen, etwas ausdrücken und anschließend in einer heißen Pfanne mit 3 EL Rapsöl scharf von beiden Seiten anbraten. Es sollte sich am Boden der Pfanne eine leichte braune Schicht bilden, da sind die Röstaromen drin. Jetzt kommen die Medallions wieder raus auf einen Teller und werden beiseite gestellt.
In der selben Pfanne wird nun mit weiteren 2 EL Rapsöl der Zwiebel goldbraun angeröstet. Den Knoblauch dazu geben, weitere 2-3 Minuten mitrösten und anschließend mit dem edelsüßen Paprikapulver stauben. Den Herd zurückdrehen, dass das Ganze nicht anbrennt, das Paprikapulver unter ständigem rühren kurz mitrösten, dann kommt das Tomatenmark dazu. Wiederum 2-3 Minuten mitrösten, immer umrühren, es brennt leicht an. Jetzt mit 1/2 Liter Suppe aufgießen, aufkochen lassen und die Medallions zu der Sauce zurück in die Pfanne geben. Nun etwa 10 Minuten köcheln lassen. Jetzt in einer kleinen Schüssel die Sojasahne, das Mehl und 3 EL der Sauce glatt abrühren und in der Sauce quirlen. Nochmal mit Salz abschmecken und zum Schluss das scharfe Paprikapulver dazu geben.

Das Rezept für die Semmelknödel findest du hier.

"For the Cherry on Top" mit frischer Petersilie und etwas Paprikapulver garnieren.

Dienstag, 21. Mai 2013

Erdäpfel-Spargel Eintopf mit Vleischbällchen

Der Spargel geht in eine weitere Runde. Mein Schatz hat schon die Salat-Koller, weil ich immer nur Salat mach in letzter Zeit, da hab ich mir gedacht ich überrasche ihn mal mit einem hausmannsköstlichen Spargel-Rezept. Voila!



Was man für zwei große Portionen braucht...

500 g weißer Spargel, geschält und in Stücke geschnitten
5 festkochende Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
1 EL Margarine (Alsan)
1 TL brauner Zucker
100 ml Weißwein
400 ml Suppe
2 EL Petersilie
2 EL Kerbel
1 EL Dill
Salz, Pfeffer, Muskat
150 g Erbsen
4 EL Sojasahne
1 EL Mandelmus
ev. 1-2 TL Mehl

5 EL Nutrisun "Hünchen"

In einem Topf oder einer tiefen Pfanne die Margarine mit dem Zucker erhitzen. Die Kartoffeln und den Spargel darin ein paar Minuten anrösten, anschließend mit dem Weißwein aufgießen. Kurz einreduzieren, dann die Suppe, die Kräuter (1 EL für die Garnierung zurück behalten) und die Gewürze dazu geben. Ca. 15-20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln durch sind. Dann die Erbsen dazu geben, nochmal 2-3 Minuten köcheln. Zum Schluss kommen die Sojasahne und das Mandelmus dazu, gut umrühren. Sollte die Sauce durch das Mandelmus nicht genügend engedickt sein, kann man sie noch mit 1-2 TL Mehl binden (Mehl in die Sauce sieben und gut verquirlen).
 
5 EL von dem Nutrisun Faschiertes mit Wasser nach Packungsanleitung vermischen (ich geb immer ein bissi mehr Wasser dazu, so wird die Masse fluffiger). Ein paar Minuten stehen lassen und dann kleine Bällchen formen. Diese in einer Pfanne mit etwas Öl herausbraten.
Man kann die Vleischbällchen natürlich auch mit anderen Produkten machen (zB mit Sojagranulat).
Den Eintopf mit den Bällchen in einem Suppentellen schön anrichten.
 
"For the Cherry on Top" mit etwas frischen Kräutern garnieren.

Freitag, 29. März 2013

Böhmischer Krauteintopf mit Würsterl

Jetzt wohn ich schon bald sechs Jahre in Wien und die böhmisch-ungarische Küche ist mir wirklich ans Herz gewachsen. Zillionen von Kraut und Rüben-Gerichte, Eintöpfe und Gulaschs mit tollen Paprika-Aromen, Majoran und Kümmel, ich liebe es! Davon inspiriert hab ich mir meinen eigenen böhmischen Krauteintopf ausgedacht. Aber ich könnte mir vorstellen, dass die böhmische Mama das so in der Art vielleicht auch zubereiten würde.


Was man dafür braucht...

5 Kartoffeln
1 Kohlrabi
1 Kopf Spitzkraut oder Weißkraut, in Streifen geschnitten
2 Zwiebeln, gehackt
1 EL Margarine
2 TL brauner Zucker
3 Würsterl (ich hab die Real Jumbos von Viana verwendet), in Scheibchen geschnitten
3 Knoblauchzehen, gepresst
2 EL Apfelessig
700 ml Suppe
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver, scharf
2 TL Paprikapulver, edelsüß
2 Lorbeerblätter
1 TL Kümmel
2 TL Majoran
Salz

Als erstes werden die Kartoffeln und der Kohlrabi geschält und in Stücke geschnitten. In eine Schüssel geben und beiseite stellen. Das Kraut kann man auch schon in Streifen schneiden und auch beiseite stellen (in einem extra Gefäß).
Jetzt werden die Zwiebeln mit dem Zucker und der Margarine in einem Topf gut angeröstet. Die Zwiebel sollten braun sein, aber nicht angebrannt. Dann kommen die Würstchen dazu und werden für ein paar Minuten mitgeröstet. Anschließend kommen die Kartoffeln und der Kohlrabi dazu, für weitere 3 Minuten mitrösten und immer gut umrühren, die Kartoffeln brennen da leicht an. Jetzt kommt das Kraut dazu und wir mitgedünstet, bis es in sich zusammenfällt (dauert bei einem jungen Spitzkraut nur ein paar Minuten).
Jetzt wird das Ganze mit Apfelessig abgelöscht und anschließend mit der Suppe aufgegossen. Alle Gewürze kommen jetzt auch noch in den Topf, gut umrühren, Deckel zu und mindestens eine halbe Stunde köcheln lassen. 
TIP: Bei diesem Gericht gilt wiedermal: Aufgewärmt schmeckts noch besser!

"For the Cherry on Top" in einem Suppenteller anrichten und mit einem Klecks Sojajoghurt oder veganem Sauerrahm servieren.

Montag, 11. Februar 2013

Paradeiskraut mit Braterdäpfl und Vürsterl

Kraut hat in Österreich ja eigentlich immer Saison und da das nicht erst seit kurzem so ist, gibt es auch genügend Rezepte aus der Österreichischen Küche mit Kraut in allen Variationen. Ganz besonders liebe ich ein gut gemachtes Paradeiskraut, ein wahrer Gaumenschmaus aus der Hausmannkost. Hier für euch mein Rezept dafür!


Was man für das Paradeiskraut braucht...

3 Zwiebel, gehackt
1 weißer Krautkopf
3 EL brauner Zucker
3 EL Öl
3 EL Apfelessig
3 Tomaten, in Würfel geschnitten (wer mag, kann vorher die Haut abziehen)
2 TL Tomatenmark
1 TL Kümmel
1 Lorbeerblatt
250 ml Suppe + 100 ml Wasser
Salz, Pfeffer

Den Krautkopf mit einem scharfen Messer oder einer Küchenmaschine in feine Streifen schneiden (davor den Strunk entfernen). Die Zwiebel mit dem Zucker und dem Öl in einer heißen tieferen Pfanne oder einem Topf braun anrösten. Anschließend das Kraut dazu geben und mitdünsten, bis es zusammenfällt (dauert ca. 10-15 Minuten). Nun wird mit dem Apfelessig abgelöscht, es kommen, Tomatenmark, Tomatenwürfel, Kümmel, Lorbeerblatt, Suppe und die Hälfte des Wassers dazu. Gut salzen und pfeffern und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Es sollte immer so viel Flüssigkeit am Boden sein, dass das Kraut nicht anbrennt, darum nach und nach immer mit etwas Wasser aufgießen.
Das Paradeiskraut sollte mindestens eine Stunde zugedeckt köcheln. TIP: Richtig gut ist es, wenn man es am Vortag macht und dann aufwärmt.

Die Bratkartoffeln hab ich nach Jamie Oliver - Manier gemacht...

Pro Person ca. 3-4 festkochende Kartoffeln schälen und anschließend etwas vorkochen, sie sollten nicht durch sein. In der Zwischenzeit das Backrohr auf 250° vorheizen. Wenn die Kartoffeln vorgekocht sind, seiht man sie ab, gibt sie in eine Auflaufform mit etwas Olivenöl und drückt sie mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer leicht an. Sie springen dadurch etwas auf und werden beim backen dann außen schön knusprig und innen weich. Etwas salzen und pfeffern und ca. 30 Minuten im Ofen backen.

Meine bevorzugten Würsterl für dieses Gericht sind die Rostbräterle von Taifun.

"For the Cherry on Top" alles schön anrichten und mit einem Krügerl Bier (zB. Ottakringer) servieren. Ein kräftiger Rotwein passt auch gut dazu!

Dienstag, 22. Januar 2013

Vleischknödel mit Altwiener Sauerkraut

Und wieder muss ich festsellen: ALLES geht auch in vegan! Sogar Vleischknödel! Die waren soooo gut, ich sags euch, unbedingt nachkochen!



Was man für 6 Knödel braucht...

500 g mehlige Erdäpfel
120 g Kartoffelstärke
2 EL Weizengries
Salz, Muskat

2 Zwiebel, fein gehackt
5 EL Olivenöl
1 TL braunen Zucker
120 g Räuchertofu, zerdrückt in Brösel
4 EL Petersilie, gehackt
1 EL Balsamico
Salz, Pfeffer
Schnittlauch

Die Erdäpfel schälen und in Salzwasser garen. Anschließend das Wasser abgießen, die Kartoffeln mit der Kartoffelpresse pressen und mit der Stärke, dem Gries, Salz und Muskat zu einem Teig verarbeiten. Das sollte alles passieren, während die Kartoffel noch schön heiß sind.

Während die Kartoffeln kochen, kann man die Füllung vorbereiten. Die Zwiebel mit dem Zucker in dem Olivenöl in einer heißen Pfanne braun anrösten. Anschließend den zerdrückten Räuchertofu dazu geben und für ein paar Minuten mitrösten. Mit Salz, Pfeffer, Balsamico abschmecken und die Peterlilie unterheben.

Jetzt nimmt man etwa ein Sechstel des Teiges, formt eine Kugel, drückt diese platt und macht eine Art kleine Schüssel daraus. In diese Schüssel kommt etwa 1 EL der Füllung. Dann drückt man die Enden des Teigschüsselchen so nach oben, dass der Teig die Füllung lückenlos umschließt.
Jetzt eine großen Topf Wasser zum kochen bringen, das Wasser salzen und die Knödel darin ca. 20 Minuten kochen.

Angerichtet werden die Vleischknödel mit Altwiener Sauerkraut. Das Rezept dafür findest du hier.


"For the Cherry on Top" mit Schnittlauch garnieren und mit einem grünen Salat servieren.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Frittatensuppe

Meine Damen und Herren, willkommen im neuen Jahr! Ich hoffe ihr hattet einen vorzüglichen Rutsch und die ersten Tage des Jahre 2013 waren so, wie ihr euch das wünscht!
Meine Weihnachtsfeiertage waren wunderschön und ausgefüllt mit wunderbaren, veganen Festmahlen. Nach all dieser Völlerei muss ich aber sagen, dass ich mich nach was einfachem, althergebrachten sehne, das meine Geschmacknerven wieder ein paar Oktaven runter schraubt. Das geht wunderbar mit einer gschmackigen, klaren Gemüsesuppe und Frittaten, die so schmecken, wie die von meiner Mama! Frittatensuppe ist übrigens auch ein super Katerfrühstück (und ich weiß wovon ich spreche *hüstel*).
PS: Für alle die es nicht wissen: Frittaten sind einfach pikante Palatschinken (Pfannkuchen), werden genau so zubereitet und herausgebacken.


Was man dafür braucht (für ca. 6 Palatschinken)...

450 ml Sojamilch
230 g Weizenmehl
4 EL Raps- oder Maiskeimöl
1 gute Prise Salz
Pfeffer, Muskatnuss
Margarine (Alsan) zum rausbacken

ca. 250 ml Gemüsesuppe pro Person
Schnittlauch

Die Sojamilch, Mehl, Öl, Salz und Gewürze in einer Schüssel mit dem Schneebesen zu einem glatten Teig verrühren. Eine beschichtete Pfanner erhitzen, etwas Margarine gut verteilen und mit einer Schöpfkelle (oder Gatzl, wie man bei uns sagt) den Teig zu einem dünnen Fladen, also einer Palatschinke, in die Pfanne gießen. Von der einen Seite anbräunen lassen, mit den Pfannenwender umdrehen und nochmal kurz die andere Seite anbräunen und die erste Palatschinke ist fertig. Jetzt kommt wieder etwas Margarine in die Pfanne und weiter gehts mit der zweiten Palatschinke.
Zum anrichten eine Palatschinke einrollen und in feine Streifen schneiden. In einen Suppenteller geben und mit Gemüsesuppe übergießen. Ich geb auch gern noch das Suppengemüse - mit dem ich die Gemüsesuppe gemacht hab - rein oder koche Karotten in der fertigen Suppe mit. Schmeckt als Ergänzung zur Frittaten-Einlage echt gut.

"For the Cherry on Top" mit viel Schnittlauch garnieren und heiß essen.

Dienstag, 25. September 2012

Kohlrouladen mit Petersilerdäpfl

Dass ich eine Freundin der Hausmannskost bin, ist ja bereits hinlänglich bekannt. Es gibt aber auch Schätze im Hausmannskost-Repertoir, an die bislang selbst ich mich nicht gewagt hab, wie zum Beispiel Kohlrouladen. Das hat es bei uns früher nie gegeben und deshalb hab ich eigentlich noch nie wirklich daran gedacht sowas auszuprobieren. Aber Freunde, die Kohlzeit beginnt, und dieses Jahr will ich nicht nur Altwiener Kohlgemüse und sonstige Spompanadln machen, was Neues muss her! Darum hier das Rezept für vegane Kohlrouladen, die - wie ich finde - für das erste Mal hervorragen geworden sind.


Was man für 3 Portionen braucht...

6 große Kohlblätter (Wirsing)
1/2 EL Marigarine
2 EL + 3 EL Rapsöl
1/2 Tl brauner Zucker
1 Zwiebel. grob gehackt
2 EL Tomatenmark
75 ml Weíßwein
500 ml Suppe (Wasser mit Suppengewürz)
1 Prise Muskatnuss
1/2 TL Kümmel
1 Schuss Sojasahne
6-8 Kartoffeln
2 EL Petersilie
1/2 EL Margarine
Salz, Pfeffer

Ich hab ja schon des öfteren über die Nutrisun Produkte geschrieben, ich finde sie sind einfach der beste Faschiertes-Ersatz. Die Produkte sind von einer kleinen niederösterreichischen Firma produziert, sind sehr hochwertig und ohne Geschmacksverstärker. Ich habe das "Hühnchen"-Faschierte hier als Füllung genommen. Man kann die Füllung aber auch leicht selber machen zB. mit Sojagranulat und/oder Reis, gut gewürzt. Ich habe für die Füllung einfach ein Packerl von dem Faschierten nach Anleitung mit Wasser vermischt und nach ein paar Minuten ist die Füllung fertig.

Die Kohlblätter waschen, von dem Strunk entfernen und in siedendem Salzwasser etwa 3 Minuten blanchieren. Mit einer Zange rausholen und kalt abschrecken. Die Kartoffeln  in dem Kohlwaser so garen, dass sie fast durch sind. Man kann die Kartoffeln auch in neuem Wasser garen, so hat es nur den Vorteil, dass man nicht einen zweiten Topf Wasser zum kochen bringen muss.
Jetzt nimmt man jeweils ein Kohlblatt auf einen großen Teller oder Brett, legt es aus, gibt etwa 2-3 EL der Füllung längs in die Mitte. Dann rollt man die Roulade zu Hälfte ein, schlägt die Seiten ein und rollt die Roulade fertig. Ich hab das Ende dann noch mit einem Zahnstocher fixiert. So schaut das dann aus:


Jetzt erhitzt man in einer tiefen Pfanne oder breiten Topf 1/2 EL Margarine und 2 EL Rapsöl und bratet die Rouladen an beiden Seiten scharf an (nicht aufeinander anbraten!), sie dürfen ruhig etwas braun werden. Dann gibt man die Rouladen wieder raus auf einen Teller, gießt nochmal 3 EL Rapsöl nach und röstet den Zwiebel mit dem Zucker goldbraun an. Jetzt das Tomatenmark dazu geben und etwa weitere 3 Minuten unter ständigem Rühren mitrösten. Mit dem Weißwein und der Suppe aufgießen, Muskatnuss dazu, salzen, pfeffern und für 8 bis 10 Minuten offen köcheln lassen. Jetzt kann man die Sauce mit dem Pürierstab pürieren, sprich den Zwiebel in der Sauce pürieren, so dickt die Sauce etwas ein. Anschließend kommt der Kümmel in die Sauce, nochmal abschmecken und die Rouladen wieder in die Sauce legen. Dort für etwa 30 Minuten leicht köcheln lassen, ein bis zwei mal wenden. In die Zwischenzeit die vorgekochten Kartoffeln schälen, und rechtzeitig, bevor die Rouladen fertig sind, in Margarine erwärmen und schwenken. Salzen, pfeffern und zum Schluss die Petersilie dazu geben. 
Jetzt die Roulade aus der Sauce geben, die Sojasahne in die Sauce einrühren und alles mit den Kartoffeln schön anrichten. Vor dem Servieren sollte man die Zahnstocher aus der Roulade noch entfernen.

"For the Cherry on Top" mit einem Ottakringer Zwickl servieren.

Freitag, 21. September 2012

Ungarisches Eierschwammerlgröstel

Meinen Herbsturlaub hab ich in meinem Heimatort Kleinarl in Salzburg verbracht, wo es dieses Jahr besonders viele Schwammerl gegeben hat. Da trifft es sich gut, dass mein Vater begeisterter Schwammer-Sucher ist und ich begeisterte Schwammerl-Esserin bin! Zu Hause angekommen, haben mich schon eine Schüssel voll mit frischen Eierschwammerl aus dem Wald als Begrüßungsgeschenk erwartet. Die mussten natürlich sofort verarbeitet werden. Weil es aber schnell gehen sollte (so eine lange Autofahrt kann müde machen) hab ich mich für ein Erdäpfl-Gröstl entschieden, aber auf ungarische Art mit Eierschwammerl. Deftig, herbstlich, gut.


Was man für zwei Portionen braucht...

4 große Kartoffeln
1 TL brauner Zucker
3-4 EL Olivenöl
1 rote Paprika, in kleine Stücke geschnitten
2 Zwiebeln, fein gehackt
250g Eierschwammerl
2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 EL Balsamico
1 Hand voll frische Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer

Die Kartoffeln halbieren und mit Schale kochen, bis sie fast durch sind, sie sollten in der Mitte noch etwas hart sein (so fallen sie beim rösten dann nicht auseinander). Dann kalt abschrecken, schälen und in etwa 5 Millimeter dicke Scheiben schneiden.
Eine Pfanne mit dem Öl und dem, Zucker erhitzen und die Zwiebel und die Paprikastücke darin scharf anbraten bis sie braun werden. Dann die Eierschwammerl dazu geben und mitrösten, bis sie zusammenfallen. Nun die Kartoffelscheiben und das Paprikapulver dazu geben und alles nochmal scharf anrösten. Zum Schluss mit dem Balsamico ablöschen, die Petersilie dazu geben und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Wen eine geräucherte Note mag, kann auch noch etwas geräuchertes Paprikapulver dazu geben.

"For the Cherry on Top" mit einem Glas Tokajer servieren.

Donnerstag, 30. August 2012

Steckrübenpuffer mit Dillfisolen

Endlich wieder mal ein Schwenk in die Wiener Küche: Dillfisolen! Wunderbar cremig zubereitetes Gemüse, serviert mit Puffern mal anders, und zwar aus Steckrüben. Die waren nämlich in meinem Gemüsekisterl. Steckrüben, die vor Jahrzehnten noch ganze Familien ernährt haben, sind heute leider fast in Vergessenheit geraten. Dabei schmecken sie doch so wunderbar, wie eine Mischung aus Karotten, Kohlrabi und Kartoffeln. In Form von Puffern also auch sehr zu empfehlen!


Was man für die Steckrüben-Puffer braucht...

500 g Steckrüben
1 EL Sojamehl
3 EL Mehl
3 EL Sojamilch
1/2 Zwiebel, fein gehackt
Salz, Pfeffer
1 Prise Muskatnuss

Die Steckrüben raspeln, grob oder fein, wie man es lieber mag und die gehackten Zwiebel dazu mischen. Das Mehl, Sojamehl und Milch gemeinsam anrühren und über die Steckrüben geben. Mit den Händen gut durchkneten. Eine Pfanne mit reichlich Öl erhitzen (Das Öl sollte etwa 1cm in der Pfanne stehen). Aus der Steckrübenmasse runde Puffer formen, in das heiße Öl legen und mit einem Pfannenwender nochmal gut andrücken. Erst wenden, wenn sie auf der einen Seite goldbraun sind. Beim wenden vorsichtig sein, dass das Öl nicht spritzt und die Puffer nicht zerfallen. Mit kleinen Puffern geht es insgesamt einfacher.

Für die Dillfisolen...

300 g Fisolen
1/2 Zwiebel, fein gehackt
2 EL Margarine (zB Alsan)
3 EL Mehl
75 ml Sojamilch
etwa 450 ml Wasser
1 TL Gemüsesuppenpulver
3 EL Dill
2-3 EL Sojasahne
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Fisolen waschen, an den Enden abschneiden und in Stücke schneiden. Anschließend in Salzwasser ca. 10 Minuten kochen. Herausnehmen und sofort abschrecken, so dass sie nicht weiter garen und beiseite stellen.
In einer Pfanne die Margarine schmelzen und den gehackten Zwiebel goldbraun anrösten. Nun kommt das Mehl dazu. Mit dem Kochlöffel die Margarine-Mehl-Zwiebelmasse anrösten unter ständigem rühren. Nach 2-3 Minuten mit der Milch und einem Teil des Wassers aufgießen. Das Suppenpulver dazu geben und gut würzen (Salz, Pfeffer, Muskat). Mit dem Löffel oder einem Schneebesen die Mehlschwitze-Stückchen in der Flüssigkeit auflösen, mit Wasser solange aufgießen, bis die perfekte cremig-sahnige Konsistenz erreicht ist. Jetzt kann man die Sauce mit der Sojasahne und dem Dill verfeinern und zum Schluss die Fisolen dazu mengen. Nochmal etwas mit den Fisolen erhitzen und ev. nochmal nachwürzen.

"For the Cherry on Top" mit einem kühlen Radler servieren.

Montag, 16. Juli 2012

Eierschwammerlgulasch mit Knödel

Letztes Wochenende war ich daheim bei meinen Eltern im schönen Pongau. Wir sind viel gewandert und haben eine Nacht auf der Alm verbracht. Beim runter gehen hat mein Vater tatsächlich schon einige Eierschwammerl gefunden, die er der Tochter - aka Eierschwammerl-Freak - mit nach Wien gegeben hat. Danke Papa! :-)
Gestern Nachmittag, wieder in der großen Stadt angekommen, hab ich mir den Wald mit einem wunderbar cremigen Eierschwammerlgulasch zurück in die Wohnung geholt. Es war soo guhuuuuut!


Was man für 2 Portionen (und noch einen Mitternachtssnack) braucht...

1 große Zwiebel, fein gehackt
1 gute Prise brauner Zucker
1-2 EL Margarine
400 g Eierschwammerl
2 TL Tomatenmark
2 TL Paprikapulver, edelüß
1 Messerspitze geräuchertes Paprikapulver
500 ml Gemüsefond
2 Lorbeerblätter
1,5 EL Mehl
2 EL Sojasahne
2 EL Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer

In einer tiefen Pfanne oder in einem Topf die Margarine mit dem Zucker schmelzen und die Zwiebel darin goldbraun anrösten. Nun kommt das Tomatenmark zu den Zwiebeln, unter ständigem rühren mitrösten, etwa 4 Minuten. Jetzt kommt das Paprikapulver dazu, nochmal etwas mitrösten und dann die Eierschwammerl in die Pfanne geben. Mit etwas Suppe übergießen, nur ein paar EL, und die Eierschwammerl unter ständigem rühren mitrösten, bis sie Wasser lassen. Dann die restliche Suppe darüber gießen, Lorbeerblätter dazu und ca. 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Es sollte relativ viel Flüssigkeit drin sein, alles sollte gut bedeckt sein.
Zum abbinden der Sauce nimmt man ein paar EL der Flüssigkeit in ein Schüsserl raus, gibt das Mehl dazu, rührt es mit einem Schneebesen ab und gießt es - unter ständigem rühren - zurück in die Pfanne. Dadurch entsteht die cremige Gulaschsaft-Konsistenz. Ich geb dann immer noch ein paar Flocken Margarine dazu und runde das Ganze mit dem Sojarahm und Petersilie ab.

Als Beilage hab ich ganz traditioniell Semmelknödel gemacht, das Rezept findest du hier.

"For the Cherry on Top" mit einem grünen Salat und einem Hollerkracherl servieren. :-)

Montag, 25. Juni 2012

Rauchwurzen mit Erdäpflpüree und Weißkraut

Also ich komm ja nun nicht direkt aus der Stadt, nein. Eher bin ich ein richtiges Land-Kind. Aufgewachsen in einer 700-Seelen-Gemeinde in Salzburg, gabs bei uns zu Hause oft eher defitge Kost. Das ist mir auch geblieben. Manchmal muss es einfach gescheite Hausmannskost sein, wie zum Beispiel ein gutes selbstgemachtes Weißkraut mit Würschtl und Erdäpflpüree! Und nein, die Würstel im Bild sind nicht verbrannt, das sind die Rauchwurzen von Vegourmet, die gehören so. :-)


Was man für das Weißkraut braucht...

2 Zwiebel, gehackt
1 EL Margarine
1 guter Schuss Olivenöl
2 EL brauner Zucker
1/2 Krautkopf (oder 2/3, wenn es ein kleinerer ist), in feine Streifen geschnitten
150 ml Suppe
2 EL Apfelessig
1 TL Kümmel
Salz, Pfeffer

Der Krautkopf muss in feine Streifen geschnitten werden. Das geht am besten mit einer Brotschneidemaschine oder mit einem scharfen, größeren Küchenmesser.
Den Zwiebel in einer Pfanne mit der Margarine, Olivenöl und Zucker hellbraun anschwitzen. Das Kraut dazu geben und mitdünsten, bis es zusammengefallen ist. Dann mit der Suppe aufgießen und Essig sowie Kümmel dazu geben. Gut salzen und pfeffern. Nun leicht köcheln lassen, bis das Kraut weich ist und dabei immer wieder mal umrühren. Wenn zu wenig Flüssigkeit drin ist, kann man nochmal mit etwas Suppe aufgießen.

Das Rezept für das Erdäpflpüree gibt es hier. Für die Würschtel hab ich die Rauchwurzen von Vegourmet verwendet. Aber Achtung, nicht zu scharf anbraten, die Dinger sind so schon sehr rauchig im Geschmack!

"For the Cherry on Top" mit etwas Petersilie garnieren. Ein Bier passt auch hervorragend dazu!

Dienstag, 12. Juni 2012

Vleischlaiberl mit Frühlingssalat

Leute ich sags euch, ich habe das BESTE vegane Faschierte entdeckt, dass ihr euch vorstellen könnt. Es ist so unglaublich authentisch, dass es einen fast erschrecken lässt. Ich finde meine Vleischlaberl schauen eins zu eins aus wie jene, die ich aus meiner Kindheit kenne.
Dieses Faschierte stellt die Firma Nutrisun aus Niederösterreich her. Geliefert wird das vegane Faschierte in 140 Gramm Packungen Trockenmasse auf Sojabasis, die man mit Wasser anrühren kann. Aus einer Packung bekomm ich 6 Laiberl raus. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen: Burgermix, "Hühnchen", "Rind", und Neutral. Eine Packung kostet 3.2 Euro, uns ist somit auch preislich vorn dabei!


Die Laiberl sind denkbar einfach und rasch zuzubereiten. Packung aufreißen, Sojabröserl in eine Schüssel geben, Wasser drüber leeren, umrühren und 5 Minuten warten. Dann lässt sich die Masse beliebig formen. Ich hab Laibchen daraus gemacht, die ich in etwas Rapsöl herausgebraten hab. Dazu einen knackigen Frühlingssalat und meine BBQ-Sauce. Ich könnte mir vorstellen, dass auch Kinder voll drauf abfahren würden. :-)

"For the Cherry on Top" die Zeit, die man nicht in der Küche verbracht hat (weils ja so schnell geht), in eine Sex and the City - Folge investieren.

Dienstag, 29. Mai 2012

Frühkraut-Blätterteig-Schnecken

Jetzt gibt es endlich das erste Weißkraut des Jahres, Frühkraut also. Es ist so weich und zart, einfach köstlich. Für den diesjährigen vegan Bakesale hab ich daraus Frühkraut-Blätterteig Schnecken gemacht, ein tolles Fingerfood für Partys mit einem Touch Hausmannskost.


Was man dafür braucht...

2 vegane Blätterteige (zB. Dinkelvollkornblätterteig von Ja!Natürlich)
1/3 Kopf Frühkraut, in feine Streifen geschnitten
1 EL Margarine
2 Zwiebel, gehackt
1 EL brauner Zucker
1 Schuss Apfelessig (etwa 2 EL)
ca. 50 ml Suppe oder Wasser mit Suppenwürfel
Salz, Pfeffer
2 TL Kümmel
2 EL Petersilie, gehackt

Die Margarine und den Zucker in einer Pfanne erhitzen. Den Zwiebel dazu geben und goldbraun anrösten. Nun das Kraut dazu geben und mitdünsten bis es zusammenfällt. Mit Essig und Suppe aufgießen. Nun den Kümmel dazu geben, kräftig salzen und pfeffern und das Kraut in dem Sud (ohne Deckel) ca. 10 Minuten garen so dass der Großteil der Flüssigkeit wieder verdampft. Jetzt kommt noch die Petersilie dazu und die Pfanne kann vom Herd genommen werden, so dass das Kraut etwas abkühlen kann.
Jetzt kann man das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Die Blätterteige ausrollen und die abgekühlte Krautfüllung gleichmäßig darauf verteilen. Jetzt wird der Teig der an der schmaleren Seite vorsichtig einrollen und mit einem Messer ca. 2-3 cm dicke Rollen/Schnecken runter schneiden. Die Schnecken auf ein Backblech legen und bei 200 Grad ca. 10-15 Minuten goldbraun backen.

"For the Cherry on Top" mit einem kalten Bier servieren.

Donnerstag, 29. März 2012

Essig-Vurst

Wir alle wissen: Manchmal muss es einfach schnell gehen! Entweder hat man keine Zeit zum kochen oder einfach keine Lust (kommt schließlich sogar bei mir manchmal vor). Trotzdem will man ja nicht nur leere Salatblätter essen, nicht? Zu solchen Gelegenheiten pack ich dann immer jene Sachen aus, die meine Mama mir früher oft gemacht hat, einfach weils schnell geht und gut schmeckt, wie zum Beispiel eine Essig-Vurst. Klingt komisch, schmeckt aber super!



Was man für zwei Portionen braucht...

200 g Soja-Aufschnitt (zB. wie feine Lyoner von Heirler, gibts zB bei denn´s. Wenn ihr keinen Biomarkt in der Nähe habt, bei Merkur und Spar gibts auch Soja-Aufschnitt, der wirklich gut schmeckt).

Gemüse nach Wahl. Ich habe verwendet: Ein paar Zwiebelringe, ein paar Paprikaringe, ein paar Cherrytomaten, und etwas von Pepi´s Zuccinisalat (Eingelegte Zucchini, gibts zB bei denn´s, schmeckt fantastisch). Gurkerl passen auch gut, die mag mein Schatz gern dazu.

Man legt etwa 100 g Aufschnittvurst wie eine Blume auf einen Teller, verteilt das Gemüse dekorativ auf der Vurst. Dann träufelt man - je nach Geschmack - Essig und Öl über die Geschichte. Ich habe Apfelessig und Kernöl verwendet. Noch etwas salzen und pfeffern, fertig. Quasi eine Jause deluxe, hihi. :-D

"For the Cherry on Top" mit einem frischen Semmerl servieren.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Mamas Erdäpflgulasch alla vegan

Wieder mal ein Gericht aus meiner Kindheit, das ich liebe: Erdäpflgulasch, oder Bedlmandl-Gulasch, wie man  - obwohl politisch nicht korrekt - bei mir daheim dazu sagt. Dieses Gericht war früher nämlich ein "arme Leute Essen". Heute zaubert es ein Lächeln auf mein Gesicht.


Was man für 4 Portionen braucht...

5-6 EL Olivenöl
10-12 Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
1-2 Zwiebeln
1 TL brauner Zucker
3 EL Tomatenmark
1/2 bis 3/4 Liter Suppe (oder Wasser mit Suppengewürz)
2 TL Paprikapulver, edelsüß
1/2 TL geräuchertes, scharfes Paprikapulver
1/2 TL Kümmel, ganz
1 Lorbeerblatt
1 TL Majoran, getrocknet
1 TL Maisstärke (zB. Maizena)
1 Paar Würsterl (zB. Vrankfurter von VegaVita, gibts beim Merkur).
Salz, Pfeffer
2 EL Petersilie, gehackt

Den Zucker in dem Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und karamellisieren lassen. Dann den Zwiebel dazu geben und anrösten bis er hellbraun ist. Nun das Tomatenmark beigeben und 2-3 Minuten mitrösten. Anschließend die Kartoffeln dazu geben, gut umrühren und ein paar Minuten mitrösten. Immer schön umrühren und schauen, dass nix anbrennt. Es sollte sich aber am Boden des Topfes eine mittelbraune Schicht bilden, das enthält die tollen Röstaromen, die dem Gericht den kick geben. Jetzt kann man die Kartoffeln mit der Suppe aufgießen, so dass alles schön bedeckt ist und die Kartoffeln genug Flüssigkeit zum kochen haben. Und jetzt kommen die Gewürze dazu, Paprikapulver, Lorbeer, Kümmel, Majoran, alles rein in den Topf, anständig salzen und pfeffern, gut umrühren und zudecken, kochen lassen.
Wenn die Kartoffeln beinahe durch sind, kann man die Würsterl in kleine runde Scheiben schneiden und in einer extra Pfanne scharf anbraten. Wenn sie Farbe genommen haben, kommen sie zu den Kartoffeln in den Topf.
Die Kartoffeln haben durch das kochen die Stärke in die Gulaschsauce abgegeben. Sollte die Sauce immer noch zu dünn sein, kann man 1 Tl Maisstärke mit etwas Gulaschsauce vom Topf gut verquirlen und dann einrühren. Zum Schluss die Petersilie dazu geben, eventuell nochmal nachwürzen, fertig.

"For the Cherry on Top" mit frischer Petersilie garnieren. Am besten schmeckt ein Erdäpflgulasch mit einer frischen Semmel und Krautsalat.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Szegediener Kraut-Tofu

Meine Lieben, es gibt wieder mal einen Gruß aus der böhmischen Küche: Szegediener Kraut-Tofu mit Braterdäpfeln. Ein wunderbares Gericht, für einen kalten Jänner-Tag, das Paprikapulver wärmt einen von Innen.

Was man dafür braucht...

500g Sauerkraut
3 EL Margarine (zB. Alsan)
2 gr. Zwiebel
2 EL Zucker
1 roter Paprika
2 Knoblauchzehen, gepresst
1 EL Tomatenmark
1 EL edelsüßes Paprikapulver
1 Messerspitze scharfes, geräuchertes Paprikapulver
Ca. 200 ml Gemüsesuppe
1 TL Kümmel
2 Lorbeerblätter
Salz
Pfeffer
250 Gramm Räuchertofu
2 EL Mehl
1-2 Tl Maisstärke
1 Schuss Sojamilch oder Sojasahne


Zwiebel und Paprika klein schneiden. Wer möchte, kann das Sauerkraut mit etwas Wasser in einem Sieb abschwemmen,  dann wird’s nicht  so sauer. Margarine in einem Topf erhitzen, den Zucker zufügen und karamellisieren. Zwiebel hinzufügen und hellbraun anrösten. Den gepressten Knoblauch, Paprika und Tomatenmark für eine Minute mitrösten.  Nun das Paprikapulver und das Sauerkraut in den Topf geben.  Danach mit der Suppe ablöschen und mit Kümmel, Lorbeerblättern, Salz und Pfeffer würzen, gut durchrühren.  Das Kraut sollte nun gut 20 min. zugedeckt köcheln - hin und wieder umrühren.
In der Zwischenzeit den Tofu in Würfel schneiden und in Mehl wälzen, sodass er später beim Anbraten schön kross wird. Dazu einfach die Tofuwürfel in eine kleine Schüssel geben, Mehl drauf und mit den Händen durchmischen sodass das  der Tofu gleichmäßig bedeckt ist. Den Tofu in einer Pfanne mit etwas Öl ca. 10 min anbraten, bis er schön knusprig ist.
Wenn das Kraut fertig ist, nochmal abschmecken. Bei Bedarf kann man nun etwas  Maisstärke hinzufügen um dem Gericht mehr Bindung zu geben. Fürs Finish noch einen Schuss Sojamilch/sahne dazugeben. Zu guter Letzt den angebratenen Tofu unter das Kraut mischen.

Als Beilage eignen sich am besten Brat- oder Salzkartoffel.