Montag, 24. März 2014

Rohgenuss - Michaela Russmann zeigt uns, wie man die Küche so richtig schön kalt lässt...

Meine liebe Freundin Michala Russmann - Rohkostgöttin und Mittags vor dem Hunger Retterin - hat wieder zugeschlagen: Nach ihrem von Buch "...aber  vegan" ist nun ihre neue Rohkost-Offenbarung "Rohgenuss - Wenn die Küche kalt bleibt" erschienen!


Das Kochbuch funktioniert nach Michi's altbeliebten Rezept: Man braucht ein Messer, ein Schneidbrett und Zutaten, die man in jedem Supermarkt bekommt. Einfacher gehts nicht. Und wer schon mal Michis Rohkostbrunch, einen ihrer Workshops oder ihren Mittagstisch in der Biowerkstatt besucht hat, weiss, dass einfach auch gut sein kann. 

Bei der Entstehung des Kochbuches war ich ja quasi Zeitzeugin, hüstel. Wenn ich zu Mittag meinen schwangeren Wanst wieder mal in der Biowerkstatt voll geschlagen hab, sah man die Michi in letzter Zeit immer mit irgendwelchen Zutaten oder einfach total hübsch aussehenden Gerichten (die man nicht probieren durfte) ins hintere Kämmerlein verschwinden. Denn wenn man mitten im Mittagsgeschäft nicht noch schnell ein paar Rezepte fürs neue Buch ablichten könnte, wär das Leben ja fad oder? Für die Michi scheint es jedenfalls so zu sein. :)

In dem Buch findest du zum Beispiel Rezepte für Salat-Knoblauchcremesüppchen, Lasagne nach grüner Art und wunderbare Schokowürfelchen, in die ich am liebsten gleich reinbeißen möchte.




Wenn du aus Wien bist und ein paar von Michis Kreationen kosten möchtest, dann komm doch am Donnerstag zur Buchpräsentation in die Biowerkstatt. Mich findet man bei diesem Event jedenfalls in der Nähe der besagten Schokowürfel, die ich mit ein wenig Ellbogentechnik zu verdeidigen werd wissen, hihi.

Die Fotos und den Film zu dem Buch wuden von Michis Göttergatten Jochen Russmann geschossen, eine tatkräftige Familie sind die Russmanns, das sag ich euch. Das Studio, in dem die Aufnahmen gemacht wurden, kann man bei der Buchpräsentation übrigens auch besichtigen.

Dienstag, 11. März 2014

Mexikanisch gefüllte Ofen-Süßkartoffel mit Ananas und Guacamole

Meine Lieben, ich entschuldige mich für meine lange Abwesenheit, aber - zu meiner Verteidigung - es gibt eine wirklich gute Entschuldigung: Ich habe - um bei der Sprache der Köche zu bleiben - einen Braten in der Röhre. Die damit einhergehede Übelkeit und plötzliche Abneigung gegen eigentlich zutiefst verehrte Lebensmittel haben es mir in der Kreativwerkstatt echt schwer gemacht. Aber jetzt gehts mit wieder gut und ich werde mich bemühen, euch wieder mit Rezepten zu versorgen, auch wenn mir das wohl nicht mehr so oft gelingen wird wie in der Vegangenheit. Die Ideen sprudeln jedenfalls wieder und das find ich grade sehr schön. 

Aber jetzt zu den Süßkartoffeln, die mir das gestrige Abendmahl so...nun ja...versüßt haben. Ich hab die das erste Mal einfach ins Backrohr geschmissen und mein Gott werden die weich und süß und gut und einfach mmmmhhhhh.....
Gefüllt hab ich die Ofenkartoffeln mit einem mexikanischen Ragout aus Zwiebel, Champignons, Ananas und Bohnen. Guacamole oben drauf. Perfekt!

Die Fotos hat mein Schatz übrigens mit meinem neuen tollen Objektiv gemacht, das ich von besagtem zu Weihnachten bekommen habe. Ein 50 mm Fixbrennweite Objektiv ist das.


Was man für 2 große Portionen braucht...

4 Süßkartoffeln (oder 2 große), gut waschen
3 EL Olivenöl
1 rote Zwiebel, grob gehackt
250 g braune Champignons, in Stücke geschnitten
1 EL Tomatenmark
ca. 3cm dickes Stück einer Ananas, geschält und in Stücke geschnitten (oder 1/2 Dose, abgetropft)
1 Dose Kidneybohnen, abgespült und gut abgetropft
1 TL Chili con Carne-Gewürz (ich find das von Schuhbeck voll gut)
1/2 TL Pimenton de la vera (geräuchertes Paprikapulver, mild)
75 ml Wasser
Salz
3 EL Petersilie, gehackt (+ etwas zum garnieren)
Saft 1/2 Zitrone
etwas Olivenöl zum beträufeln

1 reife Avocado
Saft 1/2 Zitrone
Salz, Pfeffer

Die Süßkartoffeln auf ein Backblech legen und für 45 bis 60 Minuten (je nach Größe der Kartoffel) im Backrohr bei 200° backen.
In der Zwischenzeit hat man genug Zeit um die Guacamole und die Füllung zu machen:
Für die Guacamole die Avocado mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer zermantschen und abgedeckt kalt stellen.
Für die Füllung eine Pfanne mit dem Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin kräftig, mittelbraun anbraten. Die Champignons dazu geben und mitbraten, bis sie Wasser lassen. Jetzt kommt das Tomatenmark dazu, kurz mitrösten und anschließend die Ananasstückchen, Bohnen, Gewürze, Salz und Wasser dazu geben. Für mindestens 15 Minuten köcheln lassen (Temperatur reduziert) und immer mal umrühren. Zum Schluss mit der Petersilie und dem Zitronensaft abrunden.


Wenn die Süßkartoffeln durch sind, kann man sie aus dem Backrohr auf einen Teller legen (Achtung: superheiß), in der Mitte auseinander schneiden, aber nicht ganz durch. Dann kommen ein paar großzügige EL von der Füllung in die Mitte und darauf ein Klecks von der Guacamole. 


"For the Cherry on Top" mit Petersilie garnieren und Olivenöl beträufeln.

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Erbsenquiche mit Balsamico-Champignons und getrockneten Marillen

Meine Quicheform hat sich letztens bei mir beschwert, dass ich sie so lange schon in der Ecke hab liegen lassen. Da hat sie mir schon ein bissl leid getan und ich hab sie prompt mit einer superleckeren Erbsenmasse mit Muskat, Petersilie und Limette gefüllt. Darauf hab ich in Balsamico karamellisierte Schwammerl und getrocknete Marillen gegeben. Einfach fantastisch!
Und ich gebs zu, ich hab diesmal einen fertigen Mürbteig genommen, einfach keine Zeit gehabt den selber zu machen. Zudem grinst einen das Vegan-Zeichen auf vielen Tante Fanny - Teigen seit kurzem an, das muss doch mit einem Einkauf belohnt werden. Und der Teig ist auch echt lecker.


Was man dafür braucht...
...für eine etwas kleinere Auflaufform (3-4 Portionen)

500 g Erbsen, TK
1 Zwiebel, gehackt
1 EL Margarine
1 EL Olivenöl
1 Prise brauner Zucker
100 ml Suppe (oder Wasser mit veganem Suppengewürz)
100 ml Sojamilch
2 EL geriebene Mandeln
2 TL Kapern
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
2 EL Petersilie
Saft 1/2 Limette

200 g Champignons, in Scheiben geschnitten
3 EL Olivenöl
5 getrochnete Marillen (Aprikosen), in sehr kleine Stücke geschnitten
2 EL Balsamico
2 EL Wasser
Salz, Pfeffer
1 TL vegane Worcestershiresauce

1 Packung veganer Mürbteig (zb. von Tante Fanny) oder selbstgemacht (hier mein Rezept).

Die Erbsen 2,3 Minuten in einem Topf kochen und abgießen. Topf wieder auf die Herdplatte und Zwiebel, Margarine, Öl, und Zucker goldbraun anrösten. Nun kommen die Erbsen dazu (2,3 EL zurück behalten), sowie die Suppe, Sojamilch, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und die geriebene Mandeln. Gut umrühren und ein paar Minuten köcheln lassen. Nun mit dem Pürierstab alles zu einer relativ homogenen Masse pürieren. Kapern und die zurückbehaltenen Erbsen unterrühren und mit dem Limettensaft abschmecken. Eventuell nochmal nachsalzen.

Das Backrohr auf 175° Umluft vorheizen.

Nun zu den Champignons:
Eine Pfanne auf den Herd stellen und das Öl erhitzen. Die Champignons darin scharf von allen Seiten anbraten. Die getrockneten Marillen dazu geben, kurz mitrösten und dann mit Balsamico und Wasser ablöschen, einreduzieren lassen. Salz, Pfeffer und Worcestershiresauce dazu geben.

Eine Auflaufform mit Olivenöl ausfetten und den Mürbteig schön in die Form legen, Ränder abschneiden. Jetzt kommt die Erbsenmasse in die Auflaufform und darüber werden die Champignons verteilt. Großzügig Olivenöl darüber träufeln und dann für ca. 25 Minuten im Ofen backen.


"For the Cherry on Top" mit Vogerlsalat und Zwetschkenchutney servieren.

Dienstag, 17. Dezember 2013

Schnell eingelegte Gurken (oder anderes Gemüse)

Du suchst noch ein nettes Geschenk für die Schwiegermutter oder ein Mitbringsel zur Silvesterparty bei Freunden? Leg doch selber Gemüse ein, das geht super schnell, schmeckt fantastisch und kommt total gut an! Zugegeben sind Gurken momentan nicht gerade in Saison, das Rezept hab ich auch schon im Herbst zubereitet. Man kann genau so aber auch viele andere Gemüsesorten einlegen. Zum Beispiel Kürbis oder Kraut, die man aber vorher bissfest blanchieren muss. Zucchini oder bissfest vorgekochte Karotten und Pastinaken schmecken so eingelegt bestimmt auch wunderbar!


Was man dafür braucht...

1 großes Einmachglas (oder 2 kleinere)
1 Salatgurke, geschält, entkernt und in kleine Halbkreise geschnitten)
2 Dillzweige

Die Gurken und die Dillzweige in das Einmachglas geben.

Für den Sud...

2 TL Salz
3 EL brauner Zucker
1/2 Zwiebel, grob gehackt
2 TL Senf (Enstragon)
1 TL weiße Pfefferkörner
1/2 TL Pimentkörner
6 El Spargelessig (oder Apfelessig)
2 Lorbeerblätter
200 ml Wasser
2 EL Dill, gehackt


Alle Zutaten in einem Topf zusammenmischen und kurz aufkochen lassen, so dass sich Senf und Zucker im Sud auflösen. Wenn der Senf klumpt, kann man mit einem Schneebesen nachhelfen. Jetzt den heißen Sud über die Gurken gießen und das Glas verschließen.
Da das Gemüse duch diesen Vorgang nicht 100% konserviert wird, halten die Gurken jedenfalls 10 Tage im Kühlschrank. Solange wird man sie aber eh nicht haben, weil sie einfach zu gut schmecken!

"For the Cherry on Top" den Deckel des Einmachglases mit einem netten Stück Stoff bespannen.

Dienstag, 10. Dezember 2013

Farfalle mit Radicchio und Walnüssen

Radicchio ist ein toller Wintersalat, aber daraus kann man nach italienischer Tradition nicht nur Salat machen, sondern auch sensationelle Pasta-Gerichte. Der fein-bittere Radiccio passt wunderbar zu Walnüssen und den süßlichen Schalotten, einfach herrlich. Zu einem Creme-Saucerl gebunden mit Mandelmus, schmackofatz!



Was man für zwei große Portionen braucht...

200 g Farfalle (oder andere vegane Pasta)
2 Schalotten, fein gehackt
2 TL brauner Zucker
3 EL Olivenöl
250 g Radicchio, gewaschen und in kleine Stücke geschnitten
200 ml Wasser
1 TL Kapern
1 Hand Walnüsse, grob gehackt
2 EL Balsamico
Salz, Pfeffer
1 EL Mandelmus
2 EL Petersilie
 
Das Nudelwasser aufsetzen, zum kochen bringen, salzen und die Farfalle darin al dente garen.
 
In der Zwischenzeit die Schalotten und den Zucker mit dem Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und goldbraun karamellisieren lassen. Die Radiccio-Stücke dazu geben, scharf anbraten, bis der Salat in sich zusammenfällt. Dann mit 200 ml Wasser aufgießen, ich hab das vom Nudelwasser abgeschöpft, das enthält etwas Särke und bindet die Sauce. Es kommen auch die Kapern, die Walnüsse, Salz, Pfeffer und Balsamico dazu. Ein paar Minuten einreduzieren lassen und dann mit dem Mandelmus abbinden. Das Mandelmus bindet die Sauce, wenn man die sie kurz aufköcheln lässt.
 
Die Nudeln abseihen und gleich in die Pfanne zur Sauce geben. Die frische Petersilie dazu geben, alles gut vermischen und sofort servieren.
 
"For the Cherry on Top" mit ein, zwei kleinen Radicchio-Blättern (von innen) und einer Walnuss garnieren.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Burgenländische Krautsuppe

Kohl und Kraut, Kohl und Kraut. Das ist es was der Winter hergibt. Aber meine Lieben, nicht nur Krautfleckerl kann man mit einem Kopf Weißkraut machen. Eine richtig deftige Krautsuppe mit Paprikavurst, Lorbeer und Kümmel entflammt alle unterkühlten Winterherzen! Und die Suppe ist noch dazu ganz einfach und schnell zu machen!


Was man dafür braucht...

1 EL Zwiebelschmalz (ich nehme das Wiener Kathrinchen von Hiel)
2 EL Sonnenblumenöl
3 TL brauner Zucker
3 kleine Zwiebel, halbiert und in Ringe geschnitten
100 g Paprikavurst (wie Chorizo von Wheaty), in kleine Stücke geschnitten
1 TL Tomatenmark
3 TL Paprikapulver, edelsüß
1,5 Liter Suppe
2 EL Apfelessig
1 kleiner Krautkopf, in Streifen geschnitten
2 Lorbeerblätter
1 TL Kümmel
Salz, Pfeffer
2 EL Petersilie, gehackt
 
Das Zwiebelschmalz, Sonnenblumenöl, Zucker und Zwiebel in einem Topf erhitzen und braun anrösten. Die Röstaromen brauchen wir, dass die Suppe dann auch nach was schmeckt. :) Dann kommt die Paprikavurst dazu, ein paar Minuten mitrösten. Anschließend das Tomatenmark und Paprikapulver dazu geben, 2 Minuten unter ständigem rühren mitrösten und dann mit der Suppe aufgießen. Apfelessig und Kraut dazu, sowie Lorbeer, Kümmel, Salz und Pfeffer. Alles nun mindestens eine halbe Stunde köcheln, bis das Kraut gar ist. Immer mal umrühren. Zum Schluss kommt die Petersilie dazu, nochmal gut umrühren und heiß servieren
 
 
"For the Cherry on Top" gibts einen Tip: Aufgewärmt am nächsten Tag schmeckts noch besser!

Dienstag, 3. Dezember 2013

Winterlicher Kohlsalat mit im Ofen geschmorten Topinambur und Preiselbeer-Knoblauch Dressing

Mein Gemüsekisterl ist derzeit jede Woche voll mit Kohl- und Krautgemüse. Ich muss jetzt schon erfinderisch werden, um das alles zu verwerten, aber gottseidank fällt mir das ja nicht schwer: Es gibt einen wunderbar weihnachtlichen Kohlsalat mit ofengeschmorten Topinambur, Karotten und einem Dressing aus Preiselbeeren (vom heimischen Wald) und geschmorten Knoblauch. Dieser Salat würde auch eine wunderbare Vorspeise für ein Weihnachtsessen hergeben.


Was man dafür braucht...

1 Kopf Kohl (Wirsing), in Streifen geschnitten
400 g Topinambur, geschält und in mundegerechte Stücke geschnitten
2 Karotten, in Mundegerechte Stücke geschnitten
1 Zwiebel, geschält und in Mundgerechte Stücke geschnitten
1 Knoblauchknolle, unten aufgeschnitten
3 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
Salz
1 Apfel, in kleine Stücke geschnitten
3 EL Petersilie, gehackt
4 EL geröstete Pinienkerne


Das Backrohr auf 200° vorheizen. In eine Auflaufform kommen der Topinambur, Karotten und die Zwiebel. Olivenöl und Apfelessig sowie Salz dazu geben und gut umrühren. Die Knoblauchknolle dazu in die Auflaufformstellen und nun alles für 30- 40 Minuten (je nach dem wie groß die Stücke sind) im Backrohr backen. Das Gemüse sollte schön geröstet aussehen. Zwischendurch immer mal umrühren.
 
In der Zwischenzeit einen Topf mit Salzwasser aufsetzen und zu kochen bringen. Die Kohlstreifen darin für ca. 3 Minuten blanchieren. Danach abgießen und in einem Sieb abtropfen lassen.
 
Wenn das Gemüse schön angebräunt ist, kommt es aus dem Ofen. Den Knoblauch drückt man aus der Knolle (er ist jetzt schön weich und süßlich pikant) und er kommt in ein Schüsserl für das Dressing.
Das andere Gemüse kommt gemeinsam mit dem Kohl, den Apfelstückchen, der Petersilie und den Pinienkernen in eine Salatschüssel. Alles gut durchmischen.

Für das Dressing...

geschmorter Knoblauch
5 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
1 EL Preiselbeermarmelade
2 EL Suppe (oder Wasser)
Salz, Pfeffer
 
Wir haben schon das Schüsserl mit dem geschmorten Knoblauch. Dazu kommen die restlichen Zutaten und werden mit einem Pürierstab zu einem feinen Dressing püriert.

"For the Cherry on Top" mit einem Stück Brot und Vüsterl servieren. So hab ichs zumindest gemacht. :)