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Montag, 15. Dezember 2014

Marokkanisches Schmorgemüse auf Couscous mit getrockneten Marillen und Cashews

Als frischgebackene Mama hab ich eines relativ rasch gelernt: Abendessen kochen unter der Woche - wenn der Gatte in der Arbeit ist - muss schnell gehen. Ich bin also ständig dabei mir Sachen auszudenken, die wenig Zeit brauchen, wo wenig Geschirr im Spiel ist, und das nicht leicht anbrennen kann. Und manchmal passiert es dann (so wie diese Woche), dass eines dieser schnell-schnell Gerichte so gut schmeckt, dass ich es am Wochenende nochmal mache um es für euch in den Blog zu zaubern.
Und zwar braucht man für dieses Gericht nicht mal eine Herdplatte und keinen Kochtopf, alles total easy und schnell: Schmorgemüse, marokkanisch gewürzt mit Couscous, den ich mit Cashews und getrockneten Marillen verfeinert habe.
Man kann das übrigens auch mediterran abwandeln oder indisch oder was auch immer, indem man einfach die Gewürze austauscht. Statt den Ras el-Hanout einfach Oregano und Thymian verwenden und schon ist es ein mediterranes Schmorgemüse.


Was man für 3-4 Portionen braucht...

2 Zwiebeln, in grobe Stücke geschnitten
1 Hokaido-Kürbis, in grobe Stücke geschnitten
1 Fenchelknolle, in grobe Stücke geschnitten
3 Karotten, in Ringe geschnitten
150 g Räuchertofu, in grobe Stücke geschnitten
3 EL Olivenöl
2 TL Ras el-Hanout (ich hab meins von Babette's)
4 EL Olivenöl
2 TL Balsamico
2 TL braunen Zucker
Salz
1 Dose geschälte Cocktailtomaten

Das Backrohr auf 250 Grad vorheizen.
Alle Zutaten bis auf die Tomaten in eine Auflaufform geben und gut durchmischen, bis das gesamte Gemüse und Tofu gut mit Öl, Essig, Zucker, Salz und Gewürzen bedeckt ist. (Man kann zum marinieren auch alles in ein Tupper mit Deckel geben und kräftig durchschütteln. Dort lässt sich das auch gut aufbewahren, falls man schon für das Abendessen vorarbeitet).  Im Backrohr ca. 30 Minuten schmoren. Danach die Auflaufform raus nehmen, die geschälten Tomaten drüber geben, etwas durchmischen und nochmal für ca. 15 bis 20 Minuten im Ofen schmoren.

1 Tasse Couscous + 2 Tassen Wasser
8 getrocknete Marillen, in kleine Stücke geschnitten
1 kleine Hand Cashews, gehackt
3 EL Petersilie (im Winter nehm ich oft TK)
1 TL Salz

In einer Schüssel den Couscous, Marillen, Cashews, Salz und Petersilie gut vermischen. Das Wasser zum kochen bringen und damit den Couscous übergießen. Mit einem Teller zudecken und 10 Minuten ziehen lassen.


"For the Cherry on Top" mit Olivenöl beträufeln und ein paar Cashews bestreuen.

Montag, 1. Dezember 2014

Tart Tatin vom Wurzelgemüse mit Dillcreme

Es ist nun drei Monate her, dass ich mein letztes Rezept gepostet hab und das aus gutem Grund. Wer meine FB-Seite verfolgt weiß, dass ich Anfang September Mama geworden bin und ich genieße die Zeit mit meinem Kind und meine neue Aufgabe in vollen Zügen. 


Mein kleiner Arthur liebt es, wenn ich ihn im Arm halte, alleine im Bettchen liegen macht ihm gar keinen Spaß. Darum hatte ich in den letzten Wochen kaum mal zwei Hände frei, was das kochen durchaus erschweren kann.
Aber langsam entdeckt mein Baby die Umwelt, wird selbstständiger und ich bin total aus dem Häuschen, dass ich mich wieder kreativ in der Küche betätigen kann. Ich versuche jetzt jede Woche zumindest ein Rezept online zu stellen, ich hoffe das gelingt mir. Ideen hab ich in den letzten Wochen weiß Gott genug angesammelt.

Den Anfang mache ich mit einer pikanten Tart Tatin. Meine süße Variante mit Birnen hab ich euch ja schon mal präsentiert, aber diesmal wirds würzig! Und zwar mit geschmortem Wurzelgemüse, süß-sauer abgerundet, perfektioniert mit einer Zwiebel-Knoblauch-Mandelcreme und unter der Blätterteighaube gebacken. Dazu gibts einen einfachen Dill-Dip, das frische i-Tüpfelchen auf meiner weihnachtlichen Tart.


Was man dafür braucht...

4 Karotten (lila, gelb, orange), in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 Petersilwurzel, geschält und in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
2 Kartoffeln, geschält und in 1,5 cm dicke Scheiben geschnitten
1 große Zwiebel, geviertelt
3 Knoblauchzehen, ungeschält
3 EL Olivenöl
2 EL Mandelmus + 1 EL Wasser
2 EL brauner Zucker + 1 EL Wasser
2 EL Apfelessig
1 TL getrockneter Rosmarin
1 Rolle Blätterteig
Salz, Pfeffer

1 Packung veganer Sauerrahm (am besten schmeckt der von Soyananda)
1 kleines Sojajoghurt Natur
Dill
Salz, Pfeffer

Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier vorbereiten.
Das Gemüse in eine Schüssel geben, Olivenöl und Salz dazu und dann alles gut durchmischen, dass das Gemüse überall mit Olivenöl benetzt ist. Dann das Gemüse nebeneinander (nicht übereinander) auf das Backblech geben und im Backrohr für ca. 40 Minuten backen.
Anschließend den Knoblauch aus der Schale in eine Schüssel drücken, geschmorter Zwiebel, Mandelmus und Wasser dazu geben, salzen und pfeffer und dann fein pürieren (am besten mit dem Pürierstab).

Eine Tartform vorbereiten.
Den Zucker und EL Wasser in einer kleinen Pfanne karamellisiern und mit dem Essig ablöschen. Achtung, aufpassen, dass nix spritzt, das ist extrem heiß.
Den Karamell in die Tartform gießen und schnell verteilen, den Rosmarin und Salz darüber streuen. Das Gemüse auf den Karamell in die Form schichten. Darauf komm die würzige Mandelcreme. Und nun alles mit dem Blätterteig abdecken, überstehende Ränder einfach in die Form rein stecken. In den Teig mit einer Gabel ein paar kleine Löcher stechen.
Nochmal ca. 25 Minuten bei 200 Grad backen. Wenn die Tart fertig ist, kann man sie auf einen Teller stürzen. Davor eventuell nochmal mit einem Messer die Ränder von der Form lösen, dass nix picken bleibt.
Für die Dill-Creme den Sauerrahm, Sojajoghurt, Dill, Salz und Pfeffer verrühren.


"For the Cherry on Top" auf jedes Tart-Stück einen Klecks Dill-Creme geben und warm servieren.

Dienstag, 19. August 2014

Kürbis-Gewürzeintopf mit heurigen Erdäpfeln, Wachtelbohnen und geröstetem Roggenbrot

Es herbstelt schon wieder meine Lieben und jedes Jahr aufs neue freue ich mich unglaublich wenn meine liebste Jahreszeit sich bemerkbar macht. Wenn man aufwacht und die Sonne rein scheint, die Temperaturen allerdings doch ein Jäckchen zulassen, das ist meine Welt meine Lieben, ich sags euch.
Zudem befinde ich, dass diese Witterung wohl ein perfektes Geburtswetter darstellen würde und ich freue mich jetzt umso mehr, wenn mein Butzi bald auf die Welt kommt. Aber in der Zwischenzeit wird gekocht! Diesmal ein Gericht, das für mich geschmacklich genau zwischen Sommer und Herbst liegt: Ein Kürbiseintopf mit Gewürzen wie Nelken, Muskat, Ingwer und Zimt sowie spritziger Zitrone als Reminiszenz an den scheidenden Sommer.


Was man für einen großen Topf braucht (ca. 8 Portionen)...

1 Karotte, in sehr kleine Stücke geschnitten (3x3 mm)
1 Stück Sellerie (etwas so viel wie die Karotte), in sehr kleine Stücke geschnitten (3x3 mm)
2 Zwiebeln, gehackt
2 EL Margarine
150 ml Weißwein
1 TL brauner Zucker
1 Hokaido-Kürbis, in mundgerechte Stücke geschnitten
5 mittelgroße Erdäpfel, in mundgerechte Stücke geschnitten
2 Dosen Wachtelbohnen, abgewaschen und abgetropft
700 ml Wasser
1 TL Quatre-éspice (Mischung aus Pfeffer, Ingwer, Muskat und Nelken)
1 gute Prise Zimt
2 Lorbeerblätter
1 Chili, fein gehackt
1 Zitrone (bio), Saft und Schale
1 gute Hand voll Petersilie, grob gehackt

2 Scheiben Roggenbrot pro Portion
Olivenöl

Die Karotten, Sellerie und Zwiebel in der Margarine in einem großen Topf bei guter mittlerer Hitze etwa 10 Minuten anbraten, bis alles schön Farbe genommen hat. Mit dem Weißwein aufgießen, Zucker dazu geben und das Gemüse darin schmoren, bis die ganze Flüssigkeit verdampft ist. Danach das Gemüse erneut ein paar Minuten (immer mal umrühren) anbraten, bis gute Schmor-Röstaromen entstanden sind.
Jetzt kommen die Erdäpfel, Kürbis und Bohnen dazu. Mit dem Wasser aufgießen und die Gewürze (Quatre-éspice, Zimt, Lorbeer, Chili und Salz) dazu geben. Deckel drauf und leicht köcheln lassen, bis der Kürbis und die Erdäpfeln durch sind. Immer mal umrühren, dass nix anbrennt.
Wenn alles gar ist, kommt der Zitronensaft, Zitronenschale und Petersilie dazu und nochmal mit Salz abschmecken.

Eine Grillpfanne mit Olivenöl gut erhitzen und die Roggenbrot-Scheiben auf beiden Seiten kurz und scharf angrillen.



"For the Cherry on Top" den Eintopf mit Petersilie, Chili und Kürbiskernöl garnieren und mit dem crossen Schwarzbrot servieren.

Dienstag, 8. Juli 2014

Sizilianische Pasta mit getrockneten Marillen, Mandeln und Minze

Huhuuuu meine Lieben, hach ist es schön mal wieder einen Post vorzubereiten. Im Hause "Cherry on Top" ist Ruhe eingekehrt, der Mutterschutz bekommt mir! Ich bereite das Kinderzimmer vor, gehe baden wenns schön ist, lese Bücher wenns regnet, mache jeden Tag ein Mittagsschläfchen und ich komm endlich wieder dazu mein Gehirnschmalz für neue Rezepte zu verwenden und diese niederzuschreiben.
So geschehen bei einer sizilianischen Pasta mit frischem Bio-Gemüse, Mandeln, Minze, Kapern und getrocknete Marillen. Getrocknete Marillen haben sich zu einem fixen Bestandteil in meiner Küche gemausert, denn sie sind wunderbare Eisenlieferanten und Eisen brauchen ich und mein Baby in der Schwangerschaft besonders viel. Gleichzeitig liefern getrocknete Marillen eine Menge an Vitamin C, das meinem Körper hilft das Eisen besser aufzunehmen. Win win, würde ich mal sagen! Und wenn das alles dann noch gepaart mit Spagetti kommt, was soll ich sagen, every Baby-Mama's Heaven! ♥

Ich hab gleich einen großen Topf gemacht und eine Menge für die erste Zeit nach der Geburt eingefroren. Die Mengenangaben reichen also wohl bestimmt für 8-10 Portionen. 


Was man für einen großen Topf Pastasauce braucht...

1 rote Zwiebel, grob gehackt
6 EL Olivenöl
1 Aubergine, geschält und in Würfel geschnitten
4 Knoblauchzehen, geschält und gehackt
1 große Zucchini (oder 2 kleinere), in Würfel geschnitten
1 Fenchel, in kleine Stücke geschnitten
3 EL Balsamico
1 Kilo Tomatenpassata (oder geschälte Tomaten) + etwas Wasser
3 EL Kapern
8 getrocknete Marillen, in kleine Stücke geschnitten
3 EL Mandelsplitter
3 TL Oregano
Salz, Pfeffer
4 EL Minze, gehackt

Die Auberginenwürfel in ein Sieb geben, gut salzen und etwa 20 Minuten stehen lassen. Die Zwiebel in dem Olivenöl in einem Topf goldbraun anbraten. Danach das Salz von den Auberginenwürfel abwaschen, etwas trocken tupfen und in den Topf zu den Zwiebeln geben. Unter häufigem rühren ein paar Minuten anbraten, bis sie zusammenfallen und weich werden. Dann den Knoblauch dazu geben, nochmal 2 Minuten rösten und anschließend das restliche Gemüse, also Zucchini und Fenchel, dazu geben und ein paar Minuten mitbraten. Jetzt mit dem Balsamico ablöschen, kurz einreduzieren lassen und anschließend mit der Tomatenpassata und dem Wasser aufgießen. Kapern, Marillen, Mandelsplitter und Oregano kommen auch mit in dem Topf, gut salzen und pfeffern und für ca. 20-30 Minuten köcheln lassen. 

Während die Sauce köchelt kann man sich um die Pasta kümmern, dann wird alles gleichzeitig fertig. Ein paar Minuten vor dem servieren kommt die Minze zur Sauce, nochmal abschmecken und mit ein paar EL Olivenöl verfeinern, wenn man möchte.

"For the Cherry on Top" mit frischer Minze und Mandelsplitter garnieren.

Donnerstag, 10. April 2014

Spargel-Lasagne mit Parikasauce und Dill

Der Frühling ist im Hause Cherry on Top eindeutig eingkehrt. Am Balkon sprießen schon Schnittlauch, Oregano und meine essbaren Blüten. Alles steht in vollem Saft.
Und während mein Bauch wächst und wächst, hab ich mir ein paar Wochen Auszeit von der Arbeit genommen. Und was mach ich in meiner freien Zeit? Richtig, kochen und essen! Wie zum Beispiel eine Spargel-Lasagne mit einem feinen Paprika-Dill Saucerl, verdammt lecker ist die geworden. Den Spargel hab ich für die Lasagne in kleinere Stücke geschnitten. Man könnte ihn auch ganz lassen und so in die Lasagne schichten, ich hab nur die Erfahrung gemacht, dass man die Lasagne so nicht in schöne Stücke schneiden kann.
Also los gehts mit dem Rezept...



Was man für eine 30x20 cm Auflaufform braucht...

500 g grüner Spargel, in ca. 5mm dicke Stücke geschnitten, die Spitzen ganz lassen
Olivenöl
250 g Lasagneblätter

Den Spargel in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten und danach in einer Schüssel beiseite stellen.

Für die Paprikasauce:
3 EL Olivenöl
3 Frühlingszwiebel, in Scheibchen geschnitten
1 TL brauner Zucker
4 rote Paprika, entkernt und in Stücke geschnitten
1 guter Schuss Weißwein
300 ml Suppe (oder Wasser mit Suppenwürfel)
Salz, Pfeffer
1 EL Dill

Das Öl in einer Pfanne mit erhitzen. Den Zucker und die Frühlingszwiebel darin scharf anbraten. Die Paprikastücke dazu geben, die Hitze etwas reduzieren und ca. 5 Minuten schmoren lassen, immer mal wieder umrühren. Mit dem Weißwein ablösche, kurz einreduzieren lassen und dann mit der Suppe aufgießen. Ca. 1. Minuten köcheln lassen, bis die Paprika schön weich ist, danach mit der Pürierstab durchpürieren, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Mit Salz, Pfeffer und Dill würzen und beiseite stellen.

Für die Bechamelsauce:
50 g Margarine (Alsan)
4 EL Mehl
400 ml Sojamilch
100 ml Wasser
2 TL Hefeflocken
Salz, Pfeffer, Muskat

Die Margarine in einer Pfanne schmelzen/erhitzen, das Mehl dazu geben und unter ständigem rühren eindicken lassen. Wenn die Masse beginnt Blasen zu werfen und etwas Farbe nimmt, kann man mit der Sojamilch und dem Wasser ablöschen. Die Hefeflocken dazu geben und mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Wenn die Bechamelsauce zu dick ist, kann man noch mit etwas Sojamilch oder Wasser strecken. Ist sie zu dünn, einfach noch einen TL Mehl dazu geben.

Für den Mandel-Guss:
150 ml Wasser
3 EL Mandelmus
2 TL Hefeflocken
Salz, Pfeffer

Das Wasser  in einem kleinen Topf erhitzen (muss nicht kochen), Mandelmus und Hefeflocken dazu geben und mit dem Schneebesen verquirlen. Würzen und etwas einreduzieren lassen, bis die Sauce andickt.

Das Backrohrauf 200 Grad vorheizen und dann wird alles in die Auflaufform geschichtet:
Zuerst kommt etwas von der Paprikasauce auf den Boden. Darauf eine Schicht Lasagngeblätter. Darauf kommt Bechamel-Sauce, dann Spargel, dann Paprikasauce und darauf kommt wieder eine Schicht Lasagneblätter. Das wird so lange fortgesetzt, bis die Auflaufform voll ist. Abschließen tut man mit einer Schicht Lasagneblätter, auf die der Mandel-Guss verteilt wird.
Für ca. 35 Minuten im Backrohr bei 200 Grad backen. Vor dem anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.

"For the Cherry on Top" mit einem frischen, grünen Salat servieren. Als Dessert passt super das Ribisel-Sorbet von Spar Premium, super fruchtig ist das.

Dienstag, 11. März 2014

Mexikanisch gefüllte Ofen-Süßkartoffel mit Ananas und Guacamole

Meine Lieben, ich entschuldige mich für meine lange Abwesenheit, aber - zu meiner Verteidigung - es gibt eine wirklich gute Entschuldigung: Ich habe - um bei der Sprache der Köche zu bleiben - einen Braten in der Röhre. Die damit einhergehede Übelkeit und plötzliche Abneigung gegen eigentlich zutiefst verehrte Lebensmittel haben es mir in der Kreativwerkstatt echt schwer gemacht. Aber jetzt gehts mit wieder gut und ich werde mich bemühen, euch wieder mit Rezepten zu versorgen, auch wenn mir das wohl nicht mehr so oft gelingen wird wie in der Vegangenheit. Die Ideen sprudeln jedenfalls wieder und das find ich grade sehr schön. 

Aber jetzt zu den Süßkartoffeln, die mir das gestrige Abendmahl so...nun ja...versüßt haben. Ich hab die das erste Mal einfach ins Backrohr geschmissen und mein Gott werden die weich und süß und gut und einfach mmmmhhhhh.....
Gefüllt hab ich die Ofenkartoffeln mit einem mexikanischen Ragout aus Zwiebel, Champignons, Ananas und Bohnen. Guacamole oben drauf. Perfekt!

Die Fotos hat mein Schatz übrigens mit meinem neuen tollen Objektiv gemacht, das ich von besagtem zu Weihnachten bekommen habe. Ein 50 mm Fixbrennweite Objektiv ist das.


Was man für 2 große Portionen braucht...

4 Süßkartoffeln (oder 2 große), gut waschen
3 EL Olivenöl
1 rote Zwiebel, grob gehackt
250 g braune Champignons, in Stücke geschnitten
1 EL Tomatenmark
ca. 3cm dickes Stück einer Ananas, geschält und in Stücke geschnitten (oder 1/2 Dose, abgetropft)
1 Dose Kidneybohnen, abgespült und gut abgetropft
1 TL Chili con Carne-Gewürz (ich find das von Schuhbeck voll gut)
1/2 TL Pimenton de la vera (geräuchertes Paprikapulver, mild)
75 ml Wasser
Salz
3 EL Petersilie, gehackt (+ etwas zum garnieren)
Saft 1/2 Zitrone
etwas Olivenöl zum beträufeln

1 reife Avocado
Saft 1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer

Die Süßkartoffeln auf ein Backblech legen und für 45 bis 60 Minuten (je nach Größe der Kartoffel) im Backrohr bei 200° backen.
In der Zwischenzeit hat man genug Zeit um die Guacamole und die Füllung zu machen:
Für die Guacamole die Avocado mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer zermantschen und abgedeckt kalt stellen.
Für die Füllung eine Pfanne mit dem Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin kräftig, mittelbraun anbraten. Die Champignons dazu geben und mitbraten, bis sie Wasser lassen. Jetzt kommt das Tomatenmark dazu, kurz mitrösten und anschließend die Ananasstückchen, Bohnen, Gewürze, Salz und Wasser dazu geben. Für mindestens 15 Minuten köcheln lassen (Temperatur reduziert) und immer mal umrühren. Zum Schluss mit der Petersilie und dem Zitronensaft abrunden.


Wenn die Süßkartoffeln durch sind, kann man sie aus dem Backrohr auf einen Teller legen (Achtung: superheiß), in der Mitte auseinander schneiden, aber nicht ganz durch. Dann kommen ein paar großzügige EL von der Füllung in die Mitte und darauf ein Klecks von der Guacamole. 


"For the Cherry on Top" mit Petersilie garnieren und Olivenöl beträufeln.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Erbsenquiche mit Balsamico-Champignons und getrockneten Marillen

Meine Quicheform hat sich letztens bei mir beschwert, dass ich sie so lange schon in der Ecke hab liegen lassen. Da hat sie mir schon ein bissl leid getan und ich hab sie prompt mit einer superleckeren Erbsenmasse mit Muskat, Petersilie und Limette gefüllt. Darauf hab ich in Balsamico karamellisierte Schwammerl und getrocknete Marillen gegeben. Einfach fantastisch!
Und ich gebs zu, ich hab diesmal einen fertigen Mürbteig genommen, einfach keine Zeit gehabt den selber zu machen. Zudem grinst einen das Vegan-Zeichen auf vielen Tante Fanny - Teigen seit kurzem an, das muss doch mit einem Einkauf belohnt werden. Und der Teig ist auch echt lecker.


Was man dafür braucht...
...für eine etwas kleinere Auflaufform (3-4 Portionen)

500 g Erbsen, TK
1 Zwiebel, gehackt
1 EL Margarine
1 EL Olivenöl
1 Prise brauner Zucker
100 ml Suppe (oder Wasser mit veganem Suppengewürz)
100 ml Sojamilch
2 EL geriebene Mandeln
2 TL Kapern
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
2 EL Petersilie
Saft 1/2 Limette

200 g Champignons, in Scheiben geschnitten
3 EL Olivenöl
5 getrochnete Marillen (Aprikosen), in sehr kleine Stücke geschnitten
2 EL Balsamico
2 EL Wasser
Salz, Pfeffer
1 TL vegane Worcestershiresauce

1 Packung veganer Mürbteig (zb. von Tante Fanny) oder selbstgemacht (hier mein Rezept).

Die Erbsen 2,3 Minuten in einem Topf kochen und abgießen. Topf wieder auf die Herdplatte und Zwiebel, Margarine, Öl, und Zucker goldbraun anrösten. Nun kommen die Erbsen dazu (2,3 EL zurück behalten), sowie die Suppe, Sojamilch, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und die geriebene Mandeln. Gut umrühren und ein paar Minuten köcheln lassen. Nun mit dem Pürierstab alles zu einer relativ homogenen Masse pürieren. Kapern und die zurückbehaltenen Erbsen unterrühren und mit dem Limettensaft abschmecken. Eventuell nochmal nachsalzen.

Das Backrohr auf 175° Umluft vorheizen.

Nun zu den Champignons:
Eine Pfanne auf den Herd stellen und das Öl erhitzen. Die Champignons darin scharf von allen Seiten anbraten. Die getrockneten Marillen dazu geben, kurz mitrösten und dann mit Balsamico und Wasser ablöschen, einreduzieren lassen. Salz, Pfeffer und Worcestershiresauce dazu geben.

Eine Auflaufform mit Olivenöl ausfetten und den Mürbteig schön in die Form legen, Ränder abschneiden. Jetzt kommt die Erbsenmasse in die Auflaufform und darüber werden die Champignons verteilt. Großzügig Olivenöl darüber träufeln und dann für ca. 25 Minuten im Ofen backen.


"For the Cherry on Top" mit Vogerlsalat und Zwetschkenchutney servieren.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Farfalle mit Radicchio und Walnüssen

Radicchio ist ein toller Wintersalat, aber daraus kann man nach italienischer Tradition nicht nur Salat machen, sondern auch sensationelle Pasta-Gerichte. Der fein-bittere Radiccio passt wunderbar zu Walnüssen und den süßlichen Schalotten, einfach herrlich. Zu einem Creme-Saucerl gebunden mit Mandelmus, schmackofatz!



Was man für zwei große Portionen braucht...

200 g Farfalle (oder andere vegane Pasta)
2 Schalotten, fein gehackt
2 TL brauner Zucker
3 EL Olivenöl
250 g Radicchio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200 ml Wasser
1 TL Kapern
1 Hand Walnüsse, grob gehackt
2 EL Balsamico
Salz, Pfeffer
1 EL Mandelmus
2 EL Petersilie
 
Das Nudelwasser aufsetzen, zum kochen bringen, salzen und die Farfalle darin al dente garen.
 
In der Zwischenzeit die Schalotten und den Zucker mit dem Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und goldbraun karamellisieren lassen. Die Radiccio-Stücke dazu geben, scharf anbraten, bis der Salat in sich zusammenfällt. Dann mit 200 ml Wasser aufgießen, ich hab das vom Nudelwasser abgeschöpft, das enthält etwas Särke und bindet die Sauce. Es kommen auch die Kapern, die Walnüsse, Salz, Pfeffer und Balsamico dazu. Ein paar Minuten einreduzieren lassen und dann mit dem Mandelmus abbinden. Das Mandelmus bindet die Sauce, wenn man die sie kurz aufköcheln lässt.
 
Die Nudeln abseihen und gleich in die Pfanne zur Sauce geben. Die frische Petersilie dazu geben, alles gut vermischen und sofort servieren.
 
"For the Cherry on Top" mit ein, zwei kleinen Radicchio-Blättern (von innen) und einer Walnuss garnieren.

Dienstag, 19. November 2013

Russisches Menü Pt. III - Steinpilz-Wareniki auf Borschtsch-Gemüse

Juhuuu, Teil III meines Russischen Menüs ist eine wunderbare Hauptspeise, featuring die Steinpilze, die mein Papa im Herbst vom Berg mitgebracht hat und für mich eingefroren hat. Die schmecken aufgetaut auch noch wunderbar! Ich hab die gemeinsam mit Walnüssen und anderem pipapo zu einer Füllung für Wareniki (russische Teigtäschchen) verarbeitet, schmeckt sensationell. Super herbstlich, russisch dazu, mein Borschtsch-Gemüse. Sabber...


Was man für die Steinpilz-Wareniki braucht...

Für die Steinpilz-Füllung:

1 Zwiebel
3 EL Sonnenblumenöl
200 g Steinpilze
1 Prise brauner Zucker
1 guter Schuss Apfelessig
Salz, Pfeffer
6-8 Walnusskerne (Walnusshälften)

Den Zwiebel und Zucker in dem Öl in einer Pfanne goldbraun anrösten. Die Steinpilze dazu geben und ein paar Minute Mitrosen, bis sie durch sind. Ich hab teifgefrorene Steinpilze genommen, die mein Papa im Herbst gefunden und eingefroren hat. Das funktioniert genauso, die brauchen hald ein bissi länger, bis sie durch sind.
Dann mit dem Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Jetzt den Inhalt der Pfanne gemeinsam mit Salz, Pfeffer und Walnusskerne in einer Küchenmaschine zu einer feinen Farce pürieren, in einem leistungsstarken Standmixer müsste das auch gehen. Die Farce kann man auch gut einen Tag vorher machen, ist sogar gut, wenn die einige Stunden anzieht.


Für den Teig:

300 g Weizenmehl (universal) + ein bissl Mehl extra
1/2 TL Salz
75 ml Sonnenblumenöl
150 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel verquirlen, bis der Teig halbwegs zusammenhält. Dann mit den Händen in der Schüssel noch weiterkneten, bis das ganze Mehl gebunden ist. Sollte der Teig recht trocken sein, kann man noch etwas Wasser dazu geben, sollte er recht kleben, einfach noch ein bissi Mehl dazu geben. Jetzt auf eine saubere Arbeitsfläche geben und den Teig mindestens 5 Minuten mit den Händen gut durchkneten, bis der Teig schön homogen und elastisch ist.
Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen.
Jetzt ein Stück vom Teig herunterschneiden und mit dem Nudelholz dünn ausrollen (ca. 1-2 mm). Nun mit einem Dessertring oder mit einem Glas (ca. 10 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Die Kreise werden nun mit einem TL von der Süßkartoffel-Masse gefüllt: Den Teigkreis in die Hand legen, die Süßkartoffel-Masse in die Mitte geben. Den Teig einschlagen und am Rand mit den Finger fest zusammendrücken und verschließen. Die Wareniki werden in Salzwasser gegart und zwar sind sie dann fertig, wenn sie beginnen aufzusteigen und an der Wasseroberfläche schwimmen. Wichtig ist, dass man immer nur ein paar Wareniki in das Wasser gibt, sie sollten genug Platz haben und nicht zusammenkleben. Am besten ist es also wenn man ein paar füllt, die ins Wasser gibt und einstweilen die nächste Runde füllt.

Für die Füllung:

1 Zwiebel
3 EL Sonnenblumenöl
200 g Steinpilze
1 Prise brauner Zucker
1 guter Schuss Apfelessig
Salz, Pfeffer
6-8 Walnusskerne (Walnusshälften)

Den Zwiebel und Zucker in dem Öl in einer Pfanne goldbraun anrösten. Die Steinpilze dazu geben und ein paar Minute Mitrosen, bis sie durch sind. Ich hab teifgefrorene Steinpilze genommen, die mein Papa im Herbst gefunden und eingefroren hat. Das funktioniert genauso, die brauchen hald ein bissi länger, bis sie durch sind.
Dann mit dem Apfelessig ablöschen und kurz einreduzieren lassen. Jetzt den Inhalt der Pfanne gemeinsam mit Salz, Pfeffer und Walnusskerne in einer Küchenmaschine zu einer feinen Farce pürieren, in einem leistungsstarken Standmixer müsste das auch gehen. Die Farce kann man auch gut einen Tag vorher machen, ist sogar gut, wenn die einige Stunden anzieht.


Was man für das Borschtsch-Gemüse braucht...

1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 EL Margarine (Alsan)
2 TL brauner Zucker
2 rote Rüben, geschält und in Stücke geschnitten
4 Karotten, in Stücke geschnitten
120 g Knollensellerie, geschält und in Stücke geschnitten
15 cm Stück Lauch, in Ringe geschnitten
1 EL Tomatenmark
3 EL Apfelessig
1 Knoblauchzehe
400 ml Gemüsesuppe
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer
2 TL Mandelmus
2 EL Petersilie, gehackt

Die Zwiebel gemeinsam mit dem Zucker und der Margarine in einer tiefen Pfanne oder einem Topf goldbraun anrösten. Dann kommen die roten Rüben, Karotten und Sellerie dazu. Ca. 5 Minuten unter ständigem rühren mitrösten und anschließend das Tomatenmark und den Lauch dazu geben. Weitere 3 Minuten anrösten, ständig rühren und dann mit dem Apfelessig ablöschen. Kurz einreduzieren lassen, dann Wasser, Knoblauch, Lorbeer, Salz und Pfeffer dazu geben. Ca. 20 Miunuten köcheln lassen, bis das Gemüse al dente gegart ist. Zum Schluss nochmal abschmecken und das Mandelmuss einrühren. Einmal aufkochen lassen, bis sich das Mandelmus vollständig aufgelöst hat und die Sauce etwas eingedickt ist. Zum Schluss die frische Petersilie dazu geben.
Das Gemüse in einem tiefen Teller gemeinsam mit den Wareniki schön anrichten.

"For the Cherry on Top" mit einem Petersilienblatt garnieren.

Freitag, 18. Oktober 2013

Süßkartoffelpüree mit karamellisierten Balsamico-Feigen und frischem Oregano

Mit dem Herbst kommen viele meiner Lieblingsfrüchte und Gemüsesorten. Und weil mir jetzt schon ab und zu der Sinn nach Weihnachten steht, hab ich mir ein gemütliches "zum auf der Couch essen" Gericht gemacht, das auch wunderbar als Vorspeise oder Beilage für ein Weihnachtsessen passen würde. Samtig, cremiges Süßkartoffelpüree mit viel Muskat und dazu Balsamicofeigen, süß und würzig zugleich. Das Rezept ist außerdem auch was für einen Abend, an dem man nicht so viel Zeit hat.

Was man für eine große Portion braucht...

2 Süßkartoffeln, geschält und in grobe Stücke geschnitten
1 guten Schluck Sojamilch
1/2 EL Margarine (Alsan)
1 Knoblauchzehe, gepresst
Salz
Muskat

2 Feigen, halbiert und/oder geviertelt
1 EL Olivenöl
1/2 TL brauner Zucker
1 EL Balsamico
1 EL frischer Oregano
Salz, Pfeffer
1 TL Pinienkerne, geröstet

Die Süßkartoffeln in Salzwasser garen, abseihen und gemeinsam mit Margarine, Sojamilch, Knoblauch, Salz und Muskat zu einem Püree zerstampfen und warm halten.
Eine kleine Pfanne mit Olivenöl und dem braunen Zucker erhitzen. Die Feigen darin 3-4 Minuten anbraten und anschließend mit dem Balsamico ablöschen. Den frischen Oregano dazu geben und braten bis der Balsamico verdampft/eingedickt ist. Salzen und mit Pfeffer abschmecken.
Das Süßkartoffelpüree in einem Teller schön mit den Feigen anrichten und die Pinienkerne darüber streuen.

"For the Cherry on Top" mit einem Zweig frischen Oregano garnieren.

Freitag, 11. Oktober 2013

Gelber Spalterbsen-Eintopf (wie in Tanzania gegessen) mit Pilau

Meine Lieben, nach der Hochzeit kommt die Hochzeitsreise, und die haben wir in dem unglaublich fantastischen Land Tanzania verbracht. Und was soll ich sagen, auch Veganer kommen hier auf ihre kosten, das Essen war einfach himmlisch! Ich gesellige Natur hab mich natürlich gleich mit den Köchen der Hotels und Lodges angefreundet und diverse Originalrezepte abgestaubt, wie zum Beispiel das in Tanzania allseits beliebte Pilau! Ein wunderbares Reisgericht mit den frischesten Gewürzen, die man hier ja quasi aus erster Hand bekommt. Auch ich hab mich in den Gewürzmärkten herumgetrieben und mich für die wohl nächsten hundert Jahre mit Muskatnüssen, Nelken, Pfeffer Zimt usw. eingedeckt, juhuuu! Nun möcht ich euch aber die ersten Rezepte präsentieren, die ich aus Tanzania mitgebracht habe, ich hoffe sie gefallen euch!
 
PS: Einen Reisebericht über den Honeymoon gibts bald auf Veltenbummler - vegan verreisen!



Was man für den Eintopf braucht (2-3 Portionen)...

1 Zwiebel, gehackt
4 EL Sonnenblumenöl
2 EL Tandoori Masala
200 g gelbe Spalterbsen (Chana Dal), gewaschen und abgetropft
500 ml Wasser (+ 100 ml)
160 ml Kokosmilch
1 El Erdnussbutter
Salz
Saft 1/2 Zitrone
150 g Blattspinat (ich hab TK verwendet)

Die Zwiebel in einem Topf mit dem Öl scharf anbraten bis sie braun sind. Nun kommt das Tandoori Masala dazu, kurz unter ständigem rühren mitrösen. Dann kommen die Spalterbsen das Wasser, die Kokosmilch, Erdnussbutter, Salz und Zitronensaft in den Topf. Alles gut umrühren und eine Stunde köcheln lassen. Immer wieder umrühren, so dass die Spalterbsen nicht am Boden ankleben. Nach der Stunde kommt der Blattspinat dazu, nochmal 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Mit Salz abschmecken.


Was man für das Pilau braucht (2 bis 3 Portionen)...

3 EL Sonnenblumenöl
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
ca. 1,5 cm Ingwer, geschält und fein gehackt
1 EL Pilau Masala
1 TL Kardamomkapseln
ein paar kleine Stücke Zimtrinde
1 Tasse Naturreis (Langkorn), gut gewaschen
2 Tassen Wasser
Salz
2 EL Öl

Den Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in dem Öl in einer Pfanne scharf, braun anbraten. Dann das Pilau Masala, die Kardamomkapseln und die Zimtrinde dazu geben, mitrösten und ständig umrühren. Jetzt kommt der Reis auch in die Pfanne, mit dem Wasser aufgießen, salzen und das Öl dazu geben. Das Pilau muss nun zugedeckt auf kleine Flamme köcheln, bis das Wasser weg ist, dann ist der Reis durch. Dauert unterschiedlich lange, je nach Reisart.

"For the Cherry on Top" mit einem Klecks Pili-Pili Sauce anrichten. Das Rezept dazu gibts bald am Blog.

Dienstag, 20. August 2013

Domoda (Gambisches Nationalgericht) mit Gemüse der Saison

Huuiii, ich bin schon richtig im Afrika-Fieber. Anfang September, gleich nach der Hochzeit, gehts ab nach Tanzania zur Tierbeobachtung. Um mich kulinarisch schon mal einzustimmen hab ich einen wunderbaren afrikanischen Erdnuss-Eintopf gemacht, namens Domoda. Dieses einfach fantastische Gericht ist die Nationalspeise von Gambia und Senegal. Kann ich verstehen, würd ich auch jeden Tag essen.
Ich hab den Eintopf mit dem Gemüse gemacht, das grad in meinem Gemüsekisterl war. Ihr könnt da aber an Gemüse reinschneiden, was ihr daheim habt.

TIP: Macht gleich einen großen Topf davon, das lässt sich super einfrieren.


Was man für 3 bis 4 Portionen braucht...

4 Zwiebel, grob gehackt
3 EL Rapsöl
3 Knoblauchzehe, in Scheibchen geschnitten
3 gute EL Tomatenmark
1,5 Liter heißes Wasser
2 vegane Brühwürfel (zB. von Rapunzel)
3 gute  EL Erdnussbutter
6 Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
6 Karotten, in Stück geschnitten
250 g Fisolen, in Stücke geschnitten
1 Mangold, in Stücke geschnitten
1 TL Kreuzkümmel
Cayennepfeffer
Saft 1/2 Zitrone

Anm: Mann kann natürlich auch selbstgemachten Gemüsefonds oder Suppe nehmen. Im Original verwenden die Afrikaner hier Suppenwürfel, hihi.

Also los gehts: Die Zwiebel mit dem Öl in einem großen Topf bei voller Hitze scharf anrösten. Ständig umrühren, dass nix anbrennt. Wenn die Zwiebel braun sind kommen Knoblauch und Tomatenmark dazu. Ca. 3 Minuten unter ständigem rühren anrösten und dann mit dem Wasser aufgießen. Brühwürfel rein und aufkochen lassen. Dann kommt die Erdnussbutter dazu. ein paar Minuten köcheln lassen, bis sich die Erdnussbutter halbwegs aufgelöst hat. Die Erdnussbutter bildet so Flankerl im Wasser, das ist voll kommen normal. Jetzt kommen Kartoffeln, Karotten, Fisolen, Mangold und Gewürze dazu. Nun ca. 30 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, dann den Deckel runter nehmen und die Sauce durch köcheln eindicken lassen, bis sie schön sämig ist. Dauert ca. 15 bis 20 Minuten.
Vor dem servieren mit dem Zitronensaft abrunden.

"For the Cherry on Top" mit Zitronenthymian garnieren.

Dienstag, 13. August 2013

Linguine Salsa Verde mit gegrillten Zucchini

Meine Lieben, ich hab mir mal wieder ein neues Kochbuch gegönnt: "Rezepte für einen italienischen Sommer". Das ist kein veganes Kochbuch, aber gespickt mit sehr gut veganisierbarer italienischer Basisküche (einiges ist auch ohnehin vegan). In dem Buch hab ich eine Salsa Verde gefunden, die die Italiener zu allem möglichen essen. Ich hab das promt veganisiert, bzw. meine eigene Version einer Salsa Verde kreiert, wunderbar mit Zitrone, gutem Olivenöl, frischen Kräutern und einem tollen Gewürz: Mama Mia, eine italienische Gewürzmischung, wiedermal vom Babette's. Da sind lauter schöne Sachen drin: Pfeffer, Zitronenschale, brauner Rohrzucker, Basilikum, Salbei, Thymian, Oregano, Anis, Fenchelsamen, Wacholder, Lorbeer und Muskat. Da riechts zu Hause gleich wie in einer toskanischen Landküche!
Achja, und nur der Vollständigkeit halber: Ich hab keinen Werbevertrag mit Babette's. Wie immer empfehle ich nur Produkte, von denen ich selbst überzeugt bin und gerne darüber schreibe.
So und jetzt gehts los mit meiner Salsa Verde:


Was man für zwei Portionen braucht...

2 kleine Erdäpfel, geschält
100 g Erbsen (ich hab TK verwendet)
1 Bund Basilikum, fein gehackt
2 EL gehackte Petersilie
2 Knoblauchzehen, gepresst
Saft 1/2 Zitrone
75-100 ml Olivenöl
1 TL Mamma Mia - Gewürzmischung (oder eine andere italienische Gewürzmischung nach Geschmack)
Salz

1 kleine Zucchini, in Stifte geschnitten.
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

200 g Linguine

Als erstes die Salsa Verde: Die Eräpfel schälen und in Salzwasser kochen. Ein paar Minuten bevor sie durch sind, die Erbsen dazu geben, ein paar Minuten mitkochen und anschließend abseihen. Mit dem Kartoffelstampfer alle zu einem Brei stampfen. Man kann das auch pürieren, wenn man es lieber hat, ich habs gerne rustikal. Jetzt kommt der Knoblauch, die Kräuter, der Zitronensaft, Olivenöl, Gewürz und Salz dazu. Nochmal alles gut verstampfen, dass alles gut verteilt ist.
 
Nudelwasser aufsetzen, salzen und die Linguine darin al dente garen. In der Zwischenzeit die Zucchini in einer Grillpfanne mit Olivenöl kruz und scharf anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. 2 EL von dem Nudelwasser zu der Salsa Verde geben und nochmal gut umrühren.
Die Nudeln abgießen und zurück in den Topf geben. Die Salsa Verde dazu geben und gut verteilen. Jede Portion mit ein paar Stiften gegrillten Zucchini anrichten.
 
"For the Cherry on Top" vor dem servieren mit frischem Pfeffer bestreuen.

Dienstag, 30. Juli 2013

Rauchig gefüllte Paprika mit Tomatensauce und Erdäpfelpüree

Ich liebe Gerichte, die ich im Backrohr machen kann. Es ist einfach irrsinnig praktisch, weil man während die Sachen vor sich hin bruzeln, schon sauber machen kann. Außerdem schmecken Gerichte aus dem Backrohr immer einen Tick intensiver. So auch meine rauchig gefüllten Paprikaschoten mit der einfachsten Tomatensauce allerzeiten: Ich vermisch die rohe Tomatenpassata einfach mit Salz, Olivenöl und etwas Zucker, schüttel das ganze und leer die rohe Sauce zu den Paprika. Wenn man das nach 45 Minuten aus dem Backrohr holt, ist die Sauce wunderbar eingedickt und schmeckt tomatig intensiv, total toll.
Das rauchige bei meiner Paprikafüllung kommt übrigens vom Smokey Chili Rub und dem Pimenton de la vera von Babette's am Hohen Markt. Ich liebe dieses Geschäft, die Gewürze haben eine unglaubliche Qualität. Und als ich letztens dort war, durfte ich mir viele Proben für neue Gerichte mitnehmen, so lieb sind die Damen dort!


Was man für 3 Portionen braucht...

100 g Sojagranulat
400 ml Wasser
4 EL Olivenöl
1 TL brauner Zucker
2 Zwiebel, fein gehackt
90 g Sellerie, in sehr kleine Stücke geschnitten
1 größere Karotte, in sehr kleine Stücke geschnitten
1/2 Zucchini, in sehr kleine Stücke geschnitten
1 EL Tomatenmark
2 Knoblauchzehe, gepresst
1 Schuss Rotwein (ca 2 EL)
1 EL Balsamico
2 TL Smokey Chili Rub
1 TL geräuchertes Paprikapulver mild (zB Pimenton de la vera von Babette's)
Salz
1 Bund Petersilie, gehackt

3 Paprika
 
Als erstes wird das Sojagranulat in dem Wasser eingeweicht. In der Zwischenzeit werden die gehackten Zwiebel in dem Olivenöl und dem Zucker in einer Pfanne scharf angeröstet. Haben sie Farbe genommen, kommen die Sellerie, Karotten und Zucchinistückchen dazu. Wiederum scharf anrösten, es geht uns schließlich um die Röstaromen. Wenn sich bei der Pfanne unten ein Satz bildet, ist das erwünscht, nur anbrennen sollte das nicht, also immer gut umrühren. Jetzt kommen das Tomatenmark und der Knoblauch dazu, weitere 3 Minuten anrösten und dann das ganze mit dem Rotwein ablöschen. Nun kommt das eingeweichte Sojagranulat dazu. Man sollte voher aber noch das Wasser etwas rausdrücken, sonst wird es zu feucht. Balsamico, Gewürze und Petersilie dazu geben. Gut salzen, g'scheit umrühren und noch ein paar Minuten anrösten und die Flüssigkeit reduzieren lassen. Dann beiseite stellen.
 
Das Backrohr auf 200° vorheizen.
Die Paprika oben abschneiden, so dass man einen Deckel von ca. 1,5 cm Breite hat. Die weißen Teile und Kerne mit einem kleinen Messer entfernen. Die Sojagranulat-Masse in die Paprika füllen, schön dicht andrücken und mit dem Deckel zudecken. die Paprikaschoten in eine Auflaufform reinstellen.

Für die Sauce...

700 g Tomatenpassata (zB von Ja!Natürlich im Glas)
3 EL Olivenöl
1 TL brauner Zucker
Salz (eine große Prise)
Alufolie
 
Alle Zutaten vermischen. Ich mach das gleich in dem Glas der Tomatenpassata. Ich gieße ein bissl was davon in ein Schüsserl. Dann geb ich Öl, Zucker und Salz in das Glas, Deckel zu und gut schütteln.
Die Sauce wird um die Paprikaschoten in die Auflafform gegossen. Aber nicht über die Paprika gießen, sondern daneben. Die restliche Passata aus dem Schüsserl geb ich auch dazu.
Die Auflaufform mit Alufolie abdecken und im Backrohr für 30 Minuten bei 200° braten. Dann die Folie runter geben und weitere 15 Minuten braten, dann wird die Haut schön braun und runzlig. :)
 
Das Rezept für das Erdäpflpüree findest du hier.

"For the Cherry on Top" jede Portion vor dem servieren mit etwas Olivenöl beträufeln. Man kann die gefüllten Paprika auch mit Couscous servieren oder kalt bei einem Picknick verschmausen!

Dienstag, 16. Juli 2013

Französische Rotweinlinsen mit Blätterteig-Haube

Ich genieße gerade das Dolce Vita in Wien, da ich mir eine Woche frei genommen habe. Das Dolce Vita besteht für mich aus Besuchen am Naschmarkt, stöbern auf Flohmärkten und vor allem daraus, mir neue Rezepte auszudenken und mit viel Zeit, Liebe und Genuss zu kochen. So bereits gestern geschehen: Ich hab für meinen Schatz einen französischen "Pie" gemacht. Rotweinlinsen mit einer meiner absoluten Lieblingsgewürzmischungen, dem Quatre-épice, im Ofen unter einer Blätterteighaube gebacken. Quatre-épice (4 Gewürze), eine französische Gewürzmischung, die für gewöhnlich aus Pfeffer, Muskat, Nelken und Ingwer in der richtigen Relation besteht, bekommt man in Wien zb. im Babette's Gewürzladen.


Was man für 3-4 Portionen braucht...

3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
3 Knoblauchzehen, in feine Scheibchen geschnitten
3 Karotten, in kleine Stücke geschnitten
200 g Knollensellerie, in kleine Stücke geschnitten
250 g Champignons, in kleine Stücke geschnitten
1 Apfel, geschält und in kleine Stücke geschnitten
3 EL Margarine
2 TL brauner Zucker
1 EL Tomatenmark
200 g Belugalinsen
250 ml Rotwein
350 bis 450 ml Wasser
1 geh. TL Quatre-épice
Salz
1 Bund Petersilie, grob gehackt
3-4 EL Olivenöl
1 Rolle veganen Blätterteig

Die Frühlingszwiebel mit dem Zucker und der Margarine in einem heißen Topf braun anrösten. Die Karotten- und Selleriestückerl dazu geben und bei heißer Flamme unter ständigem rühren ein paar Minuten g'scheit mitrösten. Am besten sollte sich am Boden des Topfes ein kleiner Satz bilden, der aber nicht anbrennen sollte. Jetzt kommen die Champignons dazu, wieder mitrösten. Sie lassen bald Wasser, das sollte wieder halbwegs verkocht werden, dann kommt das Tomatenmark und der Knoblauch dazu. Unter ständigem rühren weitere 5 Minuten rösten lassen. Jetzt kommen die Linsen und die Apfelstückchen dazu, kurz umrühren und mit dem Rowein aufgießen. Den Rotwein kurz einreduzieren lassen und anschließend mal mit 350 ml Wasser aufgießen. Es kommt nun der gehäufte TL von dem Quatre-épice dazu und eine kräftige Prise Salz. Deckel drauf und ca. eine halbe Stunde köcheln lassen. Immer wieder mal umrühren und etwas mit Wasser aufgießen, falls die Linsen schon alles aufgesogen haben. Insgesamt hab ich 450 ml Wasser dazu gegeben.

Das Backrohr auf 180°C vorheizen und eine Auflaufform herrichten. Ich hatte eine ovale Form mit ca. 25 cm. Durchmesser in der Länge. 
Wenn die Linsen fertig gegart sind kommen die Petersilie und das Olivenöl dazu. Nochmal mit Salz abschmecken, gut umrühren und die Linsen in die vorbereitete Auflaufform geben. Die Form sollte gut mit den Linsen angefüllt sein. Jetzt wird der Blätterteig wie ein Deckel über die Auflaufform gelegt. Die enden in die Form reinklappen, so dass sie nicht überstehen. Man kann die Enden auch abschneiden und nette Teigsternchen oder Schweinchen (das hab ich gemacht) daraus ausstechen und auf die Mitte des Blätterteigdeckels legen.
TIP: Es empfiehlt es sich den Blätterteig ein paar Minuten, bevor du ihn verwendest, aus dem Kühlschrank zu geben. Dann lässt er sich besser ausrollen und ist nicht so porös.

Der Blätterteig wird jetzt noch mit etwas Sojamilch bestrichen, dann kommt die Geschichte bei 180°C für 17 bis 20 Minuten in das Backrohr. Schön goldbraun sollte der Blätterteig sein. Vor dem servieren noch kurz warten, da die Linsen brennheiß sind. Schön ist es, die Auflaufform einfach auf den Tisch zu stellen und jeder sticht sich raus. Französisch rustikal!



"For the Cherry on Top" mit einem Glas Rotwein uns einem grünen Salat servieren.

Freitag, 5. Juli 2013

Paprizierte "Haschee"-Hörnchen mit Rosmarin

Wer kennt sie nicht aus der Kindheit, die leckeren Haschee-Hörnchen! Die wollt ich jetzt mal wieder haben, aber ohne Muh und Oink, das kommt mir nicht in meine Hörnchen rein!
Das Gericht ist bestens geeignet für die kleinen Erdlinge unter uns, Kinder lieben das. Und gestressten Mamas und Papas haben auch was davon, zumal es sehr rasch zuzubereiten ist. Essen Kinder mit, dann würd ich den Tabasco erst zum Schluss auf die Erwachsenenportionen geben.


Was man für 4 Portionen braucht...

300 g Hörnchen
80 g Sojagranulat
250 ml Wasser
2 Zwiebeln, fein gehackt
6 EL Olivenöl
1 TL brauner Zucker
1 Zweig frischer Rosmarin
1,5 EL Tomatenmark
1 geh. TL Paprikapulver edeslüß
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
Tabasco

Das Sojagranulat in eine Schüssel mit dem Wasser geben und quellen lassen. Das Nudelwasser aufsetzten, salzen und die Pasta al dente garen.
In der Zwischenzeit die Zwiebel in dem Olivenöl und Zucker g'scheit anrösten, das kann ruhig braun werden, anbrennen sollte es hald nicht. Der Rosmarinzweig kommt so wie er ist auch mit in die Pfanne und wird mitgeröstet. Jetzt kommt das Tomatenmark dazu und wird noch ein paar Minuten unter ständigem rühren mitgeröstet.
Das Sojagranulat hat das Wasser jetzt angezogen. Damit es nicht zu feucht ist, wird jetzt das Wasser  mit den Händen aus dem Granulate ein biss rausgedrückt und dann kommt das Granulat zu den Zwiebeln in die Pfanne. Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Tabasco nach Geschmack dazu, gut umrühren und noch ein paar Minuten g'scheit anrösten. Die Hörnchen müssten mittlerweile gar sein, die werden abgegossen und gleich zu dem "Haschee" in die Pfanne gegeben. Schnittlauch dazu, alles gut umrühren und nochmal mit Salz und Tabasco abschmecken.
 
"For the Cherry on Top" in einer großen Schale mit dem Rosmarinzweig oben auf anrichten. Etwas Olivenöl darüber träufeln und in die Mitte des Tisches stellen und jeder schöpft sich rauf! Ein Tomaten- oder Gurkensalat passt auch hervorragend dazu!

Montag, 1. Juli 2013

Sommerpizza: Mandelfeta, Nektarine und Zitronenthymian

Offenbar war am Samstag der Vegan Pizza Day. Hm, nicht dass man einen Grund braucht um vegane Pizza zu machen aber wenns dann schon einen Vegan Pizza Day gibt, dann wird da auch vegane Pizza gemacht. :) Vielleicht habt ihr ja bereits mitbekommen, dass es bei mir hin und wieder etwas - sagen wir mal - einzigartige Kombinationen gibt: Auf meine Sommerpizza des Jahres hab ich Nektarine gegeben. Ich lieeeebe Nektarinen! Und mit Mandelfeta und Zitronenthymian auf einer Pizza, ein Gedicht! Statt Tomatensauce hab ich auf den Boden veganen Vrischkäse gestrichen.



Was man für 2 Portionen braucht...

1x Pizzateig nach meinem Rezept für den perfekten Pizzateig
2 Nektarinen, in feine Halbmonde geschnitten
1 Packung veganen Vrischkäse (zB von Soyananda)
1/2 Mandelfeta, hier gehts zum Rezept
2 EL Balsamicoreduktion oder gealterten, dicken Balsamico
ein paar Zweige Zitronenthymian
Salz, Olivenöl

Den Pizzateig nach Rezept zubereiten. Ein Busserl hilft, dass er richtig schön aufgeht!
Wenn der Teig fertig gegangen ist, kann man ihn vierteln oder halbieren und dann mit der Hand zu einem "Kreis" formen. Bei mir wird das meistens kein richtiger Kreis, sondern eher eine asymetrische Form, aber so schauts hald aus, wenns handgemacht ist.
Dann wird der Boden als erstes kräftig mit Vrischkäse bestrichen. Darauf kommt etwas Salz, dann die Nektarinenspalten und darauf wird der Mandelfeta gekrümelt. Jetzt noch ein paar Zitronenthymianblättchen drauf, mit Olivenöl beträufeln und ab in den Ofen bei 180° für etwa 10 Minuten.
 
TIP: Den Mandelfeta solltet ihr am Vortag machen, der sollte ja eine Nacht anziehen, bevor er gebacken wird.



"For the Cherry on Top" mit Balsamico(reduktion) beträufeln und mit einem Glas Rotwein servieren.

Dienstag, 18. Juni 2013

Pasta Pomodoro Fresco

Eine riesige Ochsenherz-Tomate veranlasst mich dazu, euch mein absolutes Lieblingspasta-Rezept zu verraten. Es bedeutet für mich Italien pur und ist nochdazu unglaublich schnell zuzubereiten. Die Sauce braucht so lange, wie die Nudeln kochen müssen, alles ratz, fatz! Die Tomate hat übrigens einen halben Kilo gewogen! :D


Was man für 2 Portionen braucht...

200 g Spagetti
5 EL Olivenöl
1 TL brauner Zucker
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauch, in Streifen geschnitten
500 g reife Tomaten
1-2 EL Balsamico
1 Hand frischer Basilikum
Salz, Pfeffer

Einen kleinen Topf Wasser zum kochen bringen und von der Herplatte nehmen. Die Tomaten oben und unten kreuzweise einritzen, kurz ins kochende Wasser schmeissen, raus nehmen und die Haut abziehen.
Einen großen Topf Wasser für die Pasta zum kochen bringen, salzen und die Pasta darin kurz vor al dente garen.
In der Zwischenzeit den Zwiebel in dem Olivenöl und Zucker in einer heißen Pfanne goldbraun anrösten. Den Knoblauch dazu geben, 1-3 Minuten mitrösten. Die geschälten Tomaten in Stücke schneiden und zu Zwiebel und Knoblauch in die Pfanne geben. Den Balsamico dazu geben und köcheln lassen. Wenn die Nudeln fast al dente sind, werden sie so abgeseiht, dass noch etwas von dem Stärkewasser (ein paar EL) zurück bleibt und das wird nun gemeinsam mit den Nudeln in die Pfanne zu den  Tomaten gegeben. Alles gut durchrühren, Basilikum, Salz und Pfeffer dazu geben und nun die Pasta fertig garen.
 
In einem Teller schön anrichten und mit etwas Mandel-Feta und einem Blatt Basilikum garnieren.


"For the Cherry on Top" mit einem Glas spritzigen Weißwein am Balkon genießen.

Dienstag, 11. Juni 2013

Russland meets Mexico: Chipotle-Weißkraut mit Süßkartoffel-Wareniki

Letzte Woche war ich wiedermal bei der "Casa Mexico" auf der Siebensterngasse. Hach das ist echt ein Paradies dort. Diesmal hab ich mir unter anderem eine Dose eingelegte Chipotles gekauft, das sind geräucherte Chilischoten in Tomatensaft. Ich liebe, liebe, liebe sie!
Und nachdem ich bekanntermaßen eine Freundin der länderübergreifenden Küche bin, hab ich den Bogen diesmal besonders weit gespannt: Russland meets Mexiko: Weißkraut gekocht in einer Sauce aus Chipotles und Balsamico, wunderbar weiche Warenikis (gefüllte, russische Teigtascherl) mit einer Süßkartoffel-Zwiebel Füllung. Bombe!


Was man für das Chipotle-Weißkraut braucht...

1 Krautkopf
2 EL Margarine
2 EL Olivenöl
1,5 EL brauner Zucker
4 Zwiebel, gehackt
1 EL Tomatenmark
100 ml Balsamico
500 ml Suppe
1 TL Rauchsalz
2 Chipotles, in kleine Stücke geschnitten
Salz
4 EL Petersilie, fein gehackt

Den Krautkopf vom Strunk befreien und in feine Streifen schneiden (entweder mit einem scharfen, großen Messer oder mit der Küchenmaschine).
In einem großen Topf die Margarine, das Öl und den Zucker erhitzen. Die Zwiebel dazu geben und scharf, braun anrösten. Jetzt kommt das Tomatenmark dazu, nochmal für ca. 3 Minuten unter ständigem rühren mitrösten. Jetzt kommt das Kraut in den Topf, die Hitze zurücknehmen, oder den Topf überhaupt kurz von der Herdplatte nehmen). Das Kraut nun sanft mitrösten bis es in sich zusammengefallen ist. Dabei immer schön umrühren, dass nix anbrennt. Wenn das Kraut zusammensinkt und etwas weicher ist, kann man den Herd wieder aufdrehen, gut erhitzen und dann mit dem Balsamico ablöschen. Kurz einreduzieren lassen und dann die Suppe dazu geben. Jetzt kommen die Chipotles, das Rauchsalz und das Salz dazu. Mit zwei Chipotles wird es richtig schön scharf, also angenehm scharf für Menschen, die gerne scharf mögen. Sollte jemand mitessen, der da empfindlich ist, würd ich empfehlen nur eine Chipotle-Chili zu nehmen.
Aber zurück zum Kraut: Da kommt jetzt der Deckel drauf und es muss für mindestens 45 Minuten köcheln. Immer wieder mal mit etwas Wasser aufgießen, die Flüssigkeit sollte mindestens 2 cm am Topfboden stehen. So kann das Kraut gut durchgekocht werden. Zum Schluss, also kurz vor dem Servieren, kommt noch die frische Petersilie dazu und es kann nochmal mit Salz abgeschmeckt werden.

Das Kraut kann man übrigens auch gut am Vortag vorbereiten, je öfter man es aufwärmt umso besser wird es. Ich mach auch gleich immer ein paar Portionen mehr und frier mir das ein. Schmeckt auch aufgetaut super.

Was man für 30-40 Wareniki braucht...

2 Süßkartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
1 mehlig kochende Kartoffel, geschält und in Stück geschnitten
1 Zwiebel, fein gehackt
2 EL Olivenöl
Salz, Muskat

Die Kartoffel- und Süßkartoffelstücke in Salzwasser garen. In der Zwischenzeit die Zwiebel in einer heißen Pfanne mit dem Öl goldbraun anbraten. Die Kartoffelstücke gut abgießen, zu der Zwiebel geben und mit Salz und Muskat würzen. Jetzt mit dem Kartoffelstampfer zu einem feinen Püree zerstampfen. Nochmal abschmecken, in eine Schüssel geben und auskühlen lassen.


Für den Teig:

400 g Weizenmehl (universal)
1/2 TL Salz
100 ml Rapsöl
200 ml lauwarmes Wasser

Alle Zutaten in einer Schüssel mit einer Gabel verquirlen, bis der Teig halbwegs zusammenhält. Dann mit den Händen in der Schüssel noch weiterkneten, bis das ganze Mehl gebunden ist. Sollte der Teig recht trocken  sein, kann man noch etwas Wasser dazu geben, sollte er recht kleben, einfach noch ein bissi Mehl dazu geben. Jetzt auf eine saubere Arbeitsfläche geben und den Teig mindestens 5 Minuten mit den Händen gut durchkneten, bis der Teig schön homogen und elastisch ist. 
Einen großen Topf mit Salzwasser aufsetzen.
Jetzt ein Stück vom Teig herunterschneiden und mit dem Nudelholz dünn ausrollen (ca. 1-2 mm). Nun mit einem Dessertring oder mit einem Glas (ca. 10 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Die Kreise werden nun mit einem TL von der Süßkartoffel-Masse gefüllt: Den Teigkreis in die Hand legen, die Süßkartoffel-Masse in die Mitte geben. Den Teig einschlagen und am Rand mit den Finger fest zusammendrücken und verschließen. Die Wareniki werden nun in Salzwasser gegart und zwar sind sie fertig, wenn sie beginnen aufzusteigen und an der Wasseroberfläche schwimmen. Wichtig ist, dass man immer nur ein paar Wareniki in das Wasser gibt, sie sollten genug Platz haben und nicht zusammenkleben. Am besten ist es also wenn man ein paar füllt, die ins Wasser gibt und einstweilen die nächste Runde füllt.

Man kann die Wareniki nun eigentlich schon so - also gekocht - essen. Man kann sie aber auch - und das liebe ich - noch in einer Pfanne mit etwas Margarine von beiden Seiten anbraten (wie im Bild ganz oben). Eine andere Art der Zubereitung ist das frittieren der Wareniki in Öl. 

 
"For the Cherry on Top" die Warenikis schön auf dem Kraut anrichten und mit etwas gehackter Petersilie bestreuen. Wenn man die Warenikis nach dem kochen in Margarine anbratet, kann man auch noch etwas von der geschmolzenen Margarine darüber träufeln.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Pasta mit Mangoldcreme und Melanzanicroutons

Liebe Leute, grüne Sauce zu Pasta? Es muss nicht immer das klassische Pesto sein! Ich hab eine sehr leckere grüne Sauce aus Mangold gemacht. Abgerundet mit Balsamico und Melanzaniwürferl dazu, fazit: Sehr stimmig!



Was man dafür braucht...

1 großer Kopf Mangold
2 Stück Frühlingsknoblauch, in Ringe geschnitten
1 Zwiebel, grob gehackt
3 EL Olivenöl + 1 TL Margarine (Alsan)
1 TL brauner Zucker
1 Schuss Weißwein
200 ml Suppe
Salz, Pfeffer, Muskat
1-2 EL Balsamico
3 EL Sojarahm
2 EL Pinienkerne

1 Melanzani, in kleine Würfel geschnitten
2 Koblauchzehen, gepresst
3 EL Olivenöl
Salz

Das Backrohr auf 250 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. In einer Schüssel das Öl, Knoblauch und etwas Salz vermischen. Die Melanzaniwürferl dazu geben, gut durchmischen, so dass alles etwas mit Öl bedeckt ist. Jetzt die Melanzanistücke auf dem Backblech gleichmäßig verteilen und im Backrohr braten, bis sie außen cross und innen weich sind. Dauert ca. eine Halbe Stunde.

Den Mangold waschen und die Strünke von den Blättern trennen. Die Strünke klein Schneiden und gemeinsam mit dem Zwiebel und Jungknoblauch in einer Pfanne mit dem Öl, Margarine und Zucker braun anbraten. Dann die Blätter des Mangold grob zerschneiden und in die Pfanne dazu geben. Immer umrühren, bis die Blätter zusammengefallen sind. Dann mit Weißwein ablöschen, kurz einreduzieren lassen und anschließend mit der Suppe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat und Balsamico würzen und zugedeckt etwa 10 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit das Nudelwasser aufsetzen und die Spagetti darin al dente garen.

Wieder zurück zum Mangold: Es kommen nun der Sojarahm und die Pinienkerne zu dem Mangold, gut umrühren und anschließend mit einem Pürierstab zu einer grünen, dicken Sauce pürieren. Man tut sich leichter, wenn man das Gemüse dafür in eine hohe Schüssel oder Messbecher gibt, dann spritzt es weniger.

Wenn die Nudeln fertig sind, kann man sie abgießen und gleich zur Sauce in die Pfanne geben. Einmal gut durchmischen und nochmal abschmecken.
Nun die Pasta auf einem Teller anrichten und die Melanzanicroutons darüber streuen.

"For the Cherry on Top" mit etwas Balsamicoreduktion verfeinern.