Mittwoch, 30. November 2011

Zünftiges Gulasch mit Semmelknödel

Ein Grüß aus der böhmischen Küche! Am Sonntag hab ich ein Gulasch gemacht, aber was für eines!!! Dieses Gulasch könnt ihr jedem vorsetzten, auch einem Fleisch-Esser, und er wird sein Glück nicht fassen können. Gemacht wird das Gulasch mit fake-Hammelfleisch, das ich mir beim Formosa in Wien besorgt hab. Die Konsistenz dieses Sojaprotein-Produktes eignet sich bestens fürs Gulasch, weil es beim köcheln sehr zart wird. 
Für alle die nicht in Wien wohnen: Man kann das "Hammel-Fleisch" und viele andere Produkte bei Formosa bestellen und schicken lassen!




Für 5 bis 6 Portionen braucht man...

600 Gramm fake "Hammel-Fleisch" (wenn du das nicht hast, kannst du ersatzweise auch Soja- oder Seitanschnetzel nehmen)
5 Zwiebel (rot oder weiß), fein gehackt
2 rote Spitzpaprika, in feine Streifen geschnitten
3 EL Margarine
5 EL Öl
2 Knoblauchzehen, zerdrückt
3 EL Tomatenmark
1 TL Kümmel
1 TL Thymian
1/16 Wein (weiß oder rot)
30 Gramm Paprikapulver edelsüß
1 TL geräuchertes, scharfes Paprikapulver
ca. 1 Liter Suppe (oder Wasser mit Suppengewürz)
Salz, Pfeffer
1 EL gehackte Petersilie

Das Soja-Fleisch in einem großen Topf mit 1 EL Margarine und 1 EL Öl ca. 5 Minuten ganz scharf anbraten, und dann aus dem Topf in eine Schüssel geben und beiseite stellen.
In dem selben Top weiter 2 EL Margarine und das Öl geben. Die gehackte Zwiebel bei mittlerer Hitze rösten bis sie schön braun wird. Dann die Paprikastreifen dazu geben und weitere 10 Minuten bei mittlerer Hitze rösten. Dann das Tomatenmark und den Knoblauch dazu geben und bei ständigen rühren (Achtung das Tomatenmark brennt leicht an) weitere 5 Minuten rösten. Jetzt kommt das Paprikapulver, Kümmel und Thymian dazu und anschließend mit dem Wein aufgießen. Der Wein muss nun reduziert werden, bis die Flüssigkeit verdampft ist - immer schön rühren! Jetzt kommt das Soja-Fleisch wieder zurück in den Topf und man kann das Ganze mit Suppe aufgießen, bis das Soja-Fleisch knapp mit Suppe bedeckt ist und salzen/pfeffern. Jetzt muss das Gulasch köcheln, je länger es köchelt umso besser (mind. 45 Minuten). Wenn das Soja-Fleisch wieder rausschaut kann man wieder mit Suppe aufgießen, bis es wieder knapp bedeckt ist. Zum Schluss das Gulasch ohne Deckel etwas kochen lassen, so dass die Flüssigkeit einkocht und die Sauce etwas andickt. Man kann auch 1 TL Stärke zur Hilfe nehmen, wenn man die Sauce etwas dicker haben mag. Fertig.

Das Rezept für die Semmelknödel findet ihr bei diesem Eintrag.

"For the Cherry on Top" mit frischer gehackter Petersilie garnieren.

Montag, 28. November 2011

Ein Klassiker: Schoko-Walnuss Brownies

Für meine sonntägliche Mehlspeise hab ich diese Woche auf einen richtigen Klassiker zurück gegriffen: Der Schoko-Walnuss Brownie. An Oldie but always a Goodie! Mein perfekter Sonntag Nachmittag: Eine Tasse Kaffee, ein Stück Brownie, meine Couch und die neueste Folge Greys Anatomy. :-)




Was man dafür braucht...

250 Gramm Mehl
350 Gramm braunen Zucker (oder 350 Gramm Zuckerrübensirup. Probiert es mal aus, der Geschmack ist etwas anders als Zucker aber gesünder ist es allemal)
65 Gramm Kakaopulver
1 TL Backpulver
1 TL Salz
250 ml Wasser
250 ml Öl (Raps oder Maiskeim)
1 Packerl Vanillezucker
100 Gramm Walnüsse, gehackt
70 Gramm Schokolade, in kleine Stücke gehackt

Ofen auf 180 Grad vorheizen. In einer großen Schüssel alle trockenen Zutaten zusammen mischen. Die feuchten Zutaten dazu geben und gut durchmixen. Die Walnuss- und Schokostückchen darunter heben. In eine rechteckige Backform oder Auflaufform geben (ca. 20 x 30 cm). 25 Minuten im Ofen backen und dann auskühlen lassen.

"For the Cherry on Top" mit Staubzucker bestreuen.

Sonntag, 27. November 2011

Rote Rüben Zeit

Es ist Herbst und somit wieder Zeit für Rote Rüben. Rote Rüben sind ein besonders gesundes Gemüse, weil sie viel Eisen, Vitamin B und Folsäure enthalten. Vor allem kann man diese Dinger aber wirklich lecker zubereiten.
In meinem Gemüsekisterl waren diese Woche zwei Knollen drin und die hab ich mit Zwiebel in einer würzigen Balsamico-Essigmischung eingelegt.




Was brauchst du dafür:

2 Rote Rüben
1 1/2 Zwiebeln
1 Lorbeerblatt
5 Nelken
1-2 EL Zucker
400 ml Wasser
200 ml Balsamico-Essig
1/2 TL Salz
3 Einmachgläser

Die Rüben abwaschen und säubern. Dabei soll man sie aber keine Risse oder Löcher rein machen, denn sonst ´"bluten" sie beim kochen aus und die ganzen Vitamine und der Geschmack ist futsch.
Die gewaschenen Rüben in Salzwasser weich kochen, das dauert je nach Größe der Rübe ca. 45 bis 60 Minuten (mit einer Gabel oder Messer testen, ob sie schon durch sind).
Danach die Rüben schälen und in Scheiben und die Zwiebeln in Ringe oder Halbkreise schneiden. Nun den Essig, Wasser, Zucker, Salz und Gewürze aufkochen. In der Zwischenzeit Einmachgläser mit den roten Rüben und den Zwiebeln füllen (ich schichte sie immer abwechselnd rein). Das Kochende Essigwasser zu den Roten Rüben geben, die Einmachgläser verschießen und auf den Kopf stellen und auskühlen lassen. Die Roten Rüben halten mit Sicherheit ein halbes Jahr oder länger.

"For the Cherry on Top" dem Einmachglas mit einem alten Stoffrest  ein Hauberl aufsetzten. Eignet sich super als Geschenk.

Donnerstag, 24. November 2011

Warmer Fenchel-Kartoffelsalat mit Kernöl-Senf Dressing

Es ist mal wieder Zeit für einen schmackhaften Salat. Salat ist nämlich bei weitem keine Sommererscheinung, nein nein. Auch im Herbst oder Winter kann man regionales Gemüse zu sensationellen Salaten verarbeiten. Gestern hab ich zum Abendessen diesen warmen Kartoffelsalat mit Schnick-Schnack gemacht. Geht schnell, schmeckt gut. Was will man mehr nach einem stressigen Tag...




Was man für zwei große Portionen braucht...

3-4 Kartoffeln
2 Fenchelknollen
1 Zwiebel
1/3 Stange Lauch
1/2 Packerl Räuchertofu
2 Radieschen
1 Hand voll Grazer Krauthäupl, Endiviensalat oder einen andern Herbst-Blattsalat
1 EL brauner Zucker
Salz, Pfeffer
3 EL Rapsöl

Die Kartoffeln in einem Topf mit Wasser zum kochen bringen. In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Fenchel Halbieren und in feine Streifen schneiden. Den Lauch in Ringe und den Tofu in kleine Stücke schneiden. Den Zucker mit den Zwiebeln in einer Pfanne mit dem Rapsöl anrösten. Wenn der Zwiebel Farbe bekommt, den Fenchel und den Tofu dazu geben und weitere 5 Minuten Rösten. Dann die Lauchringe dazu geben und nochmal ca. 3 Minuten rösten. Salzen, pfeffern und beiseite stellen.
Die Radieschen in feine Halbmonde schneiden. Die Salatblätter zusammenrollen und in feine Streifen schneiden. Beides in eine Salatschüssel geben.
Wenn die Kartoffeln gar sind, kann man sie schälen und in Scheiben schneiden. Die Kartoffeln kommen dann gemeinsam mit dem Gemüse von der Pfanne in die Salatschüssel. In die leere Pfanne 3 EL Wasser geben und nochmal beiseite stellen (das brauchst du fürs Dressing, wäre ja schade wenn der gute Geschmack, der in der Pfanne ist, verloren geht).

Für das Dressing...

3 EL Apfelessig
5-6 EL Kürbiskernöl
1 TL Dijon-Senf oder jeden anderen würzigen Senf, den man daheim hat
2 TL Ahornsirup
Das Wasser von der Pfanne
Salz, Pfeffer

Alle Zutaten in einer Tasse oder einem Glas mit einer Gabel verquirlen und über den Salat geben. Mit den Händen gut durchmischen und auf einem Teller anrichten.

"For the Cherry on Top" ein paar getrocknete Cranberries darüber streuen. Auch ein bisschen "Gute Laune Blüten-Gewürz" von Sonnentor macht sich geschmacklich gut und ist optisch ein Blickfang. :-)

Dienstag, 22. November 2011

Melanzani-Focaccia

Bei meinem letzten Eintrag hab ich euch das Rezept für eine tolle Schwarzwurzelcremesuppe verraten. Ich hab die Suppe mit einem Melanzani-Focaccia serviert, das - wie ich finde - sehr gut dazu gepasst hat. (Das fanden meine Teste-Esser auch :-) ). Focaccia macht man aus Germteig. Hab keine Angst davor so einen Teig selbst herzustellen. Das ist - wie man bei mir daheim sagt - "watschen-einfach".




Für ein ca. Pizza-großes Focaccia braucht man...

Germteig:
200 Gramm Mehl
1/2 Würfel Germ
100 ml lauwarmes Wasser
1/2 TL Ahornsirup
Salz, Pfeffer

Den Germ und den Ahornsirup in dem warmen Wasser auflösen. Auf einer glatten, sauberen Arbeitsfläche das Mehl zu einem Berg machen und in der Mitte mit den Finger ein Loch formen. In dieses Loch kommt die Germ-Mischung rein. Nun mit der Gabel von innen nach außen die Flüssigkeit in das Mehl arbeiten. Dann übernehmen die Hände und kneten den Teig bis er schön homogen ist. Den Teig zu einer Kugel formen und in einer Schüssel, mit einem Geschirrtuch zugedeckt, an einem warmen Platz ca. eine Stunde gehen lassen.
Dann den Teig, der mittlerweile schön aufgegangen ist, auf ein Backblech geben und mit dem Nudelholz ausrollen, bis er ca. 1 cm dick ist.

Belag:
1/2 Melanzani, in Scheiben geschnitten
3-4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
Rosmarien Thymian

Während der Teig geht, kann man den Belag zubereiten. In einer Pfanne das Olivenöl volle Pulle erhitzen. Dann die Melanzanischeiben in der Pfanne scharf anbraten, bis sie auf beiden Seiten schön braun sind. Salzen, Pfeffern, und auf einem Teller mit Küchenrolle beiseite stellen.

Wenn der Teig ausgerollt ist, kann man die Melanzanischeiben drauf legen und die Kräuter nach belieben drauf streuen. Man kann sowohl getrocknete als auch frische Kräuter verwenden. Nochmal mit Olivenöl beträufeln und im Backrohr (vorgeheizt) bei 200 Grad ca. 25-30 Minuten backen.

Montag, 21. November 2011

Schwarzwurzelcremesuppe mit Apfelconfit

In meinem Gemüsekisterl waren letzte Woche ein paar Schwarzwurzeln drinnen und ich muss gestehen, ich habe Schwarzwurzeln davor noch nie zubereitet. Ich hab mich also durch sämtliche Schwarzwurzelrezepte gewühlt, um das Passende für mich zu finden. Es ist dann - wie immer - eine Kombination von Rezepten geworden, die mich angesprochen haben. Und weisst du was, ab sofort LIEBE ich Schwarzwurzeln!! Falls du noch keine Vorspeise für dein Weihnachtsessen hast, diese Suppe eignet sich perfekt dafür!
Hier also das Rezept für meine Schwarzwurzelcremesuppe mit Apfelconfit:




Für 4 Teller Suppe braucht man...

3 EL Olivenöl
1/2 EL brauner Zucker
1 Kartoffel, geschält und in Stück geschnitten
1 Zwiebel, geschält und gehackt
200 Gramm Schwarzwurzeln, geschält und in Stücke geschnitten (wie man das macht, erklär ich gleich...)
500 ml Suppe (oder Wasser mit Suppenwürfel)
1/2 TL getrockneter Thymian
1-2 EL Balsamico
3 EL Sojasahne
Salz, Pfeffer

Zu Beginn die Schwarzwurzeln vorbereiten. Dazu muss man jedenfalls Handschuhe (Putzhandschuhe und so Chirurgen-Latexhandschuhe) anziehe, denn beim Schälen und Schneiden der Schwarzwurzel tritt ein milchiger klebriger Saft aus, der alles sofort braunschwarz verfärbt. Zudem müssen die geschälten und geschnittenen Schwarzwurzeln gleich in Wasser mit einem Schuss Essig (ich nehme Apfelessig) gelegt werden, sonst laufen sie sofort braun an.
Die Zwiebeln mit dem Öl und Zucker in einer Pfanne anrösten, bis sie braun sind. Dann die Schwarzwurzelstücke und Kartoffelstücke dazu geben und weitere 5 Minuten anrösten. Dann mit 500 ml Suppe aufgießen, getrockneter Thymian dazu und ca. 30 Minuten köcheln, bis das Gemüse durch ist.
Wenn das Gemüse durch ist, kann man die Suppe mit dem Pürrierstab oder mit einem Blender pürrieren. (Mit dem Blender wirds cremiger!). Dann die Suppe zurück in dem Topf geben und mit dem restlichen Gemüsefond strecken, bis die Konsistenz passt (manche mögens dicker, manche flüssiger). Den Balsamicoessig dazu geben, salzen, pfeffern und nochmal aufkochen lassen. Zum Schluss, den Herd abdrehen und die Sojasahne einrühren (nicht mehr aufkochen, sonst flockt die Sahne).

Für das Apfelconfit brauch man...

1 EL Olivenöl
1 EL brauner Zucker 
1 Apfel, geschält und in kleine Stückchen geschnitten
1 Koblauchzehe, gepresst
1 EL Balsamico (vom guten, gereiften, süßen Balsamico, zb Premium Balsamico von Spar)
Salz

Den Zucker mit dem Öl in einer Pfanne karamellisieren lassen. Dann die Apfelstückchen und den gepressten Knoblauch dazu geben und ein paar Minuten schmoren bis die Apfelstücke weich sind. Dann den Balsamico dazu geben und einreduzieren lassen, bis eine Marmelade-ähnliche Konsistenz mit Apfelstückchen entstanden ist. Salz dazu geben, fertig.

Die Suppe in einem Teller anrichten. "For the Cherry on Top" das Apfelconfit sachte auf die Suppe geben, so dass es nicht versinkt. Man kann auch noch etwas getrockneten Thymian darüber streuen, schaut hübsch aus.

Sonntag, 20. November 2011

Himmlisch herbstliche Apple-Crumble Cupcakes

Es ist mal wieder Sonntag und somit Cupcakes Tag! Heute hab ich mir was besonders herbstlich-raffiniertes ausgedacht: Apple-Crumble Cupcakes! Ich greife in der Sekunde, während ich schreibe, immer wieder zum Teller und nasche an diesem köstlichen Küchelchen. Es war ein kleines Wagnis, da ich tatsächlich nicht ein einziges Rezept gefunden hab, das meinen Erwartungen entsprochen hätte. Ich hab also einfach die Basic-Vanilla Cupcakes aus dem bestesten Cupcakes-Rezepte Buch genommen und sie dementsprechend abgewandelt. Und es hat funktioniert! Ich freu mich!




Für ca. 12 Cupcakes braucht man...


200 ml Sojamilch
1 TL Apfelessig
2 EL Maisstärke (oder auch Maizena genannt)
150 Gramm Mehl
3/4 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1/2 TL Salz
70 ml Öl (ich verwende normales Rapsöl)
150 Gramm brauner Zucker
1 Packerl Vanillezucker
1 1/2 Äpfel, geschält und in kleine Stückchen geschnitten

Das Backrohr auf 175 Grad vorheizen. Das Muffinblech vorbereiten und mit Muffinförmchen auslegen. 
Die Milch mit dem Apfelessig in einer kleinen Schüssel vermischen und die Milch gerinnen lassen. In einer großen Schüssel das Milchgemisch, Öl, Zucker, Vanillezucker mixen. In einer separaten Schüssel die trockenen Zutaten, also das Mehl, Maisstärke, Backpulver, Natron und Salz vermischen. Nun die trockenen Zutaten in drei Etappen zu den feuchten Zutaten geben und immer schön mixen, bis ein homogener Teig entsteht. Nun die Apfelstückchen unterheben.

Für die Crumbles (Streussel)...

100 Gramm Mehl
75 Gramm Margarine (ich verwende die Alsan-Margarine, gibts im Bioladen)
60 Gramm brauner Zucker
1 Packerl Vanillezucker
1 TL Zimt

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Händen so lange kneten bis eine homogene, aber bröcklige Masse entsteht.

Nun kann man den Teig in die Muffinförmchen geben. Die Förmchen sollten etwas zu 3/4 mit dem Teig befüllt sein. Dann kann man die Streusselmasse nehmen und in kleinen Bröckerln über dem Teig verteilen.
Die Cupcakes bei 175 Grad ca. 25 Minuten backen.

"For the Cherry on Top" mit Puderzucker bestreuen.