Mittwoch, 14. Dezember 2011

Oh du mein Berlin! Pt.II

Mein zweiter Tag in Berlin hat so begonnen, wie der erste Tag aufgehört hat, nämlich mit Essen. Da es in Kreuzberg so viele vegane Möglichkeiten gibt, hab ich den kulinarischen Tag komplett in diesem Bezirk verbracht, mit einer "kleinen" Shopping-Unterbrechung in Friedrichshain.


Direkt an der U-Bahn Station "Schlesisches Tor" findet man das vegetarische Cafe Rootz. Auf der Karte findet man eher Fast food Geschichten wie Wraps, Burger, Sandwiches und Bagels, wobei es immer vegane Alternativen gibt. Aber auch eine Frühstückskarte gibt es, wobei ich bei meiner Internet-Recherche übersehen hab, dass diese nur fürs Wochenende gilt. Die freundliche Bedienung im Cafe Rootz hat mir meinen "Breakfast Burrito" aber trotzdem gemacht, sie meinte, sie hätte eh alles dazu da. Sehr sympathisch.
Der Breaktfast Burrito war gefüllt mit Baked Beans, Guacamole, Tofuscramble und Grünzeug. Und es hat geschmeckt! Vor allem auch mit dem frisch geblendeten Strawberry-Blueberry Smoothie, das ich mir bestellt habe. Insgesamt eine sehr nette Frühstückserfahrung.

Mein Fazit: 
Vegane Auswahl: Einige vegane Optionen an Burgern, Sandwiches, Bagels, Wraps und Frühstück. Die machen auch eine vegane Currywurst, die werd ich das nächste mal antesten. :-)
Essen: War gut und hat nachhaltig gefüllt. Das Smoothie war hervorragend.
Preis-Leistungsverhältnis: 4.60 Euro für den Riesen-Burrito, 3 Euro für das Smoothie. Total OK.
Service: Selbstbedienung. Sehr nette Dame an der Theke. Essen wird serviert.
Atmosphäre: Das Lokal ist total witzig eingerichtet. Hoher Altbau mit Stuck, pinke und schwarze Akzente. Die Stühle sind bezogen mit einem trashigen fake-leoprint Stoff. Ich hab mich sehr wohl gefühlt.



Snack: Tanne B, Kreuzberg

Nachdem ich den Burrito verdrückt hab, hatte ich das Gefühl, dass ich fünf Tage nix mehr essen kann. Tja, aber so ein Shoppingtrip in Friedrichshain kann schon anstrengend sein, jaja. Da ist am Nachmittag der Hunger, oder besser gesagt der Gusto auf was leckeres zwischen den Zähnen schon wieder da gewesen. Meine Freundin, die ich besucht hab, hat mal erwähnt, dass bei ihr um die Ecke im Sommer ein Eisgeschäft ist, das auch vegane Sorten produziert. Da dachte ich mir, ich check mal aus, was die im Winter für Veganer so anbieten. Und ding, ding, ding, Jackpooot: Vegane Waffeln mit verschiedenen Toppings. Ich hab mir eine Waffel mit heißen Kirschen bestellt, yummie!

Mein Fazit: 
Vegane Auswahl: Haben mehrere vegane Eissorten und vegane Waffeln mit verschiedenen Toppings.
Essen: Die Waffel war gut zubereitet, gabs nix auszusetzen. Die warmen Kirschen, so wie man sie kennt.
Preis-Leistungsverhältnis: 2.50 Euro.
Service/Atmosphäre: Kann ich nicht wirklich sagen, ich hab die Waffel "to go" genommen. Am Tresen waren sie nett.



Abendessen: Restaurant Viasko, Kreuzberg

Als ich mir die Homepage angeschaut hab, dachte ich "naja". Aber das Viasko hat sich als ein absoluter Glücksgriff für ein gemütliches, gut zubereitetes Dinner herausgestellt. Das Lokal ist eher rustikal eingerichtet, wir saßen im total gemütlichen Gewölbe-Keller. Kochen tut hier der ehemalige Chefkoch von La Mano Verde in Berlin.

Als Vorspeise hab ich mir das "Gebackene Wintergemüse im Tempurateig mit Erdnusssauce auf Karotten-Wirsingsalat" bestellt. Wie meine liebe Begleitung, eine berliner Freundin, treffend gesagt hat, "man kann bei Erdnusssauce ja so viel falsch machen". Aber hier wurde nix, aber auch garnix falsch gemacht. Eine leichte Zitronengras-Note und die perfekte Cremigkeit. Das Gemüse knackig aber nicht hart und der Teig wunderbar Gewürzt. Ein sehr schönes Gericht.



Als Hauptspeise hab ich mir das "Wurzelgemüse in Steinpilzsauce mit Semmelknödel und Selleriestroh" bestellt. Das Gemüse war sehr frisch und die Knödel waren gut (obwohl die eigenen ja durch nix zu überteffen sind, hihi).



Meine Freundin hat sich einen Flammkuchen mit Zwiebel, Räuchertofu und Thymian bestellt. Auch das war hervorragend. Der Teig war knusprig, der Belag super gewürzt. Ein tolles, herzhaftes Gericht.



Und nun die Nachspeise: "Winterapfel-Nougat Lasagne mit Zimt-Vanillecreme und Nüssen". Wohlgemerkt, die Nüsse waren kandiert. Diese Nachspeise hat mir die Sprache verschlagen. Die Beste, die ich hatte in Berlin.



Mein Fazit: 
Vegane Auswahl: 100% veganes Lokal. Natürlich auch der Wein, wie uns vom netten Kellner mitgeteilt wurde.
Essen: Supergut. Vor allem die Nachspeise und der Flammkuchen. Und eigentlich auch der Rest. :-)
Preis-Leistungsverhältnis: Total OK für das Gebotene. Vorspeisen zwischen 3.90 und 6.90 Euro. Hautpspeisen zwischen 8.50 und 12.50 Euro. Nachspeisen zwischen 2.30 und 4.90 Euro.
Service: Sehr freundlich. Wir hatten (angeblich) auf das Essen länger warten müssen, das ist uns aber - wahrscheinlich aufgrund unseres ausgebauten Redebedarfes - garnicht aufgefallen. Die nette Kellnerin hat sich 100 mal entschuldigt und uns noch Kekserl gebracht.
Atmosphäre: Gemütlich, vor allem im Gewölbekeller.

Kommentare:

  1. Wenn du wieder mal in Berlin bist, musst du unbedingt ins VIASKO zum Brunch. Das KOPPS ist gut, aber im VIASKO ist es besser. Es ist ganz großes Kino. Die Auswahl ist doppelt so groß und sehr, sehr lecker. Der Koch hat zwar noch kein Kochbuch auf den Markt gebracht, kocht aber ganz Berlin in Grund und Boden.

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  2. Vielen Dank für den Tip Heike! Im Mai bin ich wieder in Berlin, leider nicht übers Wochenende, jetzt wird sich der Brunch im Viasko wieder nicht machen lassen. Aber ich geb nicht auf! :-) Eine Freundin von mir wohnt in Berlin und die besuche ich eh regelmäßig, irgendwann schaff ichs. :-)

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